Umweltjournal.de | Politik und Wirtschaft  | Artikel Nr.: 420

Energiepolitik für Kraft-Wärme-Kopplung - Vom Quotenmodell mit handelbaren Zertifikaten zur Bonusregelung plus Selbstverpflichtung





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Selbstverständlich wäre es vermessen zu glauben, daß mit einer vernünftigeren gesetzlichen Regelung alle Probleme sofort gelöst wären oder daß damit gar die beste aller denkbaren Energiewelten heraufdämmert – zumal natürlich viele Probleme bei jeder denkbaren Instrumentierung in den Details der Ausgestaltung liegen.


Aber es wäre eben auch ein fulminanter Irrtum, von der Politik im allgemeinen und von der Energie- und Klimaschutzpolitik im besonderen Lösungen im Superlativ zu erwarten. Gefordert sind jenseits der Vorentscheidung, dass die Politik überhaupt Verantwortung für den Klimaschutz übernehmen soll, möglichst fehlerresistente Entscheidungen, die in einer Welt mit unsicheren Erwartungen und unbekannten Entwicklungen akzeptable Resultate versprechen und nicht bestmögliche Lösungen von Optimierungsaufgaben, in denen sich die gesellschaftliche Realität nicht wiederfindet.

Eben dies hätte ein Quoten-Modell in der diskutierten Form sein können. Die Lösung, die sich jetzt abzeichnet, vermag von der Instrumentierung her keinesfalls besser zu überzeugen. Sie versagt aber vor allem bei der Erreichung des deklarierten Ziels, wenn es nicht doch noch gelingt, den Zubau von neuen KWK-Anlagen ohne wenn und aber einzubeziehen – und zwar unabhängig davon, ob die KWK-Anlagen der Eigenbedarfsdeckung dienen oder Strom zur Vermarktung über das Netz der allgemeinen Versorgung bereitstellen, denn für die erzielbare CO2-Minderung ist dies ohne Belang.

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Autor: hessenEnergie Gesellschaft für rationelle Energienutzung
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Stand: 25. März 2003
Erstellt: 28. Juni 2001

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