Rückblicke
Webvideothek
Putenmastskandal
Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. stellte in Hannover ihre brandneue Undercover-Recherche auf einer Putenmastanlage im Landkreis Cloppenburg vor.
Video >>
Gesprengter Wal
Die deutsche Punkrockband ITCHY POOPZKID veröffentlicht heute das Musikvideo zum Song „Why Still Bother“, der eigens für die Kampagne der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS namens „SONAR SUCKS“ verfasst wurde.
Video >>
Eisbären leiden im Zirkus
Die weltweit bekannte Eisbären-Dompteuse Ursula Böttcher ist tot. Die Medien sind voll mit Berichten über ihr Leben und Wirken. Mit keiner Silbe wird das unendliche Leiden erwähnt, dass Böttcher „ihren“ Eisbären zumutete.
Video >>

Zur Web-Videothek >>

Top-News Politik und Wirtschaft
WWF zu EEG-Reform: Chance für zukunftsweisende Reform vertan

Protest gegen Tierschutz-Richter am Bundesverwaltungsgericht

Luftverkehrsrecht: Bärendienst für Mensch und Natur

Kohle von gestern (Ein Kommentar von Franz Alt)

Bankrotterklärung der Atomlobby

Energiewende statt Gas von Putin (Ein Kommentar von Franz Alt)

Fukushima und kein Ende? - Oder "Du sollst den Kern nicht spalten" (Ein Kommentar von Franz Alt)

Bis 2030 kann Europa aus Atomkraft aussteigen

VIER PFOTEN deckt auf: Qualitätspelz bei Burberry Mogelpackung

Deutsche Umweltstiftung begrüßt 100. Mitglied im Wirtschaftsrat

Inserate
Tipp
Umweltlexikon
Pfeil Umweltjournal.de | Pfeil Politik und Wirtschaft  | PfeilArtikel Nr.: 19015

Fukushima-Jahrestag: Bundesregierung und Stromkonzerne blockieren Energiewende

Berlin, 10.03.2012: Anlässlich des ersten Jahrestags der japanischen Atomkatastrophe wirft Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Bundesregierung Versagen vor:

„Der Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima muss für Deutschland Mahnung sein, die Energiewende deutlich zu beschleunigen. Die Bundesregierung hat den endgültigen Atomausstieg leider auf die lange Bank geschoben. Das ist angesichts der Risiken der Atomkraft und der ungelösten Atommüllprobleme unverantwortlich. Auch der schnelle Umstieg auf erneuerbare Energien und die Steigerung der Energieeffizienz wird von Schwarz-Gelb blockiert.“

Unmittelbar vor dem Jahrestag des Fukushima-Gaus habe die Bundesregierung auf EU-Ebene ehrgeizige Energie-Einsparziele verhindert. Auf nationaler Ebene lege sie der Photovoltaik und dem Ausbau der erneuerbaren Energien Steine in den Weg, so Weiger.

„Der Sofortausstieg aus der hochriskanten Atomenergie ist keine Hexerei. Japan macht das nach Fukushima jetzt vor. Dieses hochindustrialisierte Land hat im letzten Jahr den Stromverbrauch um 18 Prozent gesenkt und inzwischen 52 seiner 54 Atomkraftwerke vom Netz genommen. In Deutschland hingegen stockt die Energiewende und schon wieder wird über einen Ausstieg aus dem Atomausstieg diskutiert. Wenn die Merkel-Rösler-Regierung ihre Blockade einer zukunftsfähigen Energieversorgung fortsetzt, droht die Energiewende in Deutschland zu scheitern“, sagte der BUND-Vorsitzende.

Auch von Seiten der Energiekonzerne werde alles versucht, in der Bevölkerung einer Energiewende die Akzeptanz zu nehmen. Beispielsweise werde der Ausbau der erneuerbaren Energien für Strompreiserhöhungen verantwortlich gemacht. Ursächlich für erhöhte Strompreise seien jedoch vor allem Ausnahmeregeln für energieintensive Industriebetriebe, die sich nicht an den Kosten der Energiewende beteiligen müssten.

Weiger: „Bundesregierung und Energiekonzerne versuchen in unschöner Eintracht, die Energiewende abzuwürgen. Deshalb ist die Tatsache, dass zum Fukushima-Jahrestag sehr viele Menschen auf die Straße gehen und für die Beschleunigung der Energiewende demonstrieren, ein extrem wichtiges Signal. An den AKW-Standorten Brokdorf, Gundremmingen und Neckarwestheim, an der Urananreicherungsanlage Gronau, in Hannover und beim Atommülllager Asse protestieren Anti-Atomorganisationen und Bürgerinitiativen am 11. März gemeinsam gegen die Blockadehaltung von Bundesregierung und Energiekonzernen.“

Mehr Informationen zu den sechs Demonstrationen vom 11. März finden Sie im Internet unter: http://www.bund.net/fukushima

Autor: BUND Freunde der Erde
1349 Aufrufe
Stand: 10. März 2012
Erstellt: 10. März 2012

Weitere Meldungen zum Thema "Atompolitik":

Bankrotterklärung der AtomlobbyBankrotterklärung der Atomlobby
Baden Baden, 31.03.2014: Der frühere Bundestagsabgeordnete der Grünen, Hans-Josef Fell, hat am 28. März auf der Sonnenseite eine Meldung publiziert, die bei vielen Freunden der Erneuerbaren Angst, Wut und Schrecken hervorrief.
Sachliche Erörterung oder weiter nur 70er-Jahre AKW-Propaganda?Sachliche Erörterung oder weiter nur 70er-Jahre AKW-Propaganda?
München, 22.06.2012: Am heutigen Freitag findet im tschechischen Budweis das Anhörungsverfahren für alle Einwender aus Tschechien, Polen, Slowakei, Österreich und Deutschland zum Neubau zweier Atomkraftwerke am Standort Temelín statt.
RWE bleibt echte Atomwende im Inland schuldigRWE bleibt echte Atomwende im Inland schuldig
Hamburg, 19.06.2012: Zur Ankündigung von RWE, zukünftig nicht mehr in Atomkraftwerke im Ausland zu investieren, erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:
Tschechiens Außenminister droht bayerischen PolitikernTschechiens Außenminister droht bayerischen Politikern
München, 11.06.2012: Der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg äußert heute in der "Außenansicht" der Süddeutschen Zeitung unverhohlen Kritik an den Tausenden Einwendungen besorgter BürgerInnen gegen den Ausbau des Atomkomplexes im benachbarten Temelín.
Club der atomaren Lügenbarone tagte in Stuttgart Club der atomaren Lügenbarone tagte in Stuttgart
Stuttgart, 23.05.2012: AtomkraftgegnerInnen des Aktionsbündnisses „Atomforum abschalten“ protestierten gestern an der Stuttgarter Liederhalle gegen die dort stattfindende „Jahrestagung Kerntechnik“ des Deutschen Atomforums.
Nach den Wahlen: „Brokdorf und Fessenheim müssen vom Netz“Nach den Wahlen: „Brokdorf und Fessenheim müssen vom Netz“
Hamburg, 08.05.2012: Zu den atompolitischen Folgen der Wahlausgänge in Schleswig-Holstein und Frankreich erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:
E.on – nicht klagen, abschalten!E.on – nicht klagen, abschalten!
Hamburg, 02.05.2012: Der Atomkonzern E.on lädt für morgen zur Hauptversammlung in die Grugahalle nach Essen. Anti-Atom-Initiativen aus NRW werden daher dort morgen gegen den unverantwortlichen Atomkurs des Konzerns protestieren.
Tschernobyl-Jahrestag: BUND startet erste Europäische Bürgerinitiative gegen Atomkraft und für eine sichere Energiezukunft Tschernobyl-Jahrestag: BUND startet erste Europäische Bürgerinitiative gegen Atomkraft und für eine sichere Energiezukunft
Berlin, 26.04.2012: Anlässlich des heutigen 26. Tschernobyl-Jahrestags hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zusammen mit weiteren Partnerorganisationen eine Europäische Bürgerinitiative gegen Atomkraft und für eine sichere Energiezukunft gestartet.
26 Jahre Tschernobyl: Der Ausstieg ist auf halber Strecke steckengeblieben26 Jahre Tschernobyl: Der Ausstieg ist auf halber Strecke steckengeblieben
Hamburg, 26.04.2012: Zum heutigen 26. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:
Atomkraftgegner: „Röttgens weiße Landkarte ist nur Rhetorik“Atomkraftgegner: „Röttgens weiße Landkarte ist nur Rhetorik“
Berlin, 25.04.2012: Anlässlich des gestrigen Spitzentreffens zur Endlagersuche haben Atomkraftgegner vor dem Bundesumweltministerium das endgültige Aus für das Endlagerprojekt Gorleben gefordert.