Am Öko-Baum die Lichter brennen
Frankfurt a. M., 09.12.2009: - Zum Weihnachtsfest 2009 rät der WWF zum Kauf von Öko-Weihnachtsbäumen aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft. Die Umweltstiftung möchte Verbraucher mit dem Aufruf ermutigen, auch an Weihnachten einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Rund 25 Millionen Weihnachtsbäume kaufen die Deutschen jedes Jahr.Etwa 10 Prozent werden aus dem Ausland importiert, vor allem aus Dänemark, aus den Niederlanden, Irland, Österreich, Polen und Tschechien.
Ein Großteil der in Deutschland gekauften Weihnachtsbäume ist aus ökologischer Sicht alles andere als festlich so Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF Waldexpertin Nina Griesshammer. Die meisten Bäume stammen aus ökologisch bedenklichem Anbau in Weihnachtsbaumkulturen, die zudem massiv mit Düngemitteln und Von den heute bekannten 50 Millionen Chemikalien sind etwas 100.000 von industrieller Bedeutung. Nur wenige Chemikalien sind auf ihre Gesundheits- und Umweltrlevanz untersucht, wurden einem Zulassungsverfahren oder einer ökotoxikologischen bewertung unterzogen.Chemikalien behandelt werden. Der meist per Lastwagen erfolgende Transport macht diese Weihnachtsbäume endgültig ökologisch äußerst bedenklich.
Damit die Bäume optisch ansprechend wachsen und nicht von Schädlingen befallen werden, wird in den allermeisten Fällen die Chemiekeule eingesetzt: Pflanzenschutzmittel (Pestizide) zur Verkämpfung von unerwünschtem Pflanzenwuchs. In Deutschland werden jährlich rund 15.000 Tonnen Herbizide (Jahr: 2001)in der Land- und Forstwirtschaft gegen Unkräuter eingesetzt. Herbizide für konkurrierende Gräser, Pestizide zur Bekämpfung von Insekten. Bei den I. unterscheidet man vier Gruppen von Wirkstoffen: Chlorierte zyklische Kohlenwasserstoffe (wie DDT, HCB, Endrin) Organische Phosphorsäureester (wie Chlorpyrifos, Parathion), Carbaminsäureester (wie Carbofuran, Methiocarb)und Dithiocarbamate (wie Maneb, Ziram).Insektizide gegen Käfer und Läuse, Dünger für den gleichmäßigen Wuchs und die kräftige Farbe der Nadeln. Nicht nur, dass diese Form der Waldnutzung äußerst schlecht für die Natur ist; die mit Chemikalien behandelten Bäume stehen tagelang im Wohnbereich der Menschen.
Wer Weihnachten unter einem unbelasteten und ökologisch verantwortungsvoll gewonnenen Baum verbringen möchte, dem rät der WWF zu Weihnachtsbäumen aus ökologischer Waldnutzung. Am besten eignen sich dafür aus Sicht des WWF mit dem Forest Stewartship CouncilFSC-Siegel versehene heimische Bäume wie Fichten und Tannen. Das FSC-Siegel garantiert, dass der Baum aus einem Betrieb stammt, der eine Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.umwelt- und sozialverträgliche Waldwirtschaft betreibt. Wer sich für einen solchen Tannenbaum interessiert, sollte bei den lokalen Förstereien nach Verfügbarkeiten fragen.
Weihnachtsstimmung und Mit Beginn der staatlichen Umweltpolitik ca. 1970 geprägter Begriff für Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und damit der Lebensgrundlagen von Organismen einschließlich des Menschen, wobei bedingt durch die anthropozentrische Sichtweise die Eigenrechte der Natur zu wenig Berücksichtigung finden. Umweltschutz schließen sich nicht aus, so Nina Griesshammer. Viele Forstbetriebe bieten den Kunden an, die Bäume selbst auszuwählen und selbst zu schlagen. Dann steht im Wohnzimmer ein mit den eigenen Händen gefällter Weihnachtsbaum frisch aus dem Wald, der noch dazu frei von Düngern und Pestiziden ist und einen geringen Transportweg hinter sich hat.
Der WWF weist ausdrücklich darauf hin, dass Bäume nur bei offiziellen Verkaufsstellen geschlagen werden dürfen. Wer einfach in den Wald geht und einen Baum schlägt, macht sich des Diebstahls strafbar.
Autor: WWF Deutschland
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Stand: 9. Dezember 2009
Erstellt: 9. Dezember 2009
Erstellt: 9. Dezember 2009




Artikel Nr.: 16423
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