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Ausstellung in ehemaliger NS-„Ordensburg“ Vogelsang





Osnabrück, 02.03.2010: Die ehemalige NS-"Ordensburg" Vogelsang im Nationalpark Eifel. Die DBU und das Umweltministerium NRW arbeiten gemeinsam an einer Neuinterpretation Vogelsangs als Ort der Toleranz und der Naturbegegnung. Das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen stellt rund zwei Millionen Euro für den Aufbau eines Informationszentrums des Nationalparks Eifel zur Verfügung.


Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt mit zusätzlichen 850.000 Euro. Entstehen soll die Ausstellung auf 2.000 Quadratmetern in der ehemaligen NS-„Ordensburg“ Vogelsang, die umgeben vom Nationalpark Eifel oberhalb des Urftsees liegt. Als Ausstellungsfläche werden zwei Etagen im Ostflügel des Forums Vogelsang genutzt, wo sich derzeit die touristische Servicestelle befindet.

Brickwedde: Verknüpfung zwischen NS-Geschichte und Zukunft des Nationalparks ermöglicht völlig neue Bildungsansätze

Am Montag überreichte DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde offiziell das Bewilligungsschreiben an das Nationalparkforstamt Eifel im Landesbetrieb Wald und Holz NRW. „Hier entsteht eine einmalige Begegnungsstätte, die den Erhalt der biologischen Vielfalt und gleichzeitig politisch-historische Fragen thematisiert“, so Brickwedde. Dabei hob der DBU-Generalsekretär hervor, dass die außergewöhnliche Verknüpfung zwischen der NS-Geschichte des Ortes und der Zukunft des Nationalparks völlig neue Bildungsansätze ermögliche.

Uhlenberg erfreut über Projekt-Partner DBU

NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg unterstrich die Bedeutung des Informationszentrums: „Das Zentrum wird nicht nur ein wichtiges Aushängeschild für die Nationalparkregion sein. Die Ausstellung wird auch einen großen Beitrag zur Umweltbildung im Nationalpark und zur Entwicklung der internationalen Begegnungsstätte Vogelsang leisten.“ Uhlenberg war erfreut, dass die Nationalparkverwaltung die DBU als Partner gewinnen konnte: „Die DBU hat bereits zahlreiche erfolgreiche Ausstellungen gefördert. Neben der Fördersumme stellen auch die einfließenden Erfahrungen einen Gewinn für das Projekt dar.“

Arbeit kann nun beginnen: Ausstellung soll in drei Jahren fertig sein

Frank-Dietmar Richter, Leiter des Landesbetriebes Wald und Holz NRW, begrüßte den Startschuss: „Personal und Finanzmittel zum Aufbau des Informationszentrums stehen zur Verfügung. Die Arbeit kann jetzt richtig losgehen.“ Parallel zur Sanierung des Forums Vogelsang möchte die Nationalparkverwaltung die Ausstellung innerhalb von drei Jahren fertig stellen. Als Ziel nannten die Beteiligten rund 100.000 Gäste pro Jahr allein in der Nationalparkausstellung.

NS-Dokumentation und regionale Präsentation 'SchauFenster Eifel-Ardennen' geplant

Neben dem Informationszentrum des Nationalparks sind im Forum Vogelsang eine NS-Dokumentation und eine regionale Präsentation „SchauFenster Eifel-Ardennen“ geplant. Gemeinsam bilden sie das Bildungszentrum des internationalen Platzes „vogelsang ip“. „Die Ausstellung des Nationalparks einerseits und die Angebote zur politischen und kulturellen Bildung andererseits werden sich an diesem spannenden Ort gegenseitig ergänzen und den insgesamt rund 300.000 Besuchern Blickwechsel und neue Erfahrungen ermöglichen“, so Albert Moritz, Geschäftsführer der vogelsang ip gGmbH.

Tastend, riechend, hörend und sehend Neues entdecken

Grundlage der Inszenierungen ist eine intensive Wahrnehmung von Phänomenen der Natur über verschiedene Sinne. Tastend, riechend, hörend und sehend werden die Gäste in einer vermeintlich bekannten Umwelt Neues entdecken können. Eingebunden werden soll auch der Panoramablick auf den Urftsee und die angrenzenden Wälder. Zentrale Themen werden Wildnis, Vielfalt und der Nationalpark Eifel sein. Neben Wissensstationen steht das emotionale Erleben der Gäste im Vordergrund. Dabei wird der Blick auch auf andere Kontinente und Nationalparke gerichtet. Weltoffene Perspektiven sollen einen Beitrag zur zukunftsweisenden und kulturübergreifenden Neuprägung des Standortes Vogelsang leisten.

Jährlich mehr als 200.000 Gäste erwartet

Die Ausstellung beinhaltet Aspekte der „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“, indem sie globales Denken und lokales Handeln fördern will. S ämtliche Informationen sollen in den Sprachen Deutsch, Englisch, Niederländisch und Französisch angeboten werden. Die Belange von Menschen mit und ohne Behinderung werden von vornherein berücksichtigt. Das Besucher-Informationszentrum vollendet das Informationsnetzwerk zum Nationalpark Eifel. Bereits eröffnet wurden mehrere Infopunkte und fünf Nationalpark-Tore, die als Kombination aus touristischen Servicestellen und Ausstellungen jährlich insgesamt mehr als 200.000 Gäste anziehen.
Autor: Deutsche Bundesstiftung Umwelt
1452 Aufrufe
Stand: 2. März 2010
Erstellt: 2. März 2010

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