Umweltjournal.de | Politik und Wirtschaft  | Artikel Nr.: 411

Offshore-Windstrom für Schweden und Dänemark - Bedenken in Deutschland





16 Offshore-Wind-Projekte gibt es in Deutschland: fünf Windparks sind in der Ostsee und 11 in der Nordsee geplant.
Während Dänemark und Schweden bereits die ersten Offshore-Windparks eingeweiht haben, werden in Deutschland noch immer Bedenken vorgebracht - zum Beispiel vom NABU, der auf einer Offshore-Wind-Konferenz in Berlin soeben scharfes Geschütz gegen Windkraftanlagen auf See vor brachte.

Die dänischen und schwedischen positiven Erfahrungen werden in Deutschland einfach ignoriert. NABU-Vertreter befürchten - wieder einmal - Probleme für die Vögel durch Windräder. Doch weder in Dänemark noch in Schweden haben Vögel Probleme mit WKA auf hoher See. Vögel sind einfach intelligenter als manche deutschen Umweltfundis vermuten. Sie lassen die Windräder auf dem Meer genau links liegen wie die an Land. Auch in Deutschland sind die Meeres-Standorte entsprechend ausgewählt. Aber nach dem alten deutschen Motto "Hauptsache dagegen!" dauert in Deutschland alles etwas länger - vielleicht bis zum nächsten Atomunfall.

Vielleicht telefoniert der NABU mal mit Greenpeace Schweden . Als am 21. März 2001 vor der schwedischen Insel Öland ein Offshore-Windpark eingeweiht wurde, der 6000 schwedische Haushalte mit Ökostrom versorgt, war Greenpeace dabei. Auf ihren Transparenten stand: "Wind - not nukes" - "Windkraft fördern - Atomkraft abschalten".

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Autor: Franz Alt
1879 Aufrufe
Stand: 25. März 2003
Erstellt: 27. Juni 2001
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