Umweltjournal.de | Politik und Wirtschaft  | Artikel Nr.: 399

Liegt Schilda in Brüssel?





Die Europäische Kommission in Brüssel wird größenwahnsinnig. Sie hat dem Umweltbundesamt in Berlin verboten, folgenden Hinweis auf ihre Internet-Seite stehen zu lassen:
    "Kaufen Sie Getränke aus der Region, denn: Jeder Kilometer zählt! Weniger Transporte bedeuten weniger Verkehr und damit weniger Belastung für die Umwelt. Der positive Nebeneffekt: Sie stärken die Wirtschaft Ihrer Region."

Das sei Wettbewerbsverzerrung, behaupten die Politkommissare in Brüssel. Ist der Markt heilig - auch auf Kosten der Umwelt?

Im oben zitierten sachlich richtigen Hinweis sieht Brüssel bereits einen Verstoß gegen den freien Wettbewerb. Skandalös ist, dass das Umweltbundesamt auf Anweisung des Bundesumweltministeriums den Hinweis inzwischen entfernen musste. Das ist schon eine seltsame Gemeinschaft, die einen grundrichtigen Verbraucher-Tipp als Verstoß gegen Gemeinschaftsrecht empfindet.

Verstößt denn die geplante deutsche Agrarwende auch gegen das Gemeinschaftsrecht? Hier werden ja auch regionale Produkte bevorzugt – zu Gunsten der Umwelt.

"Regional ist erste Wahl", predigt Frau Künast.

Wir als Verbraucherinnen und Verbraucher haben jetzt zwei Möglichkeiten:
    Erstens: Regionale Produkte kaufen und
    Zweitens: auf vielen Internetseiten und in Leserbriefen an Zeitungen auf die absurden Umweltvorstellungen in Brüssel hinzuweisen.

Autor: oekoserve GmbH
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Stand: 25. März 2003
Erstellt: 19. Juni 2001
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