Top-News
Täglich frisch auf den Tisch:
Unser Tagesrückblick erreicht Sie stets früh morgens mit den aktuellsten Meldungen vom Vortag. Bestellen Sie jetzt Ihren kostenlosen Tagesrückblick!.
Umweltlexikon
Inserate
Prinzessin Stephanie von Monaco ist Präsidentin der „Federation Mondiale du Cirque“. Diese Organisation setzt sich vehement für den Erhalt des klassischen Zirkus und damit für Wildtiere im Zirkus ein.


Der Staatspräsident der Malediven, Mohamed Nasheed, und Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen haben in Berlin eine intensivere Zusammenarbeit vereinbart.


Wirtschaftskrise führt zum stärksten Emissionsrückgang seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland.


Der Schauspieler Thomas Kretschmann engagiert sich jetzt erstmals für eine Anti-Pelz-Kampagne der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V.



13 TierschützerInnen auf der Anklagebank in Wien.





Kinderarbeit und katastrophale Arbeitsbedingungen sind die Schattenseiten unserer Billigschokolade. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Die dunkle Seite der Schokolade“ des SÜDWIND-Instituts.


Am Brandenburger Tor gehen am 27.03 genauso die Lichter aus wie im Empire State Building und im höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa.



Erneuter Todesfall einer Trainerin in einem Sea World Tierpark.



Umweltjournal.de | Artikel Nr.: 16468

Halbgare Verpflichtungen zu nichts

Frankfurt a. M., 21.12.2009: Klimagipfel in Kopenhagen endet enttäuschend. Der Klimagipfel in Kopenhagen endete für den WWF mit einer herben Enttäuschung. Die angereisten Staats- und Regierungschefs hatten zwar teilweise vollmundige Erklärungen im Gepäck, sie schafften es jedoch nicht, ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen auf den Weg zu bringen.


„Es reicht nicht, sich dazu zu bekennen, die globale Erwärmung auf einen Anstieg unter zwei Grad begrenzen zu wollen, dann aber keine konkreten Ziele und Maßnahmen zu vereinbaren, so Regine Günther, Leiterin des Klimabereichs beim WWF Deutschland. Man habe kostbare Zeit verloren, die den Kampf gegen den Klimawandel weiter erschwere.

Der WWF fordert die Staats- und Regierungschef auf, dort weiterzumachen, wo man in Kopenhagen aufgehört habe. Von dem Debakel in Dänemark müsse man bei den kommenden Konferenzen lernen. Weder in Finanzierungsfragen noch bei der Zielsetzung oder der internationalen Überprüfung sei ein Durchbruch erzielt worden. Die Konferenz habe keinen der zehn wichtigsten Punkte abgearbeitet.

„Den Regierungschefs ist es nicht gelungen, sich in zentralen Punkten anzunähern. Darüber können die letztlich mühsam gefundenen Formulierungskompromisse nicht hinwegtäuschen. Schöne, aber letztlich leere Worte helfen uns nicht“, kritisiert Eberhard Brandes, Geschäftsführer des WWF Deutschland. Das sei, als ob ein Kettenraucher gelobe, ab morgen keine Zigaretten mehr anzurühren. "Um den Klimaschutzprozess neu zu beleben, ist es zentral, dass möglichst viele Länder eine Vorreiterrolle übernehmen. Sie müssen zeigen, dass die Umgestaltung der Ökonomien zu einer klimafreundlichen Wirtschaftsweise riesige Chancen bietet.“

Es komme jetzt drauf an, die zahlreichen Lücken in dem vagen Vertragsentwurf so schnell wie möglich zu füllen. Die so genannte Kopenhagener Übereinkunft sei weit davon entfernt, einen rechtlich verbindlichen Rahmen für den weltweiten Klimaschutz der kommenden Jahrzehnte zu liefern.

Der WWF wird die internationalen Klimaverhandlungen weiter kritisch begleiten. „Wir setzen aber darüber hinaus auf Partnerschaften mit Kommunen, Wirtschaftsunternehmen und anderen Teilen der Gesellschaft, um dem auf allen Ebenen entgegenzutreten“, so Brandes.
Autor: WWF Deutschland

Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Kopenhagen":
Nach Kopenhagen: Staaten melden wenig ambitionierte Klimaziele
Berlin, 27.01.2010: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat kurz vor Ablauf der bei der Kopenhagener Weltklimakonferenz vereinbarten Meldefrist für nationale CO2-Reduktionsziele (31. Januar) von Bundeskanzlerin Angela Merkel mehr Engagement beim Klimaschutz gefordert. Einen Monat nach dem Kopenhagener Weltklimagipfel müsse endlich wieder Bewegung in die stockenden Verhandlungen zum globalen Klimaschutz kommen.
Mindestgebot: 30 Prozent
Berlin, 20.01.2010: Wenn die EU bei den Klimaverhandlungen wieder die gern und viel zitierte Vorreiterrolle einnehmen will, muss sie ihr Emissions-Reduktionsziel für 2020 umgehend von 20 auf mindestens 30 Prozent erhöhen, erklärt der WWF kurz vor dem Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten (COREPER). In Brüssel wollen sich die EU-Vertreter am Mittwoch darüber verständigen, mit welchem Minderungsziel sie die Klimaverhandlungen nach Kopenhagen weiterführen.
Bürger gegen Lobbyisten - Unglaubliche Reaktion
New York, 28.12.2009: Mit dem Scheitern in Kopenhagen wurden die Hoffnungen der Welt bitter enttäuscht. Doch eine Gruppe ließ die Korken knallen: die Lobbyisten der Verschmutzer-Industrien, die mitverantwortlich sind, dass unsere Politiker versagt haben. Jetzt haben die Verschmutzer nur noch eine Sorge: Uns.
Der Schwarze Peter von Kopenhagen
Baden-Baden, 27.12.2009: Es war absehbar, dass der Klimagipfel in Kopenhagen scheitern muss. Aus Hopenhagen wurde Flopenhagen. Seit beinahe 20 Jahren verlaufen alle Klimakonferenzen der UNO immer so, dass der langsamste der 190 Mitgliedstaaten das Tempo bestimmt. Und solange Klimaschutz als Last und nicht als Chance für Innovation, Arbeitsplätze und Modernisierung empfunden wird, fehlt der Impetus für eine Klimaschutzpolitik, die diesen Namen auch verdient.
Halbgare Verpflichtungen zu nichts
Frankfurt a. M., 21.12.2009: Klimagipfel in Kopenhagen endet enttäuschend. Der Klimagipfel in Kopenhagen endete für den WWF mit einer herben Enttäuschung. Die angereisten Staats- und Regierungschefs hatten zwar teilweise vollmundige Erklärungen im Gepäck, sie schafften es jedoch nicht, ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen auf den Weg zu bringen.
Waldschutz: Mehr Glanz als Substanz
München, 21.12.2009: Bäume wachsen und binden CO2. Durch diese einfache Formel kommt Wald im Klimaschutz eine wichtige Rolle zu. Manchmal die eines Feigenblattes. Am letzten Tag der Klimaverhandlungen in Kopenhagen warnte die Hilfsorganisation CARE, dass ein Abkommen zum Waldschutz (REDD: Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation) ein allgemein eher schwaches Klimaabkommen verschleiern könnte.
Klimaschutz mit Messer und Gabel
Baden-Baden, 19.12.2009: Das Thema wurde auf dem Klimagipfel in Kopenhagen ausgeklammert, ja geradezu tabuisiert: Unser täglicher Fleischkonsum! Das weltweit zunehmende Fleischessen und die dafür notwendige Tierzucht verursachen schon heute mehr Treibhausgase als alle Autos dieser Welt zusammen. Schon der heilige Benedikt von Nursia warnte vor 1.500 Jahren vor zu viel Fleischgenuss. Übertriebener Fleischkonsum mache aus jeder Gesellschaft ein Massenkrankenhaus.
Kopenhagen-Ergebnis ist "Ohrfeige für das Weltklima und die ärmsten Staaten der Erde"
Kopenhagen/Berlin, 19.12.2009: "Die Welt hat auf Kopenhagen geschaut. Die Welt wurde bitter enttäuscht", sagte der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger, zu den Ergebnissen des Klimagipfels. Es sei eine Bankrotterklärung der Staats- und Regierungschefs, dass nach jahrelangen Vorverhandlungen am Ende der Kopenhagen-Konferenz keine ausreichenden Beschlüsse stünden, die der Dramatik des Klimawandels angemessen seien.
Kopenhagen-Teilnahme für Nichtregierungs-organisationen
Kopenhagen, 17.12.2009: Verhandlungen hinter verschlossenen Türen gefährden Weltklimagipfel. Der Kopenhagen-Delegation des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und seiner Dachorganisation Friends of the Earth International (FOEI), wurde am Mittwoch der Zugang zum Bella Center komplett verwehrt.
Kopenhagen vor dem Aus
New York, 17.12.2009: 48 Stunden vor dem Ende des entscheidenden Kopenhagener Klimagipfels stehen die Verhandlungen vor dem Scheitern. Morgen treffen Staats- und Regierungschefs zur heißen Schlussphase ein, 60 Stunden Direktverhandlungen. Experten sind sich einig: ohne massiven öffentlichen Druck für ein echtes Abkommen, kann die katastrophale Erwärmung nicht auf 2 Grad begrenzt werden.

Stand: 21. Dezember 2009
Erstellt: 21. Dezember 2009