Umweltjournal.de | Politik und Wirtschaft  | Artikel Nr.: 215

Ausser Spesen nichts gewesen - WWF verurteilt Egoismus von USA und Japan





Die Delegationen aus 160 Laendern haben sich auf der internationalen Klimakonferenz in Den Haag nicht auf eine konkrete Reduzierung der Treibhausgase einigen koennen. Am Samstag ging die Konferenz ohne Ergebnis zu Ende. "Das Scheitern geht eindeutig auf das Konto der US-Amerikaner," betonte Regine Guenther vom WWF.
Die Verhandlungen haetten sich zu einem "Alptraum" entwickelt, weil die USA, Japan, Kanada und Australien versucht haben, Regelungen durchzusetzen, mit denen sie ihren Kohlendioxidausstoss nur auf dem Papier reduzieren wuerden. Der WWF hat vorgerechnet, dass die Umsetzung dieser Plaene in Wahrheit zu einem hoeheren Kohlendioxidausstoss fuehren wuerde.

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"Kioto darf nicht sterben"
WWF macht mit einer Allegorie auf den kritischen "Gesundheitszustand"
des Kioto-Protokolls aufmerksam

Mit einer ungewoehnlichen Aktion sorgten WWF-Aktivisten beim Klimagipfel in Den Haag heute fuer Unruhe. "Aerzte" der internationalen Naturschutzorganisation schrieben das Kioto-Protokoll kurzerhand krank. Die Vereinbarung, die regelt, in welchem Mass die Industrielaender ihren Kohlendioxidausstoss reduzieren sollen, leide an den unakzeptablen Vorschlaegen einiger Verhandlungsdelegationen. Es werde permanent nach Hintertueren gesucht, um sich den Verpflichtungen zur Reduzierung von Treibhausgasen zu entziehen. Die Klimaschuetzer vom WWF verordneten dem Protokoll eine Kur aus staatlicher Zuwendung, bestehend aus einer kraeftigen Ration erneuerbaren Energie und Energieeinsparung. Nur so koenne das Kioto-Protokoll den Gipfel einigermassen unbeschadet ueberstehen.

Weitere Informationen und ein Foto der Aktion unter: Kioto

Das elfte Gebot: Energiesparen
WWF und ARC initiieren Klimaschutzprogramm der Weltreligionen

Beim Klimaschutz wollen es die religioesen Fuehrer aus aller Welt nicht bei Gebeten belassen: Auf dem Klimagipfel in Den Haag kuendigten Vertreter von Christen, Moslems, Hindus und sechs weiteren Glaubensgemeinschaften an, Energie zu sparen und ihre Emissionen um 15 Prozent zu reduzieren. Die Aktion ist das Ergebnis einer Initiative des WWF und der Allianz fuer Religion und Naturschutz (ARC). Mit der Initiative sollen die festgefahren Verhandlungen zum Klimaschutz wieder Schwung bekommen. Neben der Energieeinsparung machen sich die Glaubensrichtungen, die fast drei Milliarden Glaeubige repraesentieren, fuer den verstaerkten Einsatz erneuerbarer Energien stark.

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Autor: WWF Deutschland
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Stand: 25. März 2003
Erstellt: 4. Dezember 2000

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