Umweltjournal.de | Politik und Wirtschaft  | Artikel Nr.: 9934

Zum Valentinstag am 14. Februar Fair gehandelte Blumen schenken





Osnabrück, 13.02.2006: Zum Valentinstag erinnert das entwicklungspolitische Kinderhilfswerk terre des hommes daran, dass auf vielen Blumenfarmen ausbeuterische Arbeitsbedingungen herrschen. Betroffen seien insbesondere Frauen, die in den Lieferländern in Afrika und Lateinamerika für Hungerlöhne arbeiten und dabei oft ungeschützt giftigen Pestiziden ausgesetzt sind.


"Wir rufen deshalb Verbraucher in Deutschland dazu auf, zum Valentinstag auch diesen Blumenarbeiterinnen und ihren Kindern eine Freude zu machen und gezielt Blumen aus fairem Handel zu kaufen", erklärte Wolf-Christian Ramm, Pressesprecher von terre des hommes. Blumen mit dem "Flower Label" oder dem TransFair-Siegel stammen aus menschenwürdiger und umweltgerechter Produktion. Rund 1.000 Blumengeschäfte in Deutschland verkaufen Ware mit dem Flower Label, von den Handelsketten Kaiser´s Tengelmann und EDEKA Südwest werden Rosen mit dem TransFair-Siegel angeboten.

Die fair gehandelten Blumen stammen von Blumenfarmen aus Ecuador, Kenia, Tansania, Simbabwe, Südafrika und Portugal, die sich verpflichtet haben, Existenz sichernde Löhne zu zahlen, Gewerkschaftsfreiheit zuzusagen und Sozialleistungen zu gewähren. Vorgeschrieben ist außerdem der Schutz der Arbeiterinnen vor Pestiziden, sowie schonender Umgang mit Wasser und Abfällen. Die unabhängigen Kontrolleure der beiden Sozialsiegel prüfen, ob die Farmen diese Sozial- und Umweltstandards tatsächlich umsetzen.

Durch das "Flower Label" und das TransFair-Siegel haben sich Arbeitsbedingungen auf 60 Blumenfarmen mit 15.000 Arbeiterinnen deutlich verbessert. Für weitere rund 135.000 Blumenarbeiterinnen in Afrika und Lateinamerika stehen diese Verbesserungen noch aus.
Autor: terre des hommes Deutschland e.V.
2147 Aufrufe
Stand: 13. Februar 2006
Erstellt: 13. Februar 2006

Weiterführende Informationen:

Weitere Meldungen zum Thema "Transfair":

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