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Berlin, 20.12.2001: Das 1974 gegründete Bundesbehörde, zu deren Aufgaben die Beratung der Bundesregierung in Fragen der Abfallentsorgung (Abfall, Hausmüll) und Wasserwirtschaft (Wasser, Trinkwasser, Gewässerbelastung), der Luftreinhaltung und Lärmbekämpfung gehört. Umweltbundesamt legt für das Jahr 2000 die Auswertung umweltrelevanter Kriminalstatistiken vor.Zum zweiten Mal in Folge ist auch im Jahr 2000 die Zahl der bekannt gewordenen Umweltdelikte gesunken. Seit 1990 stieg diese Quote kontinuierlich an und sank erstmals im Jahr 1999. Insgesamt wurden im Jahr 2000 rund 41.150 Umweltdelikte erfasst (1999: 43.380, 1998: 47.900). Gleichzeitig erhöhte sich die Aufklärungsquote von knapp 59 Prozent im Jahr 1999 auf 61 Prozent – auch hier setzt sich eine positive Entwicklung fort. Dies geht aus der Studie "Umweltdelikte 2000" hervor, die das
1974 gegründete Bundesbehörde, zu deren Aufgaben die Beratung der Bundesregierung in Fragen der Abfallentsorgung (Abfall, Hausmüll) und Wasserwirtschaft (Wasser, Trinkwasser, Gewässerbelastung), der Luftreinhaltung und Lärmbekämpfung gehört. Umweltbundesamt (UBA) jetzt herausgab. An der Spitze der Umweltdelikte liegt weiterhin der unerlaubte Umgang mit gefährlichen Abfällen. Für die Auswertung hat das (UBA) Daten der Landeskriminalämter, der Landesstatistikämter, des Bundeskriminalamtes und des Statistischen Bundesamtes herangezogen. Nachdem nun zwei Jahre in Folge die Umweltkriminalität erheblich gesunken ist, darf auf eine anhaltende Trendwende gehofft werden. Die Daten der nächsten Jahre werden zeigen, ob sich diese Entwicklung langfristig bestätigt.
Ein Problem der Auswertung bildet immer noch die hohe Dunkelziffer bei Umweltstraftaten. Das liegt zum Beispiel daran, dass es bei Umweltdelikten, wie
Der Begriff Luftverschmutzung fasst eine Vielzahl von Verunreinigungen der Luft mit umwelt- und gesundheitsgefährdender Substanzen zusammen.Luftverschmutzung oder Gewässerverunreinigung, selten einen konkreten, unmittelbar Geschädigten gibt – geschädigt ist hier vielmehr die Allgemeinheit. Die Anzeigebereitschaft wird insofern "nur" durch ein allgemeines Umweltbewusstsein gefördert. Eine Anzeigemotivation aufgrund persönlicher Betroffenheit ist jedoch seltener als im allgemeinen Strafrecht.
Ein weiteres Ergebnis: Staatsanwaltschaft und Gerichte stellen Verfahren wegen Umweltdelikten überdurchschnittlich oft ein oder sprechen den Angeklagten frei. Dabei ist über die letzten zehn Jahre sowohl bei den Gerichtsverfahren insgesamt als auch bei den Verurteilungen ein leichter Aufwärtstrend festzustellen. Im Fall einer Verurteilung wird in der Regel nur eine Geldstrafe verhängt.
Insgesamt verteilen sich die exakt 41.152 bekannt gewordenen Straftaten auf 34.415 Taten nach dem 29. Abschnitt des Strafgesetzbuches (Straftaten gegen die
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt), 49 umweltrelevante Taten nach dem 28. Abschnitt des Strafgesetzbuches (Gemeingefährliche Straftaten) und 6.688 Straftaten nach dem Umweltnebenstrafrecht, wie z.B. Straftaten nach dem
(ChemG). Gesetz zum Schutz vor gefährlichen Stoffen von 1980. Chemikaliengesetz und dem
Der Bund als Rahmengesetzgeber hat das B. am 20.12.1976 erlassen (letzte Änderung vom 21. September 1998; BGBl. I 1998 S. 2994). Bundesnaturschutzgesetz. Erneut haben dabei die Straftaten des Nebenstrafrechts entgegen dem insgesamt abnehmenden Trend leicht zugenommen (1998: 6.448 Fälle; 1999: 6.671 Fälle).
Auch im Jahr 2000 war der unerlaubte Umgang mit gefährlichen Abfällen (früher "umweltgefährdende Abfallbeseitigung") Spitzenreiter mit 24.190 Fällen, also circa 71% aller im 29. Abschnitt des StGB erfassten Delikte (1999: 25.882 Fälle). Bei der als zweithäufigstem Delikt erfassten Gewässerverunreinigung wurden 5.912 Fälle gegenüber 5.862 Fällen im Jahr 1999 bekannt - entgegen dem Gesamttrend ist eine leichte Zunahme zu verzeichnen. Erneut findet sich die Bodenverunreinigung auf Platz 3 mit 2.294 Fällen (1999: 2.336 Fälle).
Abbildung: Prozentuale Verteilung der Umweltdelikte 2000 in Deutschland (nach dem 29. Abschnitt des StGB){b1}
Wie schon im Vorjahr wurden im Jahr 2000 in Schleswig-Holstein, Berlin und Sachsen-Anhalt pro Kopf der Bevölkerung verhältnismäßig viele Umweltdelikte (nach dem 29. Abschnitt des StGB) bekannt, in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen waren es relativ wenige.
Bei der Aufklärung war Sachsen-Anhalt mit einer Aufklärungsquote von 83,7 % führend, gefolgt von Bayern und dem Saarland. Berlin hatte mit einer Aufklärungsquote von 28,2 % gefolgt von Hamburg und Bremen die niedrigste Aufklärungsquote.
! Die Studie "Umweltdelikte 2000" ist in der Reihe TEXTE des Umweltbundesamtes als Nr. 66/01 erschienen, umfasst 145 Seiten und kostet 10,26 €. Sie kann gegen Einsendung eines Verrechnungsschecks an die Firma Werbung und Vertrieb, Ahornstraße 1-2, 10787 Berlin, bestellt werden. Eine Bestellung ist auch möglich über die Internetadresse
http://www.umweltbundesamt.de. Bitte bei der Bestellung TEXTE 66/01 angeben und den Absender nicht vergessen.
@Umweltlexikon?- Umweltkriminalität