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Umweltlexikon
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Prinzessin Stephanie von Monaco ist Präsidentin der „Federation Mondiale du Cirque“. Diese Organisation setzt sich vehement für den Erhalt des klassischen Zirkus und damit für Wildtiere im Zirkus ein.


Der Staatspräsident der Malediven, Mohamed Nasheed, und Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen haben in Berlin eine intensivere Zusammenarbeit vereinbart.


Wirtschaftskrise führt zum stärksten Emissionsrückgang seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland.


Der Schauspieler Thomas Kretschmann engagiert sich jetzt erstmals für eine Anti-Pelz-Kampagne der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V.



13 TierschützerInnen auf der Anklagebank in Wien.





Kinderarbeit und katastrophale Arbeitsbedingungen sind die Schattenseiten unserer Billigschokolade. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Die dunkle Seite der Schokolade“ des SÜDWIND-Instituts.


Am Brandenburger Tor gehen am 27.03 genauso die Lichter aus wie im Empire State Building und im höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa.



Erneuter Todesfall einer Trainerin in einem Sea World Tierpark.



Umweltjournal.de | Artikel Nr.: 16455

Licht und Schatten

Hamburg, 17.12.2009: Die EU-Fischereiminister haben sich heute in Brüssel auf Fischfangquoten für Nordsee und Nordostatlantik für das Jahr 2010 geeinigt. Die Fangmöglichkeiten auf Kabeljau, Schellfisch und Seezunge wurden um 15 bis 35 Prozent reduziert. Nach Ansicht der Umweltstiftung WWF spiegeln die angemessenen Entscheidungen vor allem den schlechten Zustand der Fischbestände wieder: Acht von zehn Beständen in EU-Gewässern gelten als überfischt.


Trotzdem stellt der WWF der Politik insgesamt ein schlechtes Zeugnis aus. „Das alljährliche Geschacher um den Fisch gehört zu den Krankheitssymptomen der Fischereipolitik“, so Karoline Schacht, Fischereireferentin beim WWF Deutschland. „Die EU muss Mehrjahrespläne für alle Fischbestände auflegen. Nur so bekommen Fisch und Fischer die langfristige Perspektive, die beide verdienen.“

Die Minister Deutschlands, Großbritanniens und Dänemarks einigten sich zudem auf Pilotprojekte zur Beifangvermeidung. Wenn Fischer ihren gesamten Fang anlanden und Überwachungskameras an Bord installieren, werden ihnen bis zu 5 Prozent mehr Quote zugeteilt. Nach Ansicht des WWF unterläuft diese Vorschusszahlung den Schutz der Bestände. „Allein die Ankündigung, sich auf See besser zu verhalten, sollte noch nicht belohnt werden - entscheidend ist die Umsetzung“, so Karoline Schacht. Viel sinnvoller sei es, wenn die Länder eine Quotenreserve anlegten und diese erst verteilten, wenn die Pilotprojekte erfolgreich seien.

Die Entscheidung der Minister wurde erschwert, weil in der vergangenen Woche das Handelsabkommen mit Norwegen über gegenseitige Fangrechte an wichtigen Beständen scheiterte. Während Norwegen seinen Makrelenanteil erhöhen wollte, ist die EU insbesondere an norwegischem Seelachs, Hering und Scholle interessiert. Bis ein neues Abkommen erzielt wird, dürfen die europäischen Fischer nicht in norwegischen Gewässern fischen und erhalten nur vorläufige Quoten.

Der WWF fordert darüber hinaus den Lebensmittelhandel auf, sein Sortiment auf nachhaltigen Fisch umzustellen und verweist auf die Niederlande. Dort haben sich alle großen Handelsketten dazu verpflichtet, ab 2012 nur noch Fisch mit dem Siegel für Nachhaltigkeit des „Marine Stewardship Council“ (MSC) anzubieten. Deutschland ist mit derzeit über 800 MSC-zertifizierten Produkten weltweit Marktführer. Damit bietet jeder Einkauf die Möglichkeit, aktiv zum Schutz der Meere beizutragen. Der WWF empfiehlt Verbrauchern, sich beim Fischkauf an die Empfehlungen des kostenlosen WWF-Fischführers zu halten. Auf Aal sollte unbedingt verzichtet werden - er ist vom Aussterben bedroht.
Autor: WWF Deutschland

Weiterführende Informationen:


Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Fischerei":
Wattenmeer gegen steigenden Meeresspiegel wappnen
Frankfurt a. M., 17.03.2010: Die 11. Konferenz der Anrainerstaaten des Wattenmeeres findet am 17. und 18. März unter deutscher Präsidentschaft auf Sylt statt. Auch nach Anerkennung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe durch die UNESCO sieht der WWF noch viele ungelöste Probleme, für die gemeinsame Strategien vereinbart werden müssen.
Vom Eisbär bis zum Schwarzaugenfrosch: Tierhandel bedroht die Artenvielfalt
München/Doha, 13.03.2010: Jagd, Elfenbeinschmuggel, Fischerei und Heimtierhandel bestimmen die Themen der vom 13. bis 25. März im Emirat Katar stattfindenden Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (englisch CITES). Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife stellt fünf Vertreter der bedrohten Artenvielfalt vor, über deren Schutz dort diskutiert wird.
Roter Thunfisch: Endstation Sushi
München, 05.03.2010: Kurz vor Beginn der Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) in Doha (Katar) am 13. März spaltet der Antrag Monacos, den Roten Thunfisch unter ein weltweites Handelsverbot zu stellen, noch immer die EU: Ein neuer Vorschlag der EU Kommission droht den Schutz des vom Aussterben bedrohten Speisefischs zu unterminieren.
Was kostet die Welt?
Berlin, 04.03.2010: Landwirtschaft, Fischerei, Tourismus, riesige Wirtschaftzweige sind auf eine intakte Natur angewiesen. Wissenschaftler schätzen, dass die Natur Jahr für Jahr ein Bruttosozialprodukt von 32 Billionen Dollar erwirtschaftet.
Bald mit Ökosiegel: Tunfisch aus der Dose
Hamburg, 03.02.2010: Tunfisch aus der Dose wird umweltverträglicher. Das bedeutendste Fanggebiet für den weltweit beliebten Skipjack-Tunfisch im sogenannten Korallen-Dreieck will seine Fangmethoden erstmals nach den Nachhaltigkeitskriterien des Marine Stewardship Council (MSC) zertifizieren lassen.
Der Weg zwischen Kutter und Ladentheke
Bremen, 23.02.2010: „fish international“ zeigt Produkte und Verarbeitungsmethoden. Norwegisch, englisch, chinesisch, französisch, russisch – in den Bremer Messehallen sind zurzeit allerlei Sprachen zu hören. Seit gestern vereint die „fish international“ Fachbesucher aus aller Herren Länder in Bremen. Zum zwölften Mal dreht sich hier alles um Fisch.
Unsere Ozeane – geplündert und gefährdet
Hamburg, 23.02.2010: Den größten Lebensraum auf diesem Planeten bilden die Ozeane. Sie bedecken 70 Prozent der Erdoberfläche – aber weniger als ein Prozent der Meere steht unter Naturschutz. Ihre Bedrohung durch industrielle Fischerei, Verschmutzung oder Rohstoffabbau nimmt in den letzten Jahrzehnten stark zu. Der WWF empfiehlt die eindrucksvolle Naturdokumentation „Unsere Ozeane“ als einen Film, der die Augen öffnet für die Faszination und Verwundbarkeit des Lebensraum Ozean.
Schwerpunkt: Nachhaltigkeit in der Fischbranche
Bremen, 22.02.2010: fish international 2010 wurde in der Messe Bremen eröffnet. „Wirtschaftlich erfolgreich durch nachhaltiges Handeln – an über 8.000 Arbeitsplätzen im Bremerhavener Fischereihafen steht dieses Credo für den wirtschaftlichen Aufschwung in der Seestadt“, sagte Dr. Heiner Heseler, Staatsrat beim Senator für Wirtschaft und Häfen der Freien Hansestadt Bremen, anlässlich der Eröffnung der Fachmesse „fish international“ am 21. Februar 2010.
80 Prozent der Bestände überfischt - Pro Wildlife fordert radikalen Umbau der Fischereipolitik
München, 06.01.2010. In diesem Jahr will die Europäische Union (EU) die Weichen für eine neue Fischereipolitik stellen. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife hat der EU hierfür einen 10-Punkte-Plan vorgelegt, der die Überfischung der Meere beenden soll. Der Plan enthält unter anderem die Forderungen, den Beifang zu reduzieren und strengere Kontrollen auf See durchzuführen.
In der Natur um Kaliningrad der Nachhaltigkeit auf der Spur
Lüneburg/Kaliningrad, 21.12.2009: DBU fördert deutsch-russisches Bildungskonzept. Sie ist Geburtsstätte des Philosophen Immanuel Kant und mit ihrer Werftindustrie und Fischereiflotte nicht nur Wirtschafts- und Industriezentrum Russlands, sondern auch Stadt der Universitäten und Museen, der Kultur und Forschung: Kaliningrad, das frühere deutsche Königsberg (Ostpreußen). Der Gedanke, dass wirtschaftlicher Fortschritt heute gemeinsam mit Umweltschutz und sozialer Gerechtigkeit gekoppelt werden muss, hat sich hier allerdings noch nicht durchgesetzt.

Stand: 17. Dezember 2009
Erstellt: 17. Dezember 2009