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Teure Suchaktion nach drei Meter langer Boa Constrictor





Graz / Gerlingen, 27.07.2010: In einem Grazer Wohngebiet entkam am Sonntagabend eine drei Meter lange Würgeschlange ihrem Besitzer. Eine groß angelegte Suchaktion mit Wärmebildkamera und rund 50 Polizeischülern und Helfern verlief bislang erfolglos.

Jetzt wird der Bevölkerung zu besonderer Vorsicht geraten, denn die 20 kg schwere Boa Constrictor kann laut Polizei Haustieren und sogar Kleinkindern gefährlich werden. Der Halter selbst, ein 52-jähriger Grazer, wurde noch am Tag ihres Verschwindens von der Boa angegriffen. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. fordert nun Konsequenzen: In Deutschland und Österreich soll ein gesetzliches Verbot die Haltung exotischer Tiere für Privatpersonen beenden. Und dies nicht nur aus Tierschutzgründen und potenzieller Gefahren für die Bevölkerung. Viele Privatpersonen können schlicht die Kosten der teuren Spezial-Haltung und eventuellen Suchaktionen nach verschwundenen Exoten nicht zahlen, ihnen drohen horrende Schulden.

„Der Halter hat grob fahrlässig gehandelt, als er die Boa in einem defekten Terrarium und mit geöffneter Balkontür allein in der Wohnung zurückließ“, so Kampagnenleiterin Nadja Kutscher von PETA. „Jetzt wird er die Kosten dafür tragen müssen!“ Seit Jahren schon fordert PETA ein Verbot der Haltung von Wildtieren, insbesondere von gefährlichen Wildtieren in Privathaushalten, und einen Einfuhrstopp von Exoten. Denn die Anforderungen an Haltung und Pflege der Tiere sind groß, die Tiere können kaum artgerecht gehalten werden. Laut Veterinäramt Graz leben derzeit etwa 100 gefährliche Tiere in Graz. Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.peta.de/exoten.
Autor: PETA Deutschland e.V.
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Stand: 27. Juli 2010
Erstellt: 27. Juli 2010

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