Umweltjournal.de | Politik und Wirtschaft  | Artikel Nr.: 385

Die Biomasse boomt bald





Nach Wind- und Sonnenenergie wird in Deutschland auch die Biomasse-Energie bald boomen. Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz wurden schon im Jahr 2000 Tausend Biogasanlagen errichtet.
Biomasseenergie bedeutet: Energie wird aus Holz und Gras, aus Raps und Stroh, aus Schilfgras und aus Hanf, aus Sonnenblumen und Leinöl gewonnen.
Seit acht Wochen ist der erste Hersteller von Biogasanlagen – die Firma Farmatic – an der Börse.

Die größte Energieausbeute bieten Schilfgräser als die am schnellsten wachsenden Gräser der Welt. Das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium hat zehn Jahre lang Versuche mit Schilfgräsern durchgeführt und pro Hektar bis zu 30 Tonnen Trocken-Biomasse geerntet. Das entspricht 12 Tonnen Steinkohle oder 14.000 Liter Heizöl - jährlich pro Hektar.

Energiepflanzen auf stillgelegten Flächen angebaut sind sowohl ökologisch wie auch ökonomisch attraktiv. Mittelfristig lassen sich in Deutschland zehn Prozent der Gesamtenergie - langfristig sogar 30 Prozent der Gesamtenergie aus Biomasse gewinnen.

Innerhalb Deutschlands liegen Bayern und Mecklenburg-Vorpommern in der Biomassenutzung vorn. Seit neuestem unternimmt aber auch Nordrhein-Westfalen große Anstrengungen bei der Nutzung von Energie aus dem Wald und vom Acker. Noch immer wird in Deutschland weniger als ein Prozent der Gesamtenergie aus Biomasse gewonnen - in Österreich aber schon 19 Prozent.

Auf der Sonnenseite von Franz Alt finden Sie täglich kommentierte
NEWS: DIE SONNENSEITE
Autor: Franz Alt
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Stand: 25. März 2003
Erstellt: 8. Juni 2001
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