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Der scheidende US-Präsident Bill Clinton möchte als Umweltschützer in die Geschichte eingehen. Doch Bill Clintons Waldschutz-Programm stößt im Westen der USA auf große Widerstände (siehe unsere Nachricht vom 12. Januar 2001) Das US-Magazin "Time" schrieb, Clinton habe für die
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt "mehr getan als jeder andere Präsident" seit Theodore Roosevelt vor 100 Jahren für den Ausbau der Nationalparksysteme sorgte. Von Umweltschützern wird Clinton hauptsächlich für seine Waldschutzprogramme gelobt, von parteipolitischen Gegnern dagegen scharf kritisiert.
Bislang konnten die
Holz ist das Zellgewebe von Bäumen. Es besteht zum größten Teil aus Zellulose und zelluloseähnlichen Stoffen.
Holz- und Minenindustrie unter den republikanischen Präsidenten Reagan und Bush in den Staatswäldern recht ungehindert arbeiten und kahl schlagen. Clintons jüngste Anordnung will aber mehr als ein Drittel aller Staatswälder total schützen. Also, keine Straßen, kein Abholzen, keine Tagebau-Minen.
Viele regionale Politiker, hauptsächlich Republikaner, aber auch Alaskas demokratischer Senator Tony Knowles, kündigten an, gegen die Clinton-Anordnung vor Gericht zu ziehen. Senator Craig Thomas aus Wyoming meinte: Clintons Waldschutz sei "der letzte Atemzug einer feindseeligen Clinton-Politik, mit der Menschen von öffentlichem Land vertrieben werden sollen".
Auch der neue Präsident George W. Bush wird Clintons letzte Anordnung kaum kippen können. Er ist auf die Zusammenarbeit mit führenden demokratischen Politikern in Washington angewiesen. Und diese Stützen Clintons Entscheidung, zum Beispiel Al Gore.
+ 12.01.2000 + Clinton will Wälder schützen +Eine der letzten Amtshandlungen des scheidenden US-Präsidenten Bill Clinton gilt dem Schutz der Wälder: Ein Drittel des Staatswaldes, das sind 56 Millionen Hektar, soll von jeglicher wirtschaftlicher Nutzung ausgeschlossen werden. Abholzung und Straßenbau sind verboten, der
Verkehr verursacht Umweltauswirkungen, die v.a. durch die Transportaktivitäten und durch den Ausbau und Erhalt der Verkehrsinfrastruktur entstehen. Verkehr ist eingeschränkt.
Als Ausgleich für die wirtschaftlichen Einbußen der betroffenen Bevölkerung stellt die US-Regierung 147 Millionen Mark zur Verfügung.
Der künftige US-Präsident Bush gab einen vor Geschmack auf das, was von ihm umweltpolitisch zu erwarten ist. Bush ließ Clintons Entscheidung durch seinen Sprecher kritisieren und erklären, diese Umweltentscheidung eventuell wieder rückgängig zu machen.
Was Clinton entschied, ist eine der weitreichendsten Umweltmaßnahmen, die eine US-Regierung je getroffen hat. Deutschland könnte davon lernen.