Umweltjournal.de | Politik und Wirtschaft  | Artikel Nr.: 16415

Essen für die Müllhalde





München, 08.12.2009: Forscher zeichnen erschreckendes Bild der Verschwendung. Fast 40 Prozent der in den USA gekauften Lebensmittel landen im Müll. Zu diesem Ergebnis kommen Experten vom National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases NIDDK in Bethesda, Maryland.



Die Forscher verglichen die Regierungsangaben über die bereitstehenden Nahrungsmittel mit den Gewichts- und Verbraucherdaten der Menschen. Denn wenn man weiß wie viel ein Mensch wiegt und wie häufig er sich in etwa bewegt, lässt sich sein Grundumsatz berechnen. Zudem werteten die Wissenschaftler Aufzeichnungen über die Gewichtsentwicklung des durchschnittlichen US-Amerikaners aus.

Sie berechneten daraus eine Kalorienmenge aus der sie wiederum ableiten konnten, wie viele insgesamt verfügbare Kilokalorien verloren gehen und somit im Müll landen. In Zahlen bedeutet das: Im Jahr 2003 standen in den USA pro Kopf 7500 Kilokalorien bereit, wovon jedoch nur 2300 konsumiert wurden, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin "PLoS ONE" berichten. Das entspricht 39 Prozent der zur Verfügung stehenden Nahrungsmittel, die im Müll landeten.

Die US-Wissenschaftler planen nun, ihre Untersuchungen auf andere Länder auszuweiten. Für Deutschland gibt es derzeit noch keine genauen Zahlen, doch auch hierzulande werden viele Lebensmittel weggeworfen, die oft noch genießbar sind. Eine Studie aus Österreich geht etwa davon aus, dass rund 10 Prozent aller verpackten Lebensmittel unveröffentlicht im Hausmüll landen (siehe natur+kosmos 05/2009: Darf's etwas weniger sein?.)

Bild: Fotolia
Autor: Natur + Kosmos
1623 Aufrufe
Stand: 8. Dezember 2009
Erstellt: 8. Dezember 2009

Weiterführende Informationen:

Weitere Meldungen zum Thema "Lebensmittel, Kalorien":

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