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Politik und Wirtschaft
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Artikel Nr.: 171
Mehr Umweltproblem
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In einem Interview mit der Zeitschrift
"Neue Energie" sagte der
Direktor des UN-Umweltprogramms ((United Nations Environmental Program) Die U. ist das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UN) und wurde 1972 gegründet. UNEP), Klaus Töpfer, dass das Umweltbewusstsein weltweit zugenommen habe, aber zugleich auch die Umweltprobleme. Wer oberste Umweltschützer der Welt führt diese Diskrepanz zum großen Teil auf die Globalisierung der Wirtschaft, auf das Bevölkerungswachstum und auf mangelnde Entwicklungspolitik der Industrieländer zurück. Töpfer wörtlich: "Es ist ganz unstrittig, dass die Liberalisierung der Weltmärkte nicht wie erhofft zu einer besseren Bewältigung der sozialen, der wirtschaftlichen und ökologischen Probleme geführt hat. Im Gegenteil: Während sich der Welt Handel in den vergangenen Jahren verfünfzehnfacht hat, gibt es nach wie vor zwei Milliarden Menschen auf der Welt, die täglich mit weniger als einem Dollar auskommen müssen. Unstrittig ist auch, dass der Welthandel zu einer Verschärfung von Umweltproblemen geführt hat. Nehmen wir nur den Bereich Abwasserprobleme in der Textilwirtschaft: Die Verlagerung von Produktionsstätten in die
siehe Agrarpolitik, GATT, Regenwald, Bevölkerungszunahme, Weltmodelle, Pestizidexport, grüne Revolution in der Dritten Welt, Abfalltourismus, Giftmüllexport, Kohlendioxid-Problem, DeichbauDritte Welt verschärft dort oft genug die Verknappung der Trinkwasserreserven."
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Der
(United Nations Environmental Program) Die U. ist das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UN) und wurde 1972 gegründet. UNEP- Direktor kritisierte vor allem, dass die
Industriestaaten seit dem Umweltgipfel von Rio nicht wie versprochen auf
0,7 Prozent ihres Bruttosozialprodukts (BSP) erhöht, sondern insgesamt
vermindert hätten.
Deutschland zum Beispiel leiste
noch 0,2 Prozent ihres Bruttosozialprodukts an Entwicklungshilfe. Lediglich die kleineren Länder Dänemark, Norwegen, Niederlande, Schweden und Luxemburg erfüllen ihre Verpflichtungen gegenüber der Dritten Welt. Aber neben Deutschland geben auch Großbritannien, Spanien, Italien und - als Schlusslicht - die USA besonders wenig.
Töpfer warb dafür, dass der
neue Klimagipfel in Den Haag (Mitte November) den
Klimaschutz bezeichnet Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegen wirken sollen. Im Mittelpunkt steht derzeit die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen.Klimaschutz endlich ernst nehmen müsse: über Energiesparen und regenerative Energien könnten die in Kyoto vor drei Jahren vereinbarten Klimaschutzziele erreicht werden. Notwendig seien jetzt aber endlich konkrete Beschlüsse.
Autor: Franz Alt
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Stand: 25. März 2003
Erstellt: 8. November 2000
Weiterführende Informationen:
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