Umweltjournal.de | Politik und Wirtschaft  | Artikel Nr.: 4763

Das neue ROBIN WOOD-Magazin ist da





Hamburg, 28.05.2003: "Es gibt keinen gerechten Krieg" - titelt das frisch erschienene ROBIN WOOD-Magazin. Darin geht es um die Folgen des Irak-Kriegs für Mensch und Umwelt, unter denen die Bevölkerung noch lange leiden wird. Britische und US-amerikanische Soldaten schossen im Irak-Krieg mit uranhaltiger Munition. Uran hat eine Halbwertszeit von mehreren Milliarden Jahren und tötet noch lange nach Kriegsende.


Die Strahlenbiologin Bettina Dannheim zeigt auf, wie Militärs immer wieder versuchten, wissenschaftliche Fakten über die krank machende Wirkung von Uranmunition zu leugnen, um ihre verbrecherische Anwendung fortzusetzen. Der Irak ist unbestritten das Ölparadies auf Erden - ein verrottetes Paradies, das durch Kriege und Sanktionen wirtschaftlich ruiniert wurde wie kein zweites Land. Von taz-Redakteur Reiner Metzger erfahren sie mehr über die Strategien von Regierungen und Konzernen, im Ölgeschäft zum Zuge zu kommen.

Den Schwerpunkt der Ausgabe bildet das Thema Verkehr. Wer hat sich nicht schon einmal über zu schmale Fußwege geärgert? Ein Grund: Die Planer orientieren sich am Durchschnittsfußgänger, der im Kreuz nicht breiter als 55 Zentimeter ist. Dabei wird gern übersehen, dass zwei Drittel aller FußgängerInnen Gepäck tragen und fast die Hälfte zu zweit oder dritt unterwegs sind. Eine neues Regelwerk lässt auf Besserung hoffen: Bernd Herzog-Schlagk von FUSS e.V. stellt eine neue Empfehlung vor, die FußgängerInnen endlich mehr Platz in der Stadt einräumt.

ROBIN WOOD-Verkehrsexpertin Monika Lege erläutert den neuen Bundesverkehrswegeplan, der bis 2015 als Planungsgrundlage für alle Baumaßnahmen an Straßen-, Schienen- und Wasserwegen des Bundes dient. Heiner Monheim von der Uni Trier kritisiert in seinem Beitrag die Fixierung von Bund, Ländern und Kommunen auf den automobilen Verkehr und Sylvie Grischkat von der Uni Lüneburg erklärt, warum die Vorliebe für immer höhere Geschwindigkeiten die Lebensqualität in den Städten mindert. Schließlich diskutieren zwei ROBIN WOOD-Bahnvielfahrer, ob die neuen Preise der Bahn eher als Schnäppchen oder doch als Strafgebühren gewertet werden müssen.

Dazu können Sie ROBIN WOOD bei zwei Protest-Aktionen unterstützen. Shell zerstört mit der Gasförderung die einzigartige Natur der Castle Wilderness in Kanada. ROBIN WOOD ruft die LeserInnen des Magazins dazu auf, per Mail oder Brief an Shell gegen die Naturzerstörung zu protestieren. Auch ein anderes Unternehmen bleibt trotz aller Information und Anstrengung von ROBIN WOOD uneinsichtig. Papier Union handelt noch immer mit Papier aus indonesischer Raubbauwirtschaft. Wir informieren Sie, wie Sie zusammen mit ROBIN WOOD Druck auf das Großhandelsunternehmen ausüben können.

Weitere Themen des neuen ROBIN WOOD-Magazins sind u.a.:
  • Neuheiten der Fahrradtechnik 2003: von den Bremsen bis zur Pannensicherheit
  • 250 000 Einwendungen gegen die zwölf neuen Atommüll-Zwischenlager
  • Aktuelles zum Prozess um die Betonblock-Aktion auf der CASTOR-Strecke nach Gorleben
Autor: Robin Wood e.V.
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Stand: 28. Mai 2003
Erstellt: 28. Mai 2003

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