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Angelina Jolie unterstützt Tierquälerei

London / Hamburg, 20.02.2012: VIER PFOTEN hat gestern mit der Britischen „Sunday Times“ enthüllt, dass das Outdoor-Label „North Face“ Gänsedaunen aus Tierquälerei benutzt. Die US-amerikanische Firma verwendet Gänsedaunen aus der ungarischen Stopfmast.

Auch Prominente wie Angelina Jolie, Cameron Diaz, Anne Hathaway und Renee Zellweger tragen „North Face“. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN ruft Prominente und Konsumenten zum Boykott der „North Face“-Jacken auf. Bis der Konzern seine Daunen-Zulieferungen umstellt, kann man die Kleidung nicht ohne ethische Bedenken kaufen. Graue Gänse werden in Ungarn meist in engen Käfigen gehalten und mehrmals am Tag brutal gestopft, um aus ihren verfetteten Lebern „Foie Gras“ herzustellen.

„Jahrelang hat „North Face“ behauptet, seine Daunen seien ethisch korrekt produziert. Nachdem VIER PFOTEN den Konzern nun mit Recherche-Material konfrontiert hat, gaben sie die schmutzige Wahrheit über ihre Daunen zu“, berichtet Kampagnenleiter Marcus Müller. VIER PFOTEN vermutet, dass der Konzern aus Profitgier handelt. Denn Daunen aus der Stopflebermast sind billig: Eine gute Quelle um hohen Profit aus teurer Outdoor-Kleidung zu schlagen. „Da North Face jahrelang über die Stopfleber-Daunen gelogen hat, fragen wir uns, ob die Firma vielleicht auch Daunen aus Lebendrupf verwendet“, so Müller. „Diese unglaublich barbarische Methode wird in Ungarn noch immer gerade von den Stopfmastfarmen betrieben. Gänse werden dort mehrmals im Leben gerupft, haben blutige Wunden und gebrochene Flügel, einige Tiere überleben die qualvolle Prozedur nicht.“

Doch „North Face“ ist nicht der einzige Outdoor-Hersteller, der im Fokus von Tierschützern steht. VIER PFOTEN geht davon aus, dass fast alle Outdoor-Firmen Daunen aus der Stopflebermast verwenden: So hatte erst vor kurzem der Outdoor-Hersteller „Patagonia“ zugegeben, für seine Produkte graue Daunen zu verwenden. Die Farbe der Daunen verrät viel über ihre Herkunft: „Weiße Gänse werden in Ungarn zur Fleischproduktion gemästet, sie leben meist in Freilandhaltung. Graue Gänse dagegen leiden zumeist in engen Käfigen und werden brutal gestopft“, so Müller. Stopfmast ist so tierquälerisch, dass sie in den meisten EU-Ländern verboten ist. In Kalifornien, dem Heimatstaat des Outdoor-Giganten „North Face“, ist nicht nur die Produktion, sondern auch der Verkauf von Stopfleber verboten. „Doch der Leber-Verkauf macht nur einen Teil der Einnahmen dieser tierquälerischen Industrie aus“, erklärt Müller. „Mit dem Verkauf der Daunen erhöhen sich der Profit pro Tier um ca. 15 Prozent.“

Die ungarische Stopfleberproduktion ist nicht nur aus Tierschutz-Sicht problematisch. Für das Luxusprodukt werden Unmengen an Mais, Wasser und Energie verschwendet. Die Fäkalien der Stopfgänse belasten den Boden, die Luft und das Grundwasser. „Dass „North Face“ seine Jacken mit einem „grünen“ Öko-Image bewirbt, ist vor diesem Hintergrund eindeutig als Verbrauchertäuschung zu sehen“, kritisiert Müller.

VIER PFOTEN fordert „North Face” dazu auf, die Verwendung von grauen Daunen umgehend zu stoppen. Bereits produzierte Jacken sollten umgehend mit einem „Vorsicht Tierquälerei"-Label gekennzeichnet werden. Angelina Jolie und weitere Prominente werden aufgefordert, öffentlich Stellung gegen die Tierqual bei „North Face“ zu beziehen.

Autor: VIER PFOTEN e.V.
2308 Aufrufe
Stand: 20. Februar 2012
Erstellt: 20. Februar 2012

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