BUND warnt: Bundesregierung darf nicht zur Kumpanin der Atomkonzerne werden
Berlin, 21.01.2010: Anlässlich des heute Abend im Kanzleramt stattfindenden Gesprächs zwischen Bundesregierung und Stromkonzernen über mögliche AKW-Laufzeitverlängerungen hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Regierungskoalition davor gewarnt, ihre Energiepolitik einseitig an den Interessen der großen Stromkonzerne auszurichten. Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: Die Bundesregierung riskiert nicht nur den nächsten Atommüll-Gau, wie wir ihn gerade in der Asse erleben.Sie arbeitet auch an ihrem nächsten Image-Abk. für größter anzunehmender Unfall, auch: Auslegestörfall.Gau als billige Kumpanin für Großkonzerne. Statt sich die Steigerung der Profite von Stromkonzernen zur Aufgabe zu machen, sollte sich die Bundesregierung um eine zukunftsfähige Energieversorgung kümmern.
Der beste Weg zu mehr Klimaschutz bezeichnet Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegen wirken sollen. Im Mittelpunkt steht derzeit die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen.Klimaschutz und einem modernen Energiesystem sei das zügige Abschalten der Atomkraftwerke. Atomkraft bremse den Ausbau der erneuerbaren Energien und zementiere die Vormachtstellung der großen Stromkonzerne. Deshalb protestierten neben Umweltverbänden wie dem Der BUND ist mit über 365.000 Mitgliedern der größte deutsche Umweltverband und Mitglied im FriendsOfTheEarth.BUND auch Stadtwerkverbände und die Erneuerbare-Energien-Branche gegen die Regierungspläne.
Das Argument, Abkürzung für Atomkraftwerk.AKW-Laufzeitverlängerungen führten zu niedrigeren Strompreisen, wies der Der BUND ist mit über 365.000 Mitgliedern der größte deutsche Umweltverband und Mitglied im FriendsOfTheEarth.BUND zurück. Der Strompreis bilde sich an der Börse. Laufzeitverlängerungen steigerten lediglich die Gewinnspanne der Konzerne. Auch die vom BDI bei Verlängerung der Reaktorlaufzeiten genannte Zahl von etwa 60 000 neuen Arbeitsplätzen sei fragwürdig. Ihr stehe bei konsequenter Fortsetzung des Ausbaus erneuerbarer Energien und bei ambitionierten Energiesparprogrammen ein Beschäftigungspotential von rund einer halben Million gegenüber. Den einzigen Vorteil längerer AKW-Laufzeiten hätten die Energiekonzerne: Sie würden mit ihren inzwischen abgeschriebenen Reaktoren weitere Milliardengewinne einfahren.
Weiger: Die Gier der Stromkonzerne auf Kosten der Sicherheit der Bevölkerung ist schamlos und stellt die Gier der Banker weit in den Schatten. Milliarden Schulden kann man abbezahlen. Doch mit jedem Jahr Laufzeitverlängerung wächst der radioaktive Müllberg um weitere 450 Tonnen. Weiger forderte Bundesumweltminister Norbert Röttgen auf, nicht auf die Taschenspielertricks der Energiekonzerne und sie unterstützender Lobbyverbände hereinzufallen. Der Atomausstieg sei nicht nur für Mensch und Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt der sicherste und kostengünstigere Weg, er stärke zugleich die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft und erschließe ihr wachsende Märkte im Bereich erneuerbarer Energien und Energieeffizienz.
Autor: BUND Freunde der Erde
Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Atomkraft":
Kernkraft kann auslaufenBerlin, 31.08.2010: Gestern hat die Bundesregierung das in Auftrag gegebene Gutachten für die zukünftige deutsche Energieversorgung vorgestellt. Der WWF erkennt in den acht Szenarien keine stichhaltigen Argumente für eine verlängerte Laufzeit der Kernkraftwerke. Die Dokumente verdeutlichen:
Die Messlatte für das EnergiekonzeptFrankfurt a. M., 27.08.2010: Ende dieser Woche werden der Bundesregierung aller Voraussicht nach die Szenarien für das nationale Energiekonzept vorgelegt. Dem soll ein umfangreicher Katalog von politischen Maßnahmen zur Erreichung der gesetzten Klimaschutzziele bis zum Jahr 2050 folgen.
Energieeffizienz statt Laufzeitverlängerung: Umwelt-, Verbraucherverbände und Gewerkschaften fordern zukunftsweisendes Energiekonzept Berlin, 25.08.2010: Umwelt-, Verbraucherverbände und Gewerkschaften appellieren an die Bundesregierung, mit ihrem Energiekonzept endlich wirksame Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz auf den Weg zu bringen. Die im Sparpaket für 2011 angekündigte Milliarden-Kürzung bei der energetischen Gebäudesanierung müsse zurückgenommen werden.
Taktloses Muskelspiel der EnergiebrancheBerlin, 17.08.2010: Als taktloses Muskelspiel bezeichnet der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) die jüngsten Erpressungsversuche der vier großen Energieunternehmen zur Atompolitik. "Die Bundesregierung darf sich von den Drohgebärden nicht beeinflussen lassen", so Holger Krawinkel, Leiter des Fachbereichs Bauen, Energie und Umwelt im vzbv.
Atomkonsens einhalten: Atomlobbyisten in die Schranken weisen!Berlin, 02.08.2010: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat der Atomindustrie vorgeworfen, die enormen Probleme bei der Entsorgung des Atommülls und die Risiken des Weiterbetriebs von Atomkraftwerken vollständig auszublenden. Es sei entlarvend, dass RWE-Chef Jürgen Großmann in seinem heute in der Süddeutschen Zeitung veröffentlichten Plädoyer für längere AKW-Laufzeiten beide Themen überhaupt nicht erwähnt habe.
Laufzeitverlängerung schädigt WettbewerbBerlin, 05.07.2010: Eine Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken würde sich negativ auf den Wettbewerb auswirken. Darin sind sich der Bundesverband Neuer Energieanbieter (bne) und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) einig.
Energiesparen kann sechs Atomkraftwerke überflüssig machenBerlin, 25.06.2010: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat der Bundesregierung vorgeworfen, in den von ihr beauftragten Szenarien für ein energiepolitisches Gesamtkonzept keine Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz vorzusehen. Es gehe ihr vor allem darum, politisch gewollte Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke zu legitimieren.
Erneuerbare statt Atom: Energiewende sichernBerlin, 01.06.2010: Mit einer als Pressekonferenz inszenierten Demonstration haben Spitzenvertreter aus Umweltorganisationen, Parteien, ökologisch orientierten Verbänden und Unternehmen in Berlin vor dem Brandenburger Tor gegen die Atompolitik der Bundesregierung und für eine entschlossene Fortsetzung der Energiewende in Deutschland demonstriert.
Politischer Druck für Atomausstieg steigt. Anti-Atom-Bewegung setzte kraftvolle Zeichen gegen LaufzeitverlängerungenBerlin, 26.04.2010: Die große Zahl der Anti-Atom-Demonstranten, die am Samstag in vier Bundesländern für den Atomausstieg auf die Straße gingen, ist für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ein riesiger Erfolg.
Anti-Atom-Demonstrationen in vier Bundesländern am SamstagBerlin, 23.04.2010: In den für den kommenden Samstag (24.4.) in Schleswig-Holstein, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Hessen stattfindenden Anti-Atom-Demonstrationen sieht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) deutliche Warnsignale gegen den Pro-Atomkurs der Bundesregierung.
Stand: 21. Januar 2010
Erstellt: 21. Januar 2010
Erstellt: 21. Januar 2010




















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