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Artikel Nr.: 17091
Bundesregierung setzt Bevölkerung zusätzlichen atomaren Risiken aus
Berlin, 07.09.2010: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht in den gestrigen Beschlüssen der Koalitionsparteien zur Energiepolitik inklusive einer Verlängerung der Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke einen beispiellosen Fall von Klientelpolitik.Noch nie habe sich eine Bundesregierung so den Interessen einer bestimmten Branche der Wirtschaft unterworfen. Die Entscheidung, Atommeiler im Durchschnitt zwölf Jahre länger betreiben zu lassen als bisher vorgesehen, stärke das Oligopol der vier großen Energieunternehmen, die 80 Prozent des Strommarktes beherrschten.
Hubert Weiger, Vorsitzender des
Der BUND ist mit über 365.000 Mitgliedern der größte deutsche Umweltverband und Mitglied im FriendsOfTheEarth.BUND: Es gibt keinen vernünftigen Grund, die Laufzeiten der Atommeiler in Deutschland zu verlängern, außer man folgt den Gewinninteressen der vier Atomstromkonzerne. Nachdem es der Bundesregierung mit ihren fragwürdigen Energiegutachten nicht gelungen ist, glaubwürdige Begründungen für die Verlängerung der Atomkraftwerks-Laufzeiten zu erhalten, wollte die schwarz-gelbe Koalition offensichtlich schnell Fakten schaffen. Nicht das für Ende September angekündigte
E. werden in der Regel von Städten und Gemeinden aufgestellt, da sie im Rahmen der Daseinsfürsorge für ihre Bewohner auch die Versorgung mit Energie zu gewährleisten haben. Energiekonzept, sondern die Gier der Atomstromkonzerne nach Extra-Profiten bestimmt die Energiepolitik der Bundesregierung.
Als Reaktion auf die Regierungspläne kündigte Weiger die Fortsetzung der Anti-Atom-Proteste an. Bereits für den 18. September plant die Umweltorganisation zusammen mit anderen Verbänden in Berlin eine Großdemonstration. Dabei soll das Regierungsviertel umzingelt werden. Weitere Aktionen der Atomgegner sind im Oktober in Stuttgart und München sowie im November in Gorleben geplant.
Die Mehrheit der Bevölkerung lehne die
Umgangssprachliche Bezeichnung für die Energie, die aus der Spaltung von Atomkernen hervorgeht. Atomenergie ab. Das werde sich auch nicht ändernd, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel jetzt versuche, die fragwürdigen energiepolitischen Entscheidungen vom Wochenende schönzureden. Wer einseitig Politik zugunsten der
Abkürzung für Atomkraftwerk.AKW-Betreiber macht, muss mit weiter zunehmendem Protest rechnen, sagte Weiger.
Autor: BUND Freunde der Erde
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Stand: 7. September 2010
Erstellt: 7. September 2010
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