Inserate
Top-News Politik und Wirtschaft
Kernkraft kann auslaufen
Fragwürdiges CCS-Gesetz soll schmutzigem Kohlestrom sauberes Image verschaffen
Gewerbegebiet Ostsee?
BUND-Klage gegen Bundesumweltministerium erfolgreich. BMU muss Unterlagen zum Elbschutz rausrücken
Wirtschaftsministerium hält Energiebericht zurück
Energieeffizienz statt Laufzeitverlängerung: Umwelt-, Verbraucherverbände und Gewerkschaften fordern zukunftsweisendes Energiekonzept
Werbung mit Klimaschutz beeinflusst Kaufverhalten
Taktloses Muskelspiel der Energiebranche
Transport- und Logistiksektor bleibt auf der Strecke
Familienstiftung investiert in ForestFinance-Mischwälder
Neue EU-Luftqualitätsrichtlinie in deutsches Recht umgesetzt
Atomkonsens einhalten: Atomlobbyisten in die Schranken weisen!
Grausame Tierquälerei bei Milchproduzent für Humana Milchunion
Etikettenschwindel im Textilhandel beenden
Trinkwasser wird Menschenrecht
Katalonien verbietet Stierkampf
Betriebsstromspiegel 2010: Mieter zahlen jährlich 100 Millionen Euro unnötig zuviel!
Die Nutzung der Windenergie auf dem Meer kennt nur Gewinner
WWF Statement zur Verschiebung des US-Klimagesetzes
Lieber aufgedreht als abgefüllt
Inserate
Umweltjournal.de | Politik und Wirtschaft  | Artikel Nr.: 16554

Nach Kopenhagen: Staaten melden wenig ambitionierte Klimaziele

Berlin, 27.01.2010: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat kurz vor Ablauf der bei der Kopenhagener Weltklimakonferenz vereinbarten Meldefrist für nationale CO2-Reduktionsziele (31. Januar) von Bundeskanzlerin Angela Merkel mehr Engagement beim Klimaschutz gefordert. Einen Monat nach dem Kopenhagener Weltklimagipfel müsse endlich wieder Bewegung in die stockenden Verhandlungen zum globalen Klimaschutz kommen.

Spätestens beim Sondergipfel der EU-Regierungschefs am 11. Februar müsse die Europäische Union eine CO2-Minderung bis 2020 um mindestens 30 Prozent im Vergleich zu 1990 fest zusagen. Die heute von der EU abgegebene Erklärung, ihre Treibhausgase um 20 Prozent, unter bestimmten Bedingungen auch um 30 Prozent, zu mindern, reiche nicht aus.

Im Rahmen des so genannten "Copenhagen Accord", einer im Dezember in Kopenhagen angenommenen politischen Willenserklärung, waren alle Länder eingeladen worden, bis Ende Januar ihre jeweiligen CO2-Minderungsziele an das internationale Klimasekretariat zu melden. Der BUND sieht in den wenig ambitionierten Klimaschutzzielen der Europäischen Union und anderer Industriestaaten die Hauptursache für das weitgehende Scheitern der Bemühungen zum Schutz des Weltklimas.

Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND: "Was die Industriestaaten bisher gemeldet haben, addiert sich auf lediglich zwischen elf und 19 Prozent CO2-Minderung. Wenn es dabei bleibt, ist eine Erderwärmung von bis zu vier Grad Celsius unvermeidlich. Die Folgen wären zunehmende Überschwemmungen, Hurrikans, Dürren und ein Anwachsen der Umweltflüchtlingsströme. Um das in Kopenhagen vereinbarte Ziel einer maximalen Temperaturerhöhung von zwei Grad einhalten zu können, ist die Reduzierung der CO2-Emissionen der Industriestaaten um mindestens 40 Prozent bis 2020 erforderlich. Davon sind wir weit entfernt."

Deutschland will seine CO2-Emissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent verringern. Für den Zeitraum danach gebe es noch keine konkreten Ziele. Deutschland und die EU müssten bis 2050 ihre Emissionen möglichst nahe Null senken, um das in Kopenhagen vereinbarte Klimaschutzziel zu erreichen. Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel es mit ihrer Forderung ernst meine, die Erderwärmung auf zwei Grad limitieren zu wollen, müsse sie endlich strengere Ziele für die EU durchsetzen.

Autor: BUND Freunde der Erde

Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Klimawandel":
Transport- und Logistiksektor bleibt auf der StreckeTransport- und Logistiksektor bleibt auf der Strecke
Berlin, 16.08.2010: Die Transport- und Logistikunternehmen liegen im Vergleich mit anderen Branchen beim Klimaschutz im Hintertreffen, obwohl gerade diese Industrie einen großen langfristigen Einfluss auf die Entwicklung des Klimawandels haben wird.
WWF Statement zur Verschiebung des US-KlimagesetzesWWF Statement zur Verschiebung des US-Klimagesetzes
Frankfurt a. M., 26.07.2010: „Für den Klimaschutz ist das ein dramatischer Rückschlag. Die USA sind einer der Hauptverursacher des Klimawandels und der US-amerikanische Senat ist unfähig, die notwendigen Energie- und Klimaschutzgesetze endlich auf den Weg zu bringen. Das ist mehr als unverantwortlich.
Klimaanlage der Erde läuft heißKlimaanlage der Erde läuft heiß
Berlin, 17.07.2010: Neue Daten zur Erhöhung der globalen Temperatur vom ‘Goddard Institute for Space Studies‘ der NASA zeigen, dass die erste Hälfte des Jahres 2010 das wärmste Halbjahr der letzten 130 Jahre war. Die Temperatur lag 0,7 Grad Celsius über dem Durchschnittswert. „Nur weil der Klimawandel auf der politischen Tagesordnung augenblicklich nicht ganz oben steht, hat er nicht aufgehört, zu existieren“ erklärt Regine Günther, Leiterin Klima- und Energiepolitik des WWF Deutschland.
Eventmanagement klimaneutral – Immer mehr Eventveranstalter führen Veranstaltungen CO2-neutral durch    Eventmanagement klimaneutral – Immer mehr Eventveranstalter führen Veranstaltungen CO2-neutral durch
Bonn, 16.07.2010: Die Themen steigende CO2-Emissionen und Klimawandel gewannen in den vergangenen Jahren immer mehr an Aufmerksamkeit und Bedeutung. So werden sich mehr Unternehmen Ihrer Verantwortung für die Umwelt und der Bedeutung von Nachhaltigkeit bewusst und auch Verbraucher bevorzugen immer stärker nachhaltig produzierte Produkte.
„Hitzewelle“ am Nordpol„Hitzewelle“ am Nordpol
Frankfurt a. M., 09.07.2010: Der “Nationale Schnee und Eis Daten Report” (NSIDC-Report) zum Zustand des arktischen Meereis weist einen neuen Rekord-Tiefststand aus. Demnach war die Eisfläche so klein wie in keinem Juni seit Beginn der Satelliten-Aufzeichnungen 1979.
Schlechte Noten für KlimagutachterSchlechte Noten für Klimagutachter
Berlin, 28.06.2010: Die Arbeit der Gutachter zu Einschätzungen von Klimaprojekten in Entwicklungsländern im Rahmen des Clean Development Mechanismus (CDM) ist nach wie vor schlecht. Eine jährlich durchgeführte Studie des WWF belegt, dass die Arbeit der Gutachterorganisationen weiterhin häufig von der UN bemängelt wird.
CO2-Footprint - CO2-Bilanzierung für Produkte und Unternehmen durch CO2OLCO2-Footprint - CO2-Bilanzierung für Produkte und Unternehmen durch CO2OL
Bonn, 18.06.2010: Wie viel CO2 erzeugt eine Veranstaltung oder ein Produkt? Wie ist der CO2-Footprint eines Unternehmens? Der CO2-Rechner von CO2OL gibt für einfache Fälle Antwort auf diese Fragen. Für komplexere Aufgaben, wie die Ermittlung des CO2-Footprint von ganzen Unternehmen, verfügt CO2OL über ein erfahrenes Team.
UN Klimaverhandlungen in Bonn schaffen keine PerspektiveUN Klimaverhandlungen in Bonn schaffen keine Perspektive
Hamburg, 13.06.2010: Das Ergebnis der zu Ende gegangenen Klimaverhandlungen in Bonn bewertet Greenpeace als schlechte Basis für die weitere Klimapolitik. Die Teilnehmer konnten nicht klären, was auf der nächsten UN-Klimakonferenz im Dezember in Mexiko beschlossen werden soll.
Klimaschutz und Landwirtschaft - Mehr Klarheit zu den ZahlenKlimaschutz und Landwirtschaft - Mehr Klarheit zu den Zahlen
Braunschweig, 12.05.2010: In der aktuellen Klimadiskussion wird die Rolle der Landwirtschaft sehr unterschiedlich wahrgenommen. Sie gilt als Betroffene des Klimawandels ebenso wie als Mitverursacher, und nicht selten sind die Einschätzungen interessengeleitet.
Klappe, die Erste! Umwelt im Kameralicht junger FilmemacherKlappe, die Erste! Umwelt im Kameralicht junger Filmemacher
Bad Iburg, 23.04.2010: Kamera läuft – und Action: rund 100 Jugendliche aus ganz Europa tauchen derzeit in die Welt des Films ab. Mit dabei sind 26 Schüler des Gymnasiums Bad Iburg. Mit lustigen wie nachdenklichen Werbespots machen sie im Projekt „jugend denkt um.welt“ auf den Klimawandel aufmerksam und möchten andere zum Handeln anstiften.

Stand: 27. Januar 2010
Erstellt: 27. Januar 2010