Rückblicke
Webvideothek
Top-News Politik und Wirtschaft
Die Erde hat Fieber (Ein Kommentar von Franz Alt)

Bioenergiedorf Lieberhausen macht sich unabhängig von Öl und Gas

Beste Nachwuchstester in Berlin ausgezeichnet

Bundesfinanzminister Schäuble verschweigt "Schlupflöcher" für Agrar-Spekulanten

Tschüss Vattenfall! Erfolgreiches Volksbegehren „Neue Energie für Berlin“

IED in Kraft - Was gilt jetzt für Anlagenbetreiber?

Das Märchen vom teuren Ökostrom

BUND-Beschwerde bei EU: Stromnetzplan überdimensioniert

Jury Umweltzeichen will Umweltzeichen Blauer Engel noch verbrauchernäher ausgestalten

Junge deutsch-türkische Brückenbauer von Bundespräsident geehrt

EU verhängt vorläufige Strafzölle auf chinesische Solarimporte von 11,8 Prozent

Umweltverbände: Forderungen zur Bundestagswahl

Bundespreis Verbraucherschutz erstmals verliehen

Tschechisches Umweltministerium lehnt Delfinimport aus der Ukraine ab

Brasiliens Polizei erschießt Indigenen – neue Gewalt befürchtet

Pfeil Umweltjournal.de | Pfeil Politik und Wirtschaft  | PfeilArtikel Nr.: 18944

Angelina Jolie unterstützt Tierquälerei





London / Hamburg, 20.02.2012: VIER PFOTEN hat gestern mit der Britischen „Sunday Times“ enthüllt, dass das Outdoor-Label „North Face“ Gänsedaunen aus Tierquälerei benutzt. Die US-amerikanische Firma verwendet Gänsedaunen aus der ungarischen Stopfmast.

Auch Prominente wie Angelina Jolie, Cameron Diaz, Anne Hathaway und Renee Zellweger tragen „North Face“. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN ruft Prominente und Konsumenten zum Boykott der „North Face“-Jacken auf. Bis der Konzern seine Daunen-Zulieferungen umstellt, kann man die Kleidung nicht ohne ethische Bedenken kaufen. Graue Gänse werden in Ungarn meist in engen Käfigen gehalten und mehrmals am Tag brutal gestopft, um aus ihren verfetteten Lebern „Foie Gras“ herzustellen.

„Jahrelang hat „North Face“ behauptet, seine Daunen seien ethisch korrekt produziert. Nachdem VIER PFOTEN den Konzern nun mit Recherche-Material konfrontiert hat, gaben sie die schmutzige Wahrheit über ihre Daunen zu“, berichtet Kampagnenleiter Marcus Müller. VIER PFOTEN vermutet, dass der Konzern aus Profitgier handelt. Denn Daunen aus der Stopflebermast sind billig: Eine gute Quelle um hohen Profit aus teurer Outdoor-Kleidung zu schlagen. „Da North Face jahrelang über die Stopfleber-Daunen gelogen hat, fragen wir uns, ob die Firma vielleicht auch Daunen aus Lebendrupf verwendet“, so Müller. „Diese unglaublich barbarische Methode wird in Ungarn noch immer gerade von den Stopfmastfarmen betrieben. Gänse werden dort mehrmals im Leben gerupft, haben blutige Wunden und gebrochene Flügel, einige Tiere überleben die qualvolle Prozedur nicht.“

Doch „North Face“ ist nicht der einzige Outdoor-Hersteller, der im Fokus von Tierschützern steht. VIER PFOTEN geht davon aus, dass fast alle Outdoor-Firmen Daunen aus der Stopflebermast verwenden: So hatte erst vor kurzem der Outdoor-Hersteller „Patagonia“ zugegeben, für seine Produkte graue Daunen zu verwenden. Die Farbe der Daunen verrät viel über ihre Herkunft: „Weiße Gänse werden in Ungarn zur Fleischproduktion gemästet, sie leben meist in Freilandhaltung. Graue Gänse dagegen leiden zumeist in engen Käfigen und werden brutal gestopft“, so Müller. Stopfmast ist so tierquälerisch, dass sie in den meisten EU-Ländern verboten ist. In Kalifornien, dem Heimatstaat des Outdoor-Giganten „North Face“, ist nicht nur die Produktion, sondern auch der Verkauf von Stopfleber verboten. „Doch der Leber-Verkauf macht nur einen Teil der Einnahmen dieser tierquälerischen Industrie aus“, erklärt Müller. „Mit dem Verkauf der Daunen erhöhen sich der Profit pro Tier um ca. 15 Prozent.“

Die ungarische Stopfleberproduktion ist nicht nur aus Tierschutz-Sicht problematisch. Für das Luxusprodukt werden Unmengen an Mais, Wasser und Energie verschwendet. Die Fäkalien der Stopfgänse belasten den Boden, die Luft und das Grundwasser. „Dass „North Face“ seine Jacken mit einem „grünen“ Öko-Image bewirbt, ist vor diesem Hintergrund eindeutig als Verbrauchertäuschung zu sehen“, kritisiert Müller.

VIER PFOTEN fordert „North Face” dazu auf, die Verwendung von grauen Daunen umgehend zu stoppen. Bereits produzierte Jacken sollten umgehend mit einem „Vorsicht Tierquälerei"-Label gekennzeichnet werden. Angelina Jolie und weitere Prominente werden aufgefordert, öffentlich Stellung gegen die Tierqual bei „North Face“ zu beziehen.

Autor: VIER PFOTEN e.V.
1682 Aufrufe
Stand: 20. Februar 2012
Erstellt: 20. Februar 2012

Weitere Meldungen zum Thema "Stopfmast":

Anti-Tierschutzpreis für The North Face und PatagoniaAnti-Tierschutzpreis für The North Face und Patagonia
Friedrichshafen / Hamburg, 16.07.2012: Die Textilhersteller The North Face und Patagonia haben Donnerstagnachmittag auf der Outdoor-Fachmesse „OutDoor“ in Friedrichshafen den Anti-Tierschutzpreis „Die weinende Stopfgans“ erhalten.
Angelina Jolie unterstützt Tierquälerei Angelina Jolie unterstützt Tierquälerei
London / Hamburg, 20.02.2012: VIER PFOTEN hat gestern mit der Britischen „Sunday Times“ enthüllt, dass das Outdoor-Label „North Face“ Gänsedaunen aus Tierquälerei benutzt. Die US-amerikanische Firma verwendet Gänsedaunen aus der ungarischen Stopfmast.
Outdoor-Konzern Patagonia setzt auf Tierquälerei: Patagonia-Daunen aus brutaler StopfmastOutdoor-Konzern Patagonia setzt auf Tierquälerei: Patagonia-Daunen aus brutaler Stopfmast
Hamburg, 20.12.2011: Der Jackenhersteller Patagonia schmückt sich mit einem Öko-Image. Doch von Nachhaltigkeit ist bei der Daunenbeschaffung keine Spur. Die Daunen stammen aus der Stopfleberproduktion, die in Deutschland und in Patagonias Heimatstaat Kalifornien als Tierquälerei verboten ist.