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Eskalation im Knöllchen-Streit gegen Tierschützer





Stuttgart / Gerlingen, 01.02.2010: Rechtsbrecherischer Zirkus bleibt unbehelligt. Weil eine Tierschützerin angeblich Zirkusfahrzeuge behindert haben soll, deren Besitzer sich im September 2009 illegal Zugang zu dem öffentlichen und nicht abgesperrten Parkplatz P 3 am Killesberg verschafft hatten, zerrt die Stadt Stuttgart (Amt für öffentliche Ordnung) nun die Tierschützer von PETA Deutschland e. V. nacheinander vor Gericht.


Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat im Auftrag der Stadt einen Bußgeldbescheid zum Strafgericht Stuttgart abgegeben, der Hauptverhandlungstermin ist für Montag, den 01.02.2010 angesetzt. Besonders pikant: „Africa Big Circus“, der gegen den ausdrücklichen und gerichtlich bestätigten Willen der Stadt mit seinen Wildtieren den Parkplatz am Killesberg okkupierte, hat nach Erkenntnissen von PETA bis heute keinerlei Strafzahlungen leisten müssen.

„Mit völligem Unverständnis muss hier die Stadt Stuttgart scharf kritisiert werden, solche Verfahren überhaupt eingeleitet zu haben. Zu keinem Zeitpunkt wurden in dem dortigen Tohuwabohu Zirkusfahrzeuge behindert“, so der Rechtsberater von PETA, Dr. Edmund Haferbeck. Die Zirkusfahrzeuge des „Africa Big Circus“ hatten sich illegal Zugang zum Parkplatz verschafft – gegen den ausdrücklichen Protest der vor Ort anwesenden Vertreter des Tiefbauamtes. PETA wirft der Stadt Stuttgart vor, die Arbeit der Tierrechtsorganisation seit Jahren massivst zu behindern und ständige Gerichtsscharmützel zu provozieren.

Nun wird sich die Stadt im öffentlichen Verfahren vorhalten lassen müssen, wieso sie sich von einem für seine Straftaten und sonstigen Rechtsbrüche bekannten Zirkus so überrumpeln ließ, wohl keine Zwangsgelder eingetrieben hat und nunmehr gegen friedliche Tierschützer eine Retourkutsche fährt. Dr. Haferbeck: „Wo es um die Ausbeutung von Tieren geht, sind es leider oft Behörden und staatliche Instanzen, die auf der Seite der Täter stehen und Tierschützer desavouieren und stigmatisieren.“
Autor: PETA Deutschland e.V.
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Stand: 1. Februar 2010
Erstellt: 1. Februar 2010
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