Umweltjournal.de | Recycling und Entsorgung  | Artikel Nr.: 86

NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn für Anschlußzwang an die Biotonne





Höhn für Anschlusszwang an die Biotonne - Bürger sparen Gebühren
Düsseldorf (dpa/lnw) - NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn (Bündnis 90/Die Grünen) will möglichst allen Haushalten eine Biotonne vor die Tür stellen lassen. Die flächendeckende Verwertung von Bio- und Grünabfällen lohne sich für die Bürger, sagte die Ministerin am Montag in Düsseldorf.

Städte wie Aachen und Bonn, in denen es einen Anschluss und Benutzungszwang für die Biotonne gebe, hätten relativ niedrige Müllgebühren - trotz nicht mehr ausgelasteter Müllverbrennungsanlagen. Höhn stellte in Düsseldorf eine detaillierte Untersuchung über das Müllaufkommen und die Abfallverwertung in Nordrhein-Westfalen vor. Danach wird derzeit in mehr als 80 Prozent der Städte und Gemeinden Biomüll eingesammelt, allerdings nur in wenigen Kommunen flächendeckend.

Wo es eine flächendeckende Biomüllabfuhr gebe, sei die anfallende Restmüllmenge deutlich zurückgegangen, berichtete Höhn. In Aachen fielen beispielsweise nur noch 180 Kilogramm Restmüll pro Einwohner und Jahr an. In Bochum, wo es keine getrennte Bioabfallsammlung gebe, müssten dagegen 275 Kilo pro Kopf und Jahr deponiert werden.
Autor: André Sepeur
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Stand: 25. März 2003
Erstellt: 22. August 2000
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