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Mainstream-Printmedien gegen freie Online-Medien

Frankfurt a. M., 13.06.2011: Ein wichtiger Aspekt der jetzt durch AGENS in Fahrt gebrachten Geschlechterdebatte ist die Frage, ob vom Internet aus die nicht nur in dieser Sache festgefahrenen Stereotypen der meinungsbildenden Printmedien durchbrochen werden können.

Der Artikel von Simone Schmollack („Schlichte Welterklärungen und Mutterideal“) in der TAZ vom 8. Juni läutet eine interessante Auseinandersetzung ein. Eine sich immerhin noch einigermassen offen für "links" haltende Zeitung beginnt mit der Diffamierung einer Veranstaltung und deren (männlichen und weiblichen) Organisatoren und Mitarbeitern: „Ein rechtspopulistischer Männerverein will Öffentlichkeit und pirscht sich an eine Stiftung und ein Institut ran. Dort ist man zum Dialog bereit. Doch das nützt nichts, das Publikum fehlt.“

Unter dem „Männerverein“ versteht Frau Schmollack AGENS e. V., eine Initiative zur Erzielung einer tatsächlichen Geschlechterdemokratie. Unter den sieben Gründungsmitgliedern sind zwei Frauen. Der Verein ist jung, gerade mal anderthalb Jahre alt; er wendet sich gegen das, was im Artikel von Frau Schmollack gleich am Anfang steht und eigentlich allen feministischen und Gender-Unternehmungen anhaftet: Er will gerade keine „Geschlechterfront“, er will diese aus dem Militärischen entliehenen Bilder vom „Graben“, der „Front“, dem „Krieg“ zwischen den Geschlechtern, die ja für eine bestimmte (durchaus perverse) Auffassung des Verhältnisses von Mann und Frau stehen, überwinden.

Dabei ist es eigentlich nur logisch, dass eine vor 30 Jahren einmal berechtigte feministische Politik im Lauf der Zeit immer erfolgreicher wie ein Pendel immer weiter ausschlug, wie dies bei historischen Bewegungen fast schon eine Gesetzmäßigkeit darstellt, bis sie schließlich heute weit überzogen ist und dass deshalb nun eine Korrektur von Übertreibungen erforderlich ist.

Es ist absehbar, dass auch weitere Printmedien der Systempresse in
das von Frau Schmollack benutzte Horn stoßen werden. Alles, was nicht feministisch ist, was nicht bedingungslos den aktuellen Kurs des gender mainstreaming unterstützt, der, nebenbei bemerkt, Deutschland auch in diesem Fall zu einer kulturellen Kolonie der Vereinigten Staaten macht, soll als „rechtspopulistisch“ verunglimpft werden. Diese Ideologisierung von Demokraten, die anderer Meinung sind, ist beunruhigend, aber gerade beim Thema der Geschlechter verständlich, hat doch der institutionalisierte Feminismus unverkennbar selbst ideologische Züge. Das ist ja auch einer der Gründe, warum er eine Kurskorrektur selbst weder will noch sie, wollte er sie, selbst vollziehen kann.

AGENS agiert bislang vorwiegend über das Internet. Eines der Gründungsmitglieder, Arne Hoffmann, hat sich über mehrere Buchpublikationen zum Thema profiliert, betreibt aber auch einen Blog. Andere männerpolitische Foren existieren ebenfalls vorwiegend im Netz. AGENS tritt nun am 27. Juni in Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung an, die Geschlechterdebatte in vielleicht weniger aufgeregte, aber dafür vernünftigere Fahrwasser zu lenken – genau das aber regt diejenigen auf, die von den mittlerweile absurden Vorteilen profitieren,
die eine einseitige Frauenpolitik und –propaganda bewirken. Es sei nur an das eigentlich verfassungswidrige Professorinnenprogramm sowie die Quotenvorgabe für Unternehmen und andere Bereiche der Wirtschaft, der Kultur und der Politik erinnert. Ausweis der differenzierten Diskussionskultur von AGENS e. V. wird ein beim Klotz-Verlag publiziertes Buch mit dem Titel „Schlagseite - MannFrau kontrovers“ sein.

Es wird nun interessant sein, ob die genannten Printmedien geschlossen auf der politisch korrekten Seite bleiben (will man sie nun "links" nennen oder nicht) oder ob hier vom Internet aus eine Bewegung erzielt werden kann. Die Entlarvung zu Guttenbergs erfolgte überwiegend über das Internet, auch andere politische Prozesse sind bereits über das Internet angestoßen worden. Klar ist, dass ein großer Prozentsatz der deutschen Bevölkerung der veröffentlichten Meinung durchaus skeptisch gegenübersteht und im Internet eine mögliche Gegenöffentlichkeit sieht.

Es ist dies einer der spannenden Aspekte der jetzt anlaufenden Debatte, ob eine im Netz entstandene Diskussion von der Systempresse erstickt wird oder ob sich im Netz eine echte Gegenöffentlichkeit etablieren kann, die dann auch Teile der veröffentlichten Meinung mit sich zieht.
Autor: Prof. Dr. med. Adorján F. Kovács
3834 Aufrufe
Stand: 23. September 2011
Erstellt: 13. Juni 2011

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