Inserate
Top-News Recycling und Entsorgung
Wer nicht trennt, zahlt doppelt
Thema Wertstofftonne in Berlin: Absage an kommunale oder private Monopolstrukturen
Illegalen Export von E-Schrott verhindern
Kunststoffrecycling hat Bewährungsprobe bestanden
Der Abstieg des Mehrweg-Weltmeisters: Umweltministerium kapituliert vor der Einweg-Flut - Geschäft mit PET-Flaschen für Discounter eine Goldgrube
Die Altpapier-Marktlage in und um Japan
Start der elektronischen Überwachung gefährlicher Abfälle zum 1. April 2010
Stoffliche Verwertung von Altholz ist in Gefahr
Wie aus Fäkalien blühende Landschaften werden
Bundesbürger für die "Gelbe Tonne"
Wettbewerb „Recyclingpapier-Champions 2010“ geht in das olympische Finale
Duales System funktioniert: Deutschland ist Recyclingweltmeister
NABU deckt skandalösen Umgang mit Abfall auf
Das Wunder von Leipzig 1989 - Keine Gewalt
Inhaltsverzeichnis der Rubrik: Recycling und Entsorgung
Studie ermittelt Wege zur Verbesserung des Lizenzierungsgrades von Verkaufsverpackungen
Essen ist „Recyclingpapier-freundlichste Stadt Deutschlands“ 2009
Müllwirtschaft: Monopole schaden der Volkswirtschaft
Müll-Kämpfe, Rädelsführer, Preisdumping und ein geheimnisvoller Entsorgungskonzern
Wem gehört der Verpackungsabfall? Bizarrer Streit um Müll
Inserate

Müllberge werden zu Energiebergen

Es geht auch anders: Windräder können Landschaften verschönern, z.b. Landschaften mit Müllbergen.
In München wurde 1991 ein Windrad auf einem Müllberg errichtet; auf einem Karlsruher Müllberg drehen sich bereits zwei Windräder, eine Dritte Anlage ist geplant. Was aber, wenn ein 60 Meter hoher Müllberg absackt? Der Karlsruher Windradbetreiber, Thomas Müllerschön weiß sich zu helfen. "Der Berg wird in den nächsten Jahren um drei Meter sacken - da musste ein spezielles Fundament entwickelt werden." Andernfalls wären die Windräder bald gefährliche schiefe Türme und das Geschrei der Windradgegner wäre wieder einmal riesig.

Die Karlsruher Windräder laufen zwischen Rheinhafen, einem Industriegebiet und einer Raffinerie - auf dem Berg aus Hausmüll. Die Gegend wurde dank der Windräder wieder attraktiver. Und die Stadt Karlsruhe sieht darin sogar einen Image-Gewinn für sich als Zentrum einer Technologie Region mit Zukunft.

Neben dem Müllberg wären die Windräder bei einer Höhe von 50 Metern über dem Meeresspiegel unrentabel - ist weht zu wenig Wind. Rentable jedoch werden die Windmühlen, weil sie auf dem 60 Meter hohen Müllberg - damit ein 110 Meter über dem Meer - errichtet wurden. Die erste 750 Kilowatt-Anlage lieferte im erst en Jahr 1,2 Millionen Kilowattstunden Strom - soviel wie etwa 1000 Menschen jährlich verbrauchen. Würden noch Solaranlagen auf dem Karlsruher Müllberg installiert und Strom aus dem Deponiegas gewonnen, könnten sogar 70.000 Menschen versorgt werden, haben die Stadtwerke errechnet. Hohe Müllberge gibt es nicht nur in Karlsruhe und München.
Jetzt interessieren sich auch Freiburg, Freudenstadt und Frankfurt für den Strom vom Müllberg.


Autor: Franz Alt

Weiterführende Informationen:


Die letzten 5 Meldungen zum Thema "Energie+Recycling":

Komplette Suchausgabe zum Thema "Energie+Recycling"

Stand: 25. Maerz 2003
Erstellt: 15. September 2000