Inserate
Top-News Politik und Wirtschaft
Kernkraft kann auslaufen
Fragwürdiges CCS-Gesetz soll schmutzigem Kohlestrom sauberes Image verschaffen
Gewerbegebiet Ostsee?
BUND-Klage gegen Bundesumweltministerium erfolgreich. BMU muss Unterlagen zum Elbschutz rausrücken
Wirtschaftsministerium hält Energiebericht zurück
Energieeffizienz statt Laufzeitverlängerung: Umwelt-, Verbraucherverbände und Gewerkschaften fordern zukunftsweisendes Energiekonzept
Werbung mit Klimaschutz beeinflusst Kaufverhalten
Taktloses Muskelspiel der Energiebranche
Transport- und Logistiksektor bleibt auf der Strecke
Familienstiftung investiert in ForestFinance-Mischwälder
Neue EU-Luftqualitätsrichtlinie in deutsches Recht umgesetzt
Atomkonsens einhalten: Atomlobbyisten in die Schranken weisen!
Grausame Tierquälerei bei Milchproduzent für Humana Milchunion
Etikettenschwindel im Textilhandel beenden
Trinkwasser wird Menschenrecht
Katalonien verbietet Stierkampf
Betriebsstromspiegel 2010: Mieter zahlen jährlich 100 Millionen Euro unnötig zuviel!
Die Nutzung der Windenergie auf dem Meer kennt nur Gewinner
WWF Statement zur Verschiebung des US-Klimagesetzes
Lieber aufgedreht als abgefüllt
Inserate
Umweltjournal.de | Politik und Wirtschaft  | Artikel Nr.: 16415

Essen für die Müllhalde

München, 08.12.2009: Forscher zeichnen erschreckendes Bild der Verschwendung. Fast 40 Prozent der in den USA gekauften Lebensmittel landen im Müll. Zu diesem Ergebnis kommen Experten vom National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases NIDDK in Bethesda, Maryland.



Die Forscher verglichen die Regierungsangaben über die bereitstehenden Nahrungsmittel mit den Gewichts- und Verbraucherdaten der Menschen. Denn wenn man weiß wie viel ein Mensch wiegt und wie häufig er sich in etwa bewegt, lässt sich sein Grundumsatz berechnen. Zudem werteten die Wissenschaftler Aufzeichnungen über die Gewichtsentwicklung des durchschnittlichen US-Amerikaners aus.

Sie berechneten daraus eine Kalorienmenge aus der sie wiederum ableiten konnten, wie viele insgesamt verfügbare Kilokalorien verloren gehen und somit im Müll landen. In Zahlen bedeutet das: Im Jahr 2003 standen in den USA pro Kopf 7500 Kilokalorien bereit, wovon jedoch nur 2300 konsumiert wurden, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin "PLoS ONE" berichten. Das entspricht 39 Prozent der zur Verfügung stehenden Nahrungsmittel, die im Müll landeten.

Die US-Wissenschaftler planen nun, ihre Untersuchungen auf andere Länder auszuweiten. Für Deutschland gibt es derzeit noch keine genauen Zahlen, doch auch hierzulande werden viele Lebensmittel weggeworfen, die oft noch genießbar sind. Eine Studie aus Österreich geht etwa davon aus, dass rund 10 Prozent aller verpackten Lebensmittel unveröffentlicht im Hausmüll landen (siehe natur+kosmos 05/2009: Darf's etwas weniger sein?.)

Bild: Fotolia

Autor: Natur + Kosmos

Weiterführende Informationen:


Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Lebensmittel, Kalorien":
Lebensmittel: Bilanz aus 85 TestsLebensmittel: Bilanz aus 85 Tests
Berlin, 27.05.2010: Biolebensmittel sind nicht automatisch gesünder oder schmackhafter als konventionelle Lebensmittel. Nach den test-Qualtiätsurteilen gibt es im Durchschnitt auch sonst keine qualitativen Unterschiede. Allerdings bietet die Ökokost zwei Vorteile gegenüber der konventionellen: Pestizide kommen selten vor. Außerdem engagieren sich die Bioanbieter wesentlich stärker für Umwelt und Soziales als Hersteller herkömmlicher Produkte.
Lidl verzichtet auf Käfig-Ei in weiteren ProduktenLidl verzichtet auf Käfig-Ei in weiteren Produkten
Hamburg, 01.05.2010: Der Lebensmittelkonzern Lidl weitet seinen Verzicht auf Käfig-Eier aus: Seit 2009 verkauft Lidl keine Schalen-Eier aus Käfighaltung mehr. Nun hat der Konzern auf eine weitere Forderung von VIER PFOTEN reagiert und wird auch bei Produkten seiner Eigenmarke nur noch Eier aus Bodenhaltung verwenden.
Entscheidung für die AmpelkennzeichnungEntscheidung für die Ampelkennzeichnung
Berlin, 12.03.2010: Kommenden Dienstag können die Abgeordneten im zuständigen Ausschuss des EU-Parlaments den Weg frei für die Ampelkennzeichnung machen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) appelliert vor der entscheidenden Sitzung des Ausschusses für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit, für eine verbraucherfreundliche Regelung zu stimmen.
Käse, Ovomaltine und CoKäse, Ovomaltine und Co
Köln, 27.02.2010: Dass die Schweiz neben CDs mit Daten von Bankkunden weitaus mehr zu bieten hat, wissen Schweizliebhaber schon lange. Ob heißgeliebte Süßigkeiten aus der Kindheit, berühmte regionale Spezialitäten, bekannte Markenprodukte oder modernste kulinarische Innovationen. Das Buch „In aller Munde“ stellt eine markante Auswahl der beliebtesten Schweizer Lebensmittel vor.
Bio-Lebensmittel - Warum sie wirklich gesünder sindBio-Lebensmittel - Warum sie wirklich gesünder sind
Völklingen, 17.02.2010: „Bio“ war lange Zeit fast ein Schimpfwort. Und diejenigen, die die Produkte kauften, galten als Spinner oder Ökos. Nach zahlreichen Lebensmittel-Skandalen änderte sich das. Heute gibt es einen Bio-Boom. Jede und jeder kauft plötzlich Bio. Plötzlich wissen die Verkäufer nicht mehr, wo sie die Produkte zum Verkaufen hernehmen sollen. Bio-Notstand im Lande.
„Weniger CO2 heißt auch weg vom Ei“„Weniger CO2 heißt auch weg vom Ei“
Aachen, 14.01.2010: „Landwirtschaft und Klimawandel – neue Konzepte von Politik und Wirtschaft“ kündigt das Bundeslandwirtschaftsministerium als zentrales Thema zur Freitag beginnenden Internationalen Grüne Woche in Berlin an. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte fordert von der Bundesregierung, diesen Absichten auch Taten folgen zu lassen, die Menschen, Tieren und Umwelt gerecht werden.
Regionale und saisonale Lebensmittel sind erste Wahl fürs KlimaRegionale und saisonale Lebensmittel sind erste Wahl fürs Klima
Bonn, 06.01.2010: Der Genuss von Lebensmitteln ist für den Verbraucher im Wesentlichen CO2-neutral. Dies betont der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV). Denn landwirtschaftliche Kulturen hätten unter Nutzung von Sonnenenergie zuvor deutlich mehr CO2 gebunden, als durch die landwirtschaftliche Produktion insgesamt ausgestoßen würde. Verzichtsstrategien seien bei der Ernährung aus Klimaschutzgründen wenig Ziel führend.
Genuss mit KöpfchenGenuss mit Köpfchen
Berlin, 21.12.2009: So wie die Weihnachtszeit akustisch mit Glöckchengekling und Trompeten verbunden ist, so riecht und schmeckt sie auch charakteristisch nach Gebäck und anderen Leckereien. Sich die aus Angst um die Figur gänzlich zu versagen, ist dabei gar nicht nötig. Mit etwas Umsicht und Bewusstsein für die Adventsverlockungen lassen sich Genuss und Gewicht gut vereinbaren.
Essen für die MüllhaldeEssen für die Müllhalde
München, 08.12.2009: Forscher zeichnen erschreckendes Bild der Verschwendung. Fast 40 Prozent der in den USA gekauften Lebensmittel landen im Müll. Zu diesem Ergebnis kommen Experten vom National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases NIDDK in Bethesda, Maryland.
Bio für Leute mit ZeitBio für Leute mit Zeit
Berlin, 01.12.2009: Food Coops sind trotz ihrer langen Tradition vielen Verbrauchern nicht bekannt, dabei gibt es in Deutschland einige hundert dieser Kooperativen. Im Interview erklärt Tom Albrecht, Vorstand in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Lebensmittelkooperativen e.V., was Food Coops ausmacht und weswegen sie manchem Biohändler ein Dorn im Auge sind.

Stand: 8. Dezember 2009
Erstellt: 8. Dezember 2009