Umweltjournal.de | Politik und Wirtschaft  | Artikel Nr.: 387

Über 12.000 Unterschriften für die Agrarwende





"Die Bemühungen für ein Umdenken in der Landwirtschaft dürfen nicht nachlassen," betont Nikolai Fuchs, Geschäftsführer des Forschungsrings für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise.

Er untermauert diese Forderung mit mehr als 12.000 Unterschriften unter dem "Manifest zur Lebens-Landwirtschaft", das erbraucherschutzministerin Renate Künast per Zeitungsanzeige überreicht wird.

Zu den Unterzeichnern gehören neben Dr. Franz Alt, öko-bewegter Fernsehjournalist, der Schweizer Urs Niggli vom Forschungsinstitut für Biologischen Landbau, Bioland-Vorstand Thomas Dosch und Cornelia Roeckl von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Aus der Bio-Branche unterstützen namhafte Demeter-Hersteller wie Voelkel, Bauck, Söbbecke oder Wolfgang Gutberlet von tegut die Initiative.

"20 Prozent Öko-Landbau sind gut, aber damit ist es nicht getan. In der Landwirtschaft muß sich insgesamt mehr am Leben und am angemessenen Umgang damit orientiert werden, ganz im ursprünglichen Sinne einer Lebens-Wissenschaft," meint Fuchs. Die Landwirtschaft der Zukunft müsse eine Lebens-Landwirtschaft sein, die geprägt ist vom Respekt vor dem Lebendigen und als Teil des Ganzen im Einklang mit den Kräften des Lebens handelt, beschreibt der Forschungsring für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise mit der Demeter-Markengemeinschaft im "Manifest für eine Lebens-Landwirtschaft der Zukunft" die Richtung der Agrar-Wende. Die Initiatoren der Aktion aus dem ältesten ökologischen Anbauverband geben der vieldiskutierten Agrarwende damit eine klare Richtung. Fast 12 000 Menschen folgen diesen Gedanken und haben das Manifest bereits unterschrieben. "Das wird Renate Künast den Rücken stärken," hofft Fuchs.

Das Manifest kann weiter im Internet unter DEMETER und unter Forschungsring f. Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise
ausgefüllt und verschickt oder beim
Forschungsring f. Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise
Brandschneise 2, 64295 Darmstadt
Telefon 06155/84690
Fax 06155/846911
angefordert werden.

Zu diesem Thema ein interessanter Artikel auf der "Sonnenseite" von Franz Alt: Alle Macht den Verbrauchern - Die Agrarwende ist möglich
Autor: Franz Alt
1424 Aufrufe
Stand: 25. März 2003
Erstellt: 11. Juni 2001
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