Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2009 um 8,4 Prozent gesunken
Berlin, 05.03.2010: Wirtschaftskrise führt zum stärksten Emissionsrückgang seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Der Gesamtausstoß aller Treibhausgase ist in Deutschland nach ersten Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) im Jahr 2009 gegenüber 2008 um etwa 80 Millionen Tonnen gesunken (minus 8,4 Prozent).Gegenüber 1990 hat Deutschland seine Treibhausgas-Emissionen bis Ende 2009 danach um 28,7 Prozent gesenkt. Insbesondere im Industriebereich und im verarbeitenden Gewerbe gingen die Emissionen um 20 Prozent zurück. Bundesumweltminister Norbert Röttgen sagte hierzu: Der Rückgang der Emissionen liegt vor allem an der Wirtschaftskrise. Unser Ziel heißt jedoch Wachstum durch Klimaschutz bezeichnet Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegen wirken sollen. Im Mittelpunkt steht derzeit die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen.Klimaschutz. Deswegen werden wir den Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Förderung der Energieeffizienz weiter forcieren, denn nur dies garantiert dauerhaften Klimaschutz und fördert zugleich das Wirtschaftswachstum.
In Anbetracht dieser Auswirkungen der ökonomischen Krise ist die Beachtung des Klimaschutzes bei allen Maßnahmen zum wirtschaftlichen Wiederaufschwung besonders bedeutsam. UBA-Präsident Jochen Flasbarth erklärte dazu: Gerade dieser überproportionale Rückgang sollte auch als Chance genutzt werden. Wir müssen bei der wiederanspringenden Wirtschaftsentwicklung den Treibhausgas-Ausstoß noch stärker vom Energieverbrauch entkoppeln. Der Rückgang der Energienachfrage zeigt ja, wie stark Energieeinsparung wirken könnte. Nur durch die weitere Umsetzung der beschlossenen sowie weiterer effizienzsteigernden und emissionssenkenden Maßnahmen der Das K.-System setzt sich zusammen aus dem inneren und dem äußeren System.Klima- und Energiepolitik kann ein deutlicher Wiederanstieg der Emissionen beim Überwinden der ökonomischen Krise vermieden und somit das Ziel der Bundesregierung Minderung der Treibhausgas-Emissionen um 40 Prozent bis 2020 erreicht werden. Dies betreffe alle Bereiche die Effizienzsteigerungen, den Ausbau der Nutzung der erneuerbaren Energieträger, Gebäudesanierung sowie weitere konkrete Minderungsmaßnahmen.
Der stärkste Rückgang der Treibhausgas-Emissionen seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland ist in deutlicher Ausprägung durch den Industriebereich, vor allem der ener-gieintensiven Branchen, verursacht. Durch einen deutlichen Rückgang der Stromnachfrage aus der Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor). Industrie gingen die Emissionen aus der Stromerzeugung der öffentlichen Versorgung eben-falls stark zurück. Bei den CO2-Emissionen aus Haushalten sowie aus dem Gewerbe-, Handel-, Dienstleistungssektor zeigen sich die Auswirkungen der wirtschaftlichen Krise nicht oder nur in geringem Umfang. Die Abwrackprämie für alte Pkw hatte im Jahr 2009 kaum einen Effekt auf die im Verkehrsbereich verursachten Treibhausgas-Emissionen.
Entscheidend für den deutlichen Rückgang waren die Farbloses, unbrennbares, schwach säuerliches riechendes und schmeckendes Gas. In freiem Zustand natürlicher Bestandteil von Luft (0,03 0,036 Vol.-Prozent) und Mineralquellen.Kohlendioxid-Emissionen: Sie sanken um 68 Millionen Tonnen (minus 8,2 Prozent) und damit stärker als der Primärenergieverbrauch, der insgesamt um 6,5 Prozent zurückging. Der Energieverbrauch der emissionsrelevanten Brenn- und Kraftstoffe sank um 7,3 Prozent. Die gegenüber dem sinkenden Primärenergieverbrauch stärkere CO2-Minderung ist auf Verschiebungen im Mix der eingesetzten Brennstoffe zurückzuführen (überproportionaler Rückgang im Bereich der Steinkohlen mit 18,1 Prozent). Mit etwa 87 Prozent hat CO2 auch 2009 unverändert den größten Anteil an den deutschen Treibhausgas-Emissionen.
Eine erweiterte Fassung dieser Pressemitteilung mit zusätzlichen Informationen so-wie Grafiken zu den Treibhausgas-Emissionen und verschiedenen energiebedingten Emissionen gibt es im Internet unter www.umweltbundesamt.de.
Autor: Bundesumweltministerium, Berlin
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Klimaschutz mit Messer und GabelBaden-Baden, 19.12.2009: Das Thema wurde auf dem Klimagipfel in Kopenhagen ausgeklammert, ja geradezu tabuisiert: Unser täglicher Fleischkonsum! Das weltweit zunehmende Fleischessen und die dafür notwendige Tierzucht verursachen schon heute mehr Treibhausgase als alle Autos dieser Welt zusammen. Schon der heilige Benedikt von Nursia warnte vor 1.500 Jahren vor zu viel Fleischgenuss. Übertriebener Fleischkonsum mache aus jeder Gesellschaft ein Massenkrankenhaus.
Europa kann in Kopenhagen 40-prozentige CO2-Minderung anbietenBerlin, 02.12.2009: BUND/FoEE-Studie zu ungenutzten Potentialen beim Klimaschutz. Die Staaten der Europäischen Union können ihr bisher bis 2020 zugesagtes Ziel einer 20prozentigen Minderung der Treibhausgase deutlich erweitern. Die CO2-Emissionen in der EU ließen sich um bis zu 40 Prozent verringern, wenn beispielsweise die erneuerbaren Energien stärker ausgebaut und die vorhandenen Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz entschlossener genutzt würden.
Less Meat = Less HeatBrüssel, 29.11.2009: Am 3. Dezember spricht der Musiker vor dem Europäischen Parlament, um sich für eine fleischlose Ernährung zugunsten des Klimaschutzes einzusetzen. Der Anteil der Nutztierhaltung an den globalen Treibhausgasemissionen wurde bereits im Jahr 2006 auf 18% geschätzt (mehr dazu auch in unserem Positionspapier). Diese Schätzung stammt aus einer Studie der FAO, die unter dem Titel "Livestocks Long Shadow" (zu Deutsch etwa: "Der lange Schatten der Nutztiere") erschien.
Ausweg aus dem TreibhausBerlin, 15.10.2009: Die Klimawissenschaftler sind sich weitgehend einig: Die globale Temperatur darf nicht um mehr als zwei Grad gegenüber vorindustriellen Zeiten steigen. Nur so lassen sich die schlimmsten Folgen des Klimawandels abwenden. Dazu müssen die Industrieländer ihre Treibhausgase allerdings bis 2050 um 95 Prozent gegenüber 1990 reduzieren. Wie dieses Ziel erreicht werden kann, zeigt die heute in Berlin vorgestellte Studie des WWF: Modell Deutschland Klimaschutz bis 2050.
Für wirtschaftliche CO2-SpeichertechnikenBrüssel, 14.10.2009: Für den Klimaschutz will die EU die Machbarkeit der CCS-Technologie weiter ausloten. Bei einem Treffen der EU-Kommission mit Vertretern aus 22 Staaten ging es heute vor allem um die Frage, wie sich die Vermarktung dieser Technologien zur Abscheidung und Speicherung des Treibhausgases Kohlendioxid beschleunigen lässt. EU-Energiekommissar Andris Piebalgs rief dazu auf, das Potenzial von CCS auszuschöpfen: "Der Staat muss weiterhin Entwicklung und Einsatz der CCS-Technologien fördern, wenn wir den Klimawandel erfolgreich bekämpfen wollen.
Politik für Menschen statt Vorfahrt für KonzerneHamburg, 05.10.2009: Greenpeace veröffentlicht Forderungen an Koalitionsverhandlungen. Zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und FDP fordert Greenpeace beide Parteien auf, die Erfolge der deutschen Umweltpolitik nicht zu gefährden und ihr einen höheren Stellenwert als bisher einzuräumen. Insbesondere soll am Atomausstieg festgehalten werden. In ihrem heute veröffentlichten Forderungspapier verlangt die Umweltorganisation außerdem ein "Notpaket Klimaschutz", um die deutschen Treibhausgase stärker als bisher geplant zu reduzieren.
Klimaschutz mit Biokohle?Bonn, 09.09.2009: Während einerseits in vielen Ländern Kohle als Energielieferant aus dem Boden gefördert wird, gibt es heute Wissenschaftler, die genau das Gegenteil erforschen: Kohle zurück in den Boden zu bringen, um das darin gebundene Treibhausgas Kohlendioxid langfristig zu deponieren. Diese so genannte Biokohle entsteht, wenn Biomasse bei niedriger Temperatur und ...
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Stand: 5. Maerz 2010
Erstellt: 5. Maerz 2010
Erstellt: 5. Maerz 2010




















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