Umweltjournal.de | Politik und Wirtschaft  | Artikel Nr.: 16439

Wir sind noch zu retten!





Baden-Baden, 14.12.2009: Diese Woche war Spätsommer-Frühling. Solch ungewöhnliches Wetter sagt noch nichts über den Klimawandel. Aber die extremen Wetterlagen häufen sich. Jeder kann spüren: Das Klima hat sich in den letzten 30 Jahren merklich verändert. Die Erde hat Fieber. Das wurde soeben auf der Weltklima-Konferenz nochmal bestätigt. Dieses Jahr 2009 ist das wärmste des letzten Jahrzehnts und das letzte Jahrzehnt war das heißeste seit 150 Jahren. Es ist zu unserer Zeit global wärmer als wahrscheinlich je zuvor in den letzten drei Millionen Jahren.


Alle seriösen Klimaforscher sind sich darin einig, dass der Klimawandel die größte Herausforderung der Menschheitsgeschichte ist. Die Bundeskanzlerin spricht seit Jahren sogar von „der Überlebensfrage der Menschheit.“ Gletscher schmelzen, die Wüsten breiten sich aus, es drohen Dürren und Überschwemmungen, Bürgerkriege, Hungersnöte und Völkerwanderungen.

Im das Schlimmste zu verhindern müssen die Treibhausgase um mindestens um 80 bis 95 % gesenkt werden –je schneller, desto besser und preiswerter. Denn die Folgekosten des Klimawandels – so die Ökonomen in Kopenhagen – werden nahezu unbezahlbar. Auch Klimaschutz kostet. Aber kein Klimaschutz kostet die Zukunft.

Heute sind Bangladesch und große Teile Afrikas, China und Indien betroffen, aber schon morgen auch Hamburg und Bremen, Kopenhagen, Amsterdam, Rotterdam und ganz Holland. Wenn auf dem Klimagipfel noch ein Funke Vernunft herrscht, dann werden sich die 192 teilnehmenden Staaten und Regierungen auf ein wenigstens bescheidenes Ziel einigen, die Treibhausgase rasch zu reduzieren. Das heißt, weltweit weniger Kohle, Gas und Erdöl zu verbrennen.

Das Wissen, das Geld und die Technologien zur Rettung des Planeten sind vorhanden. Es fehlt ausschließlich am politischen Willen und an ein wenig Weisheit. Alternative Energien gibt es ausreichend. Wir leben auf einem sehr reichen Planeten. Allein in Deutschland kann mit Sonne, Wasserkraft, Wind und Erdwärme mehr als 200mal mehr Energie produziert werden als wir heute verbrauchen. Es gibt grundsätzlich kein Energieproblem. Es gibt nur falsches Energieverhalten. Der liebe Gott war nicht blöd und die Evolution nicht doof. Wir haben alles, was wir brauchen in Hülle und Fülle. Wir müssen allerdings unser Energieverhalten so rasch wie möglich und zu 100% ändern.

In Kopenhagen wird verhandelt, aber in jeder Kommune und in jedem Haushalt wird gehandelt.
Autor: Franz Alt
1098 Aufrufe
Stand: 14. Dezember 2009
Erstellt: 14. Dezember 2009

Weiterführende Informationen:

Weitere Meldungen zum Thema "Klimaschutz":

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