|
Hamburg/Irkutsk, 13.08.2002: Rund 200 Teilnehmer eines Umweltcamps haben am vergangenen Wochenende einen der schönsten Plätze des Baikalsees, die Insel Olchon in der Region Irkutsk, von Abfällen befreit. 405 Müllsäcke füllten Greenpeace-Aktivisten und freiwillige Helfer innerhalb von zehn Stunden auf einer Strecke von acht Kilometern.Bis zum 17. August wollen sie die gesamte Westküste der Insel gereinigt haben. Der Baikal gilt als eines der Naturwunder der Erde. "Ich bin hier, weil all diese Abfallhalden am Baikal eine nationale Schande sind", sagte einer der Freiwilligen. "Der See ist zu schön, um als Müllgrube zu dienen."
Die Umweltschützer kommen aus Russland, Italien, Deutschland, den USA und den Niederlanden. Die Insel Olchon ist wegen ihrer landschaftlichen Schönheit, ihres milden Klimas und ihrer zahlreichen archäologischen Fundstätten ein beliebtes Reiseziel. Bis zu 50.000 Touristen jährlich verbringen hier ihren Urlaub. Die Kehrseite ist ein hohes Müllaufkommen, für dessen
siehe Atommüll, Abfall, kommunale Abfallbeseitigung, AbwässerreinigungEntsorgung es bisher keine gesetzlichen Regelungen gibt. Die Folge sind zahllose, über die Insel verstreute Müllkippen.
Eine Umweltcamperin berichtet, dass kilometerweit an Schienen und Straßen entlang, in den Wäldern und am Strand, Müll herumliegt: "
Glas ist ein anorganisches Schmelzprodukt, das sich, ohne merklich zu kristallisieren, abkühlen lässt und erstarrt. Glas, Plastik, Dosen, Motorteile, Kleidungsstücke,
siehe Kunststoff, Polyethylen, PVC, Gartenteich.Plastikfolie, Dachbedeckungen - alles was nur irgend weggeworfen werden kann, haben wir dort gefunden."
Ziel der Greenpeace-Aktion ist nicht nur die vorübergehende Reinigung des Gebiets. Vielmehr geht es um die Schaffung eines effizienten Systems zum Sammeln, Trennen und Wiederaufbereiten des Abfalls. Konkrete Vorschläge sollen den lokalen und regionalen Behörden überreicht werden. Eine spezielle Müllpresse zur Abfallbehandlung wird nach dem
Photochemischer Abbau, Chemischer Abbau, Physiologischer Abbau.Abbau des Camps von der Umweltvereinigung 'Berkut' übernommen und weiter betrieben werden. Die Presse soll allen zur Verfügung stehen, denen die
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt der Insel am Herzen liegt.
Der Baikalsee im Süden Sibiriens ist ein See der Superlative. Im Dezember 1996 wurde er von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt - ein Erfolg, für den Greenpeace Russland viele Jahre lang gekämpft hat. Mit über 25 Millionen Jahren ist er der älteste und mit einer Tiefe bis zu 1673 Metern auch der tiefste Süßwassersee der Erde. Er ist 44 mal so groß wie der Bodensee, und sein Wasserinhalt umfasst zwanzig Prozent der weltweiten Süßwasserreserven. Würde man sein
Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.Wasser gleichmäßig über die Erde verteilen, so wäre sie 20 Zentimeter hoch bedeckt.
Die Tier- und Pflanzenwelt im und um den See ist einzigartig. Über 2.600 Arten leben hier, und rund zwei Drittel kommen nirgendwo sonst auf der Welt vor. Eine besondere Bedeutung hat der Baikal auch als Rastplatz für viele Millionen von Zugvögeln. Die Umgebung des Sees, der fast vollständig von einer Gebirgskette umrahmt wird, ist vor allem im Norden noch weitgehend unberührt. Am Nordostufer gibt es ein Bären- und am gegenüberliegenden Ufer ein Zobelreservat.
Doch die Idylle trügt: Der Südteil des Baikalsees wird stark durch die
Chemisches Element der VII. Hauptgruppe (Halogene), Symbol Cl, Ordnungszahl 17, Schmelzpunkt -100,98 Grad C, Siedepunkt -34,06 Grad C, giftiges, stechend riechendes, gelbgrünes Gas (Cl2), MAK-Wert 0,5 ppm (ml/m3). chlor- und dioxinhaltigen Einleitungen einer großen Zellulosefabrik belastet, deren Gebiet folgerichtig von der UNESCO aus der Ernennung zum Weltnaturerbe ausgenommen wurde. Greenpeace und andere Umweltverbände fordern daher die Schließung des Werks und Investitionen in umweltfreundliche Wirtschaftszweige.