Rückblicke
Webvideothek
Skandal-Zoo Nürnberg - Delfine suchen vergeblich Schutz
Erneut gerät der Tiergarten in Nürnberg wegen seiner umstrittenen Delfin-Haltung in den Fokus von Tierschützern. Ein nun veröffentlichtes Video zeigt, wie Delfine vergeblich versuchen, sich vor dem Baulärm in Sicherheit zu bringen.
Video >>
Buchtrailer: Schogul
Dass es nicht nur ihm so schlecht auf der Erde ergangen ist, erfährt der junge Kater Ringo erst, als er schon gestorben ist und in das Himmelsreich des Schoguls kommt. Obwohl Schogul seine Seele befreit, sorgt der neugierige Kater in seinem Reich für große Aufregung.
Video >>
Bienensterben
Für das zunehmende Bienensterben macht man über die Medien seit Jahren schon viele Verursacher aus. Ob Mobilfunk, Klimaveränderungen oder Schädlinge - alles muss herhalten, um das Phänomen des Massensterbens zu erklären.
Video >>

Zur Web-Videothek >>

Top-News Sonstiges
Brigitte Nielsen nackt für PETA: „Ich zeige Pelz die kalte Schulter!“

VIER PFOTEN beendet illegale Privathaltung von Braunbären in Polen

Advent, Advent: Hoffnung ist bunt und süß

PETA Deutschland verleiht ‚Vegan Fashion Award‘

Gesundheitsgefahr Leder: Erneut gefährliche Chemikalien in Lederschuhen gefunden

eBay Kleinanzeigen: Augen auf beim Welpenkauf!

Survival präsentiert Charity-Geschenke

Ein Nashorn auf der Straßenkreuzung

Leiden für Leder: Kinderarbeit, Tierleid und hochgiftige Produktionsprozesse

Welthundetag: Rumänien als Warnsignal für den Tierschutz in Deutschland

Inserate
Tipp
Umweltlexikon
Pfeil Umweltjournal.de | Pfeil Sonstiges. Weiteres  | PfeilArtikel Nr.: 17875

Skandal in türkischem Urlaubshotel in Bodrum - Deutsche Tierschützer retten Delfine aus Hotel-Pool

Türkei / Radolfzell / Hagen-Westf., 09.06.2011: Nachdem Urlaubsgäste des türkischen 5-Sterne-Hotels Kefaluka in Bodrum kritisch in einem Urlaubsforum über das Schwimmen mit gefangenen verletzten Delfinen in einem kleinen Meereskäfig des Hotels berichteten, entbrannte ein weltweiter Proteststurm.

Über das Internet- Netzwerk Facebook erhielt das Hotelmanagement mehrere Tausend Protestnoten. Andreas Morlok, Geschäftsführer von ProWal und Kuratoriumsmitglied des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF), machte sich noch am Wochenende auf den Weg in die Türkei, um die Tierquälerei zu stoppen.

Die beiden deutschen Meeresschutz-Organisationen hatten bereits im April mit mehreren Helfern Demonstrationen gegen die Delfinarien in der Türkei veranstaltet. Mit den Bürgermeistern der Städte mit Delfinarien (Alanya, Antalya, Belek, Kemer, Kas, Bodrum, Marmaris, Kusadasi und Istanbul) und dem Gouverneur in Antalya führten Andreas Morlok (ProWal) und Jürgen Ortmüller (WDSF) intensive Gespräche, damit die katastrophale Delfinhaltung in den kleinen Betonbecken und den Wasser-Pools gestoppt wird. In Bodrum sagte der Bürgermeister, Mehmet Kocadon, den Tierschützern sofort eine Schließung des Delfinariums zu, nachdem sie ihm Bilder der Käfig-Haltung vorgelegt hatten.

Der Inhaber des Bodrumer Delfinariums verlud daraufhin bei Nacht und Nebel zwei seiner Delfine und schaffte sie in das Kefaluka-Hotel in der Nähe von Bodrum. Dort mussten die Delfine für das Schwimmen mit Hotelgästen herhalten. Für fünf Minuten Schwimmen mit den Meeressäugern sollten die Urlauber 70 Euro bezahlen.

Das Hotel-Management zeigte sich im Gespräch mit ProWal-Chef Andreas Morlok über die Proteste völlig überrascht und versprach, die Delfine sofort wieder aus der Hotelanlage entfernen zu lassen. Nach eigenen Angaben der Hotel-Sprecherin, Emine Mandira, waren sie sich nicht bewusst, welche Folgen die Delfinhaltung für ihr Image hatte. „Nie wieder werden wir solch einer Anfrage mit Delfinen zustimmen“, so Emine Mandira gegenüber dem ProWal-Chef. Pikanterweise hatte Thomas Cook das Hotel kürzlich mit dem EXCELLENCE AWARD ausgezeichnet.

Morlok konnte vor Ort feststellen, dass beide Delfine schwer verletzt waren. Einer der Delfine hatte keine Zähne mehr und offenbar einen Kieferbruch. Der andere hatte blutige Hautabschürfungen im Kopfbereich und einen schweren Sonnenbrand. Der Strand-Käfig hatte nur eine Tiefe von vier Metern, sodass die Tiere überwiegend der sengenden Sonne ausgesetzt waren. In unmittelbarer Nähe des Yachthafens und der Hotel-Disko waren sie Tag und Nacht einem ohrenbetäubenden Lärm ausgesetzt, so Morlok.

Noch am frühen Montagmorgen wurden die beiden geschundenen Delfine per LKW wieder in das Delfinarium in Bodrum transportiert. Die beiden Delfine befanden sich letztes Jahr noch in einem kleinen Minipool in einem Kaufhaus in Bursa. Nach der dortigen Schließung kamen sie in den kleinen Meereskäfig nach Bodrum/Gövernilink. Die Tierschützer fordern für die Delfine sofortige ärztliche Versorgung und ein schonendes Auswilderungsprogramm. Die Kosten von mehr als 100.000 Euro pro Tier soll der Delfinbesitzer übernehmen, der nach Angabe der beiden Organisationen in den letzten fünf Jahren beträchtliche Summen mit seinen Delfinen verdient haben soll.

Mit dem kooperativen Bodrumer Bürgermeister wollen die beiden Organisationen weiterhin Kontakt halten, damit eine Lösung für die eingesperrten Delfine gefunden wird. Mit den anderen Delfinarienstädten sind die Delfinschützer nicht so geduldig. Da dort bisher keine Reaktionen auf die Forderung nach Schließung der Delfinarien erfolgte, riefen ProWal und WDSF jetzt auch über Facebook zum Boykott der türkischen Urlaubsstädte mit Delfinarien auf.
Autor: Wal- und Delfinschutz-Forum WDSF
5481 Aufrufe
Stand: 21. September 2011
Erstellt: 9. Juni 2011

Weitere Meldungen zum Thema "Wildtierhaltung":

Erste Hilfe für die fünf Bären des gestürzten ukrainischen PräsidentenErste Hilfe für die fünf Bären des gestürzten ukrainischen Präsidenten
Huta (Ukraine), 05.03.2014: Ein Team der internationalen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN konnte in den letzten Tagen den fünf Braunbären, die auf dem Gelände der Winterresidenz des gestürzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch leben, erste Hilfe leisten und ihre Situation verbessern.
Lebenslange Zwinger-Haft für Bärin Schnute!Lebenslange Zwinger-Haft für Bärin Schnute!
Berlin, 22.02.2014: Zum letzten Mal stand vergangenen Donnerstag das Schicksal der Berliner Bärin Schnute auf der Tagesordnung der Bezirksverordnetenversammlung Berlin Mitte.
Tiger tötet Pfleger im Allwetterzoo MünsterTiger tötet Pfleger im Allwetterzoo Münster
Münster / Hamburg, 21.09.2013: Nachdem ein Tiger heute im Allwetterzoo Münster laut Medienberichten einen Pfleger getötet hat, kritisiert die international tätige Tierschutzorganisation VIER PFOTEN aufs Schärfste die Haltung von Großkatzen in deutschen Zoos.
Über 100.000 Tierfreunde beteiligen sich an PETA-Online-Petition zum Verbot von Wildtieren im ZirkusÜber 100.000 Tierfreunde beteiligen sich an PETA-Online-Petition zum Verbot von Wildtieren im Zirkus
Hamburg / Gerlingen, 21.09.2013: Erfolgreicher Kampagnenstart: Innerhalb von nur knapp vier Wochen beteiligten sich über 100.000 Tierfreunde aus aller Welt an einer von der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. initiierten Unterschriftenaktion für ein deutschlandweites Verbot von Wildtieren im Zirkus.
 Bärenmorde in Kosovo Bärenmorde in Kosovo
Prishtina / Hamburg, 03.06.2013: Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN berichtete über das tragische Ende der kosovarischen Jungbären Rambo und Luta: Die beiden in illegaler Privathaltung lebenden Restaurantbären waren am 22.05.2013 getötet worden.
 Zwei der 15 Restaurant-Bären im Kosovo sind tot Zwei der 15 Restaurant-Bären im Kosovo sind tot
Prishtina / Hamburg, 31.05.2013: Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN ist sehr bestürzt über den Vorfall, dass zwei der zehn noch in illegaler Privathaltung lebenden Restaurant-Bären am vergangenen Mittwochvormittag, den 22.05.2013 getötet wurden. Die beiden männlichen Bären Rambo und Luta (ca. 15 Monate alt) führten ein trauriges Dasein in einem engen Käfig neben einem Supermarkt in Mitrovica.
Nach Tod eines Schlangenzüchters in Straubing: PETA fordert Verbot der Wildtierhaltung Nach Tod eines Schlangenzüchters in Straubing: PETA fordert Verbot der Wildtierhaltung
Straubing / Gerlingen, 31.05.2013: Der Tod eines Straubingers stellt die Reptilienauffangstation in München vor eine große Herausforderung. Rund 46 Würgeschlangen hielt der Züchter in seiner Wohnung – alle Tiere müssen nun untergebracht und verpflegt werden. Die Institution um Leiter Markus Baur plant, gegebenenfalls auf das Münchner Tierheim auszuweichen oder zusätzliche Räumlichkeiten anzumieten.
 Justin Bieber-Affe Mally jetzt im Serengeti-Park Hodenhagen Justin Bieber-Affe Mally jetzt im Serengeti-Park Hodenhagen
Hodenhagen / Gerlingen, 31.05.2013: Tierschutz Nebensache: Nach Informationen der Bild-Zeitung wurde der im April beschlagnahmte Kapuzineraffe „Mally“ von Teenie-Star Justin Bieber letzten Sonntag vom Tierheim München in den Serengeti-Park Hodenhagen überstellt.
Delfinarien-Debatte im AgrarausschussDelfinarien-Debatte im Agrarausschuss
Gerlingen, 17.05.2013: Auf Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN tagte der Agrarausschuss am Mittwoch zur Beendigung der Delfinhaltung in Deutschland. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. begrüßt die Debatte und appelliert nun an die Ausschussmitglieder des Bundesministeriums für Ernährung Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMEVL), das Gesuch zur Abstimmung im Bundestag am 5. Juni zuzulassen.
 VIER PFOTEN bringt drei Braunbären in den BÄRENWALD Müritz VIER PFOTEN bringt drei Braunbären in den BÄRENWALD Müritz
Stuer / Mönchengladbach, 16.05.2013: Gestern hat Bären-Mama Mary mit ihren beiden Töchtern Clara und Sonja das erste Mal in ihrem Leben Gras unter den Tatzen gespürt. Die drei Bärinnen wurden von VIER PFOTEN vom Tiergarten Mönchengladbach in den weitläufigen BÄRENWALD Müritz gebracht, wo sie nun ihren Instinkten folgen können. Im Tiergarten Mönchengladbach lebten die drei Bären in einem Gehege mit zwei Betongräben auf einer Gesamtfläche von 500 Quadratmetern.