NABU deckt skandalösen Umgang mit Abfall auf
Berlin, 30.12.2009: Der NABU hat drastische Missstände bei dem Umgang von Unternehmen mit von ihnen auf den Markt gebrachtem Müll aufgedeckt. So streichen einige Unternehmen die Lizenzgebühren, mit denen sie sich an der Entsorgung des Mülls beteiligen müssten, zwar beim Verbraucher ein, stecken sich das Geld anschließend jedoch in die eigene Tasche."Dieses Verhalten ist skandalös und hat fatale Folgen für die Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Wenn ein Unternehmen seine Man unterscheidet Mehrweg(MW)-V. (z.B. Pfandflaschen) und Einweg(EW)-V. (z.B. Plastiktüten, Aludosen, Konservendosen oder Getränkekartons).Verpackungen nicht lizenziert, diese aber dennoch recycelt werden, verschönt das die deutschen Recyclingquoten. Zudem schade dieses Verhalten dem fairen Wettbewerb der Unternehmen untereinander.
Das sieht auch der Gesetzgeber so und kann von überführten Unternehmen Bußgelder erheben. Jedoch ist es schwer, die schwarzen Schafe zu entlarven. Bislang tauchen lediglich etwa 2200 Unternehmensnamen in der extra zum Zwecke des besseren Vollzugs beim Deutschen Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor). Industrie und Handelskammertag (DIHK) angelegten Datenbank auf. Tatsächlich gibt es jedoch mindestens 3500 zur Registrierung verpflichtete Unternehmen, so NABU-Abfallexperte Benjamin Bongardt. Seit Mai 2009 sind Unternehmen im Zuge der novellierten Die Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen, kurz V. (VerpackV), verabschiedet im Juni 1991, zielt darauf ab, die Verwendung umweltverträglicherer Stoffe bei der Herstellung von Verpackungen festzuschreiben und das Verpackungsaufkommen (Verpackungsmüll) zu minimieren durch Verpflichtung zur:Verpackungsverordnung verpflichtet, die von ihnen in Verkehr verursacht Umweltauswirkungen, die v.a. durch die Transportaktivitäten und durch den Ausbau und Erhalt der Verkehrsinfrastruktur entstehen. Verkehr gebrachten Mengen in der Datenbank anzumelden. Der NABU hat deshalb stichprobenartig 69 Unternehmen kontrolliert und mehrmals angeschrieben. Die Hälfte davon hat sich bis heute nicht zurückgemeldet. Wäre die Datenbank der DIHK für die Öffentlichkeit einsehbar und auf elektronischem Wege für die Behörden auswertbar, wäre dies ein Schritt in die richtige Richtung, so Bongardt zu einer möglichen Verbesserung des Systems.
Normalerweise werden die Kosten für die Verwertung von Verpackungen aus Gelber Tonne, Altglascontainer und Papiertonne von Herstellern und Unternehmen an die Verbraucher weitergereicht. Dass zahlreiche Unternehmen offenbar nicht mehr so verfahren, ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass ein abfallpolitischer Konsens in Deutschland offensichtlich ausgedient hat. Würde so etwas im technischen Mit Beginn der staatlichen Umweltpolitik ca. 1970 geprägter Begriff für Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und damit der Lebensgrundlagen von Organismen einschließlich des Menschen, wobei bedingt durch die anthropozentrische Sichtweise die Eigenrechte der Natur zu wenig Berücksichtigung finden. Umweltschutz aufgedeckt werden, etwa bei der Einhaltung von Emissionsgrenzwerten, würden wir dies auch nicht akzeptieren, sagte Bongardt. Der NABU fordert daher von Unternehmen sowohl mehr Abfallvermeidung bedeutet, Abfälle gar nicht erst entstehen zu lassen. Fälschlicherweise wird häufig die Abfallverwertung als Abfallvermeidung bezeichnet. Bei der Abfallverwertung handelt es sich jedoch lediglich darum, eine sinnlose Deponierung der bereits entstandenen Abfälle zu vermeiden. Abfallvermeidung als auch ein faires, hochwertiges Bei der Produktion und beim Verbrauch von Gütern entstehen Abfälle. Die Rückführung dieser Abfälle in den Stoffkreislauf (Produktion - Verbrauch) durch Verwertung nennt man R.Recycling.
Autor: NABU Naturschutzbund Deutschland e.V.
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Stand: 30. Dezember 2009
Erstellt: 30. Dezember 2009
Erstellt: 30. Dezember 2009




















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