Umweltjournal.de | Politik und Wirtschaft  | Artikel Nr.: 362

03.04.01: Stop Global Warming startet Boykott- Kampagne





Die Inititive Stop Global Warming ! startet eine Boykott- Kampagne gegen die US Öl- konzerne Exxon mobil (Esso) und Texaco.

In März gab President Bush bekannt, dass die USA das Kyoto-Protokoll definitiv nicht ratifizieren werden. Und das, obwohl der Kyoto-Vertrag sowieso schon ziemlich mager ist. Bush möchte nichts tun, was der amerikanischen Wirtschaft schaden könnte, sagte er während einer Pressekonferenz anlässlich der Ablehnung von Kyoto. Er muss das wohl auch, da die großen Konzerne schließlich seinen Wahlkampf finanziert haben.

Die Klimaerwärmung ist wahrscheinlich die größte Bedrohung für das Fortbestehen der Menschheit. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind die weitaus größten Produzenten von klimaveränderenden Gasen. Obwohl sie nur 4% der Erdbevölkerung stellen, produzieren sie 25% des CO2-Ausstoßes.

Der Klimaveränderung macht sich immer stärker bemerkbar. Die 90-er Jahre waren das wärmste Jahrzehnt und 1998 das wärmste Jahr das es jemals gab. In weniger als 15 Jahren wird der Gletscher auf dem Gipfel des Kilimanjaro in Afrika vollständig weggeschmolzen sein. Anfang diesen Jahres hat die IPCC (United Nations Intergovernmental Panel On Climatechange) festgestellt das vor allem die ärmeren Völker von den Auswirkungen der Klimaerwärmung betroffen sein werden. Menschen die in hohem Maße abhängig sind von Landwirtschaft, Fischerei und Waldbetrieb, vor allem aber die Bewohner der letzten Uhrwälder, werden nur zuschauen können, wie die Umwelt, von der sie leben, durch die Klimaerwärmung vernichtet wird. Nicht nur das, überall auf dieser Erde werden die Menschen leiden. Wenn wir jetzt nicht handeln, wird die Klimaerwärmung ein deutlich öfter Stürme, Überschwemmungen und Dürrekatastrophen verursachen. Die Hungersnot in den Entwicklungsländern wird sich zuspitzen, Krankheiten werden sich auf der ganzen Erde verbreiten, riesige Flüchtlingsströme werden in Bewegung gesetzt.

In der zeit das Bush noch Gouvernör von Texas war, hat er die größen Öl- Firmen gefragt, wie z.B Exxon Mobil (Esso), um ein entwurf für die „States Clean Air Act“ zu machen. Sie kamen mit den vorschlag um die reduzierung von Umweltverschmutzung selber, auf basis der freiwilligkeit regulieren zu dürfen. Gerade als Bush diesen vorschlag zum Gesetz machte, in Dezember 1988, war die Stadt Odessa – ein paar Kilometer von sein Geburtsort – versehen von ein großen schwarzen giftigen rauchwolke, der so dicht war das Autofahrer ihr Licht während Tageslicht an machen müssten. Und kaum ist Bush inns Whitehouse eingezogen da schafft er den eine Umweltbestimmung nach den andere ab. Der Präsident, der in den Vereinigte staten von vielen der „ Toxic Texan“ genannt wird, hat laut die demokratische Senatorin Barbara Boxer „Die Umwelt den krieg erklärt“.

Die Familie Bush hat ein lange beziehung zu den Öl- Industrie, der jetzige Präsident startete seine karierre in der Ölindustrie. Laut das Zentrum für Responsive Politics sind $10 Million, von insgesamt $14 Million, die die Ölindustrie im Wahlkampf gespendet hat bei den letzten Wahl zu Republikanische Kandidaten gegangen. Präsident Bush wurde von den meisten großen Ölfirmen unterstützt, insbesondere von Texaco und Exxon Mobil (Esso). Erst bei seine Kampagne für das Gouvernörsamt und später auch für sein jetzige Präsindentenamt.

Greenpeace hat am 05.04.2001 ein Brief an die 100 größten Konzerne in den USA geschrieben. In diesen Brief wurden diese Konzernen nach ihrer Position in Bezug auf das Kyoto-Abkommen befragt und inwieweit sie Bush` Position unterstützen. Die ersten Antworten sind da: Texaco und Exxon mobil (Esso) haben sich deutlich gegen das Abkommen ausgesprochen. Beide Firmen setzen weiterhin auf die freiwillige, nicht von demokratisch gewählten Regierungen regulierte, Umsetzung von Maßnahmen, um den Ausstoß umweltschädigender Abgase zu reduzieren.

Wie ernst man diese freiwilligen Verpflichtungen nehmen muss, kann man an einem Beispiel in Süd- Afrika exemplarisch beobachten. Dort betreiben Texaco und Chevron in einem Jointventure namens Caltex eine Raffinerie in der Nähe von Kapstadt. Die Bürgerinitiative „ Table View Residents Association“ hat in der Umgebung diese Raffinerie Luftproben genommen und untersuchen lassen, nachdem feststellt worden war, dass in der Umgebung der Raffinierie sehr viele Menschen an Asthma leiden und über Augenbrennen klagen. Bei den Tests wurden 16 gesundheitsschädlichen Chemikalien in der Umgebungsluft nachgewiesen. Caltex hat diesen Laborbefund bis heute nicht kommentiert. Das Süd-Afrikanische Emissionsschutzgesetz aus dem Jahr 1965 sieht keine verbindlichen Grenzwerte sondern nur Empfehlungen für die Höhe der Emissionen vor.

Als Reaktion auf die unverantwortliche Klimapoltik von President Bush und derjenigen Firmen, die ihn in seinem Vorhaben, den Kyoto- Vertag nicht zu ratifizieren, unterstützen müssen wir jetzt selbst handeln.

Wir unterstützen den Boykottaufruf von der ersten
Weltkonferenz der Grünen Parteien und werden diesen Boykott durch Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit weiter vorantreiben. Dazu sehen wir uns auch deshalb gezwungen, da im Gegensatz zu vielen anderen grünen Parteien die deutsche Delegation nach Rückkehr von der Weltkonferenz der grünen Parteien nichts mehr von diesem Boykottaufruf wissen wollte.

Stop Global Warming ruft jetzt zum Boykott von US-Ölfirmen auf. In ihre Pressemitteilung von 02.05.01 verweist die Initiative auf Bush seine weigerum um dass Kyoto-Abkommen zu Ratifizieren und "Wenn Bush nur auf die Ölkonzerne hört, dann müssen wir dafür sorgen, dass die Ölkonzerne auf uns hören ! Stop Global Warming ! Boykott Exxon Mobil (Esso) und Texaco!"
Autor: Rene Schuijlenburg
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Stand: 25. März 2003
Erstellt: 3. Mai 2001

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