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Artikel Nr.: 17013
Etikettenschwindel im Textilhandel beenden
Berlin, 30.07.2010: Eine gesetzliche Informationspflicht von Unternehmen zu den Umwelt- und Sozialstandards ihrer Produkte fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Viele Firmen im Textilhandel versprechen ihren Kunden mehr Umwelt- und Sozialverantwortung als sie einhalten. Das zeigt eine heute von der Stiftung Warentest veröffentlichte Untersuchung."Die Politik muss dafür sorgen, dass dieser Etikettenschwindel ein Ende hat", fordert Vorstand Gerd Billen. Dafür sei ein entsprechender Auskunftsanspruch im Verbraucherinformationsgesetz (VIG) zu verankern. Darüber hinaus fordert der vzbv verbindliche
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt- und Sozialstandards für
Baumwolle ist ein einjähriger, meist bis zu 1,2 Meter hoch kultivierter Busch mit dichter basaler Verzweigung und langgestielten, behaarten, 3 bis 7-lappigen Blättern und kurzgestielten, in den Blattachseln sitzenden Blüten.Baumwolle, die regelmäßig von unabhängiger Seite kontrolliert werden.
Untersuchung der Stiftung WarentestIn der Untersuchung der Stiftung Warentest hatten besonders enttäuschend Hersteller von T-Shirts aus Bio-Baumwolle abgeschnitten. Sie konnten nicht nachweisen, ob die Baumwolle tatsächlich biologisch hergestellt wurde. "Wer Bio auf ein Produkt schreibt, muss auch in der Lage sein, die Herkunft und Qualität nachzuweisen. Im Lebensmittelhandel wäre es den Unternehmen längst untersagt, ihre Ware weiter als biologisch auszuloben", kritisiert Billen.
Verweigerungshaltung von UnternehmenAls völlig inakzeptabel kritisiert der vzbv das Verhalten einiger Textilketten, die jegliche Auskunft gegenüber der Stiftung Warentest verweigerten. "Wer bei seinen Kunden mit Umwelt- und Sozialfreundlichkeit punkten will, der muss sich auch von unabhängigen Testern in die Karten gucken lassen", so Billen. Als Reaktion auf die Verweigerungshaltung der Unternehmen fordert der vzbv, einen gesetzlichen Informationsanspruch zu Umwelt- und Sozialstandards von Produkten im Verbraucherinformationsgesetz zu verankern. Kunden, Verbraucherorganisationen und Journalisten hätten dann die Möglichkeit zu erfahren, wie es um die Herstellungsbedingungen tatsächlich bestellt ist.
Die Testergebnisse offenbaren nach Auffassung des vzbv allerdings nicht nur Schwächen der Anbieter. "Die Geiz-ist-geil-Mentalität vieler Verbraucher trägt mit dazu bei, dass die Textilarbeiter in Asien oder Osteuropa unter unwürdigen Bedingungen arbeiten müssen. Hauptsache billig hat eben auch seinen Preis, nur das den andere Menschen zahlen", so Billen.
Autor: Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
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Stand: 30. Juli 2010
Erstellt: 30. Juli 2010
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