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Kinderarbeit und katastrophale Arbeitsbedingungen sind die Schattenseiten unserer Billigschokolade. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Die dunkle Seite der Schokolade“ des SÜDWIND-Instituts.


Am Brandenburger Tor gehen am 27.03 genauso die Lichter aus wie im Empire State Building und im höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa.



Erneuter Todesfall einer Trainerin in einem Sea World Tierpark.




"Eine interimistisch einberufene Tagung der IWC entscheidet über die Legalisierung der Bejagung von Buckelwalen.



In einer neuen Studie haben die Wissenschaftler des Münchener Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo) die volkswirtschaftlichen Effekte der Biodieselproduktion in Deutschland errechnet.



VIER PFOTEN vermutet, dass die Daunen von Gänsen stammen, die bei lebendigem Leib gerupft wurden.



Obwohl seit mehr als 20 Jahren der Fachwelt bekannt ist, dass sehr wahrscheinlich ein Klimawandel bevorsteht, wurde diese Tatsache in der Vergangenheit in der Öffentlichkeit wenig beachtet.


Mit dem neuen Internetportal www.tierschutzwatch.de bietet der Bundesverband Menschen für Tierrechte eine bislang einzigartige Plattform an.

Umweltjournal.de | Artikel Nr.: 16405

Kein Handel mit Eisbären!

München, 06.12.2009: Anlässlich des UN-Weltklimagipfels in Kopenhagen vom 7. bis 18. Dezember fordert die Artenschutzorganisation Pro Wildlife Schritte zur Rettung der Eisbären. "Die Staatschefs müssen sich jetzt auf ein ehrgeiziges und verbindliches Abkommen für den Klimaschutz einigen, damit das Symbol des Klimawandels noch eine Überlebenschance hat", sagt Pro Wildlife Sprecherin Daniela Freyer.


"Darüber hinaus müssen Eisbären endlich streng geschützt werden.“ Die USA haben ein internationales Handelsverbot für Eisbären beantragt, über das die Staatengemeinschaft im März 2010 auf der Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (WA) entscheidet. „Der Schutzantrag der USA ist ein wichtiger Schritt zum Überlebender weißen Riesen: Der Handel mit Eisbärfellen und –trophäen ist unverantwortlich“, so Freyer.

Hauptbedrohung für den Eisbären ist die Erderwärmung und das Abschmelzen des Packeises am Nordpol. Entsprechend hoch sind die Erwartungen vor allem an die USA, in Kopenhagen endlich konkrete Zusagen für eine Reduktion des CO2-Ausstoßes zu machen. Eine weitere Gefährdung des Eisbären könnte die Staatengemeinschaft in wenigen Monaten stoppen – den internationalen Handel mit Fellen und Jagdtrophäen.

Handel mit Eisbärfellen blüht

Der Bestand von Ursus maritimus wird weltweit auf 20.000 bis 25.000 Tiere geschätzt. Wissenschaftler haben berechnet, dass davon in 100 Jahren 80 Prozent verschwunden sein könnten. Mit dem rasanten Abschmelzen des arktischen Packeises reduziert sich der Lebensraum der Eisbären, sie verlieren ihr Jagdrevier und ihre Kinderstube. Bereits jetzt sind zwei Drittel der untersuchten Bestände rückläufig; 2005 war es noch ein Viertel. Dennoch werden jedes Jahr Hunderte Eisbären für den kommerziellen Handel gejagt – mit steigender Tendenz: 563 Eisbärfelle und 138 Jagdtrophäen wurden alleine im Jahr 2007 verkauft, vor allem nach Japan und Europa. Die meisten Tiere stammen aus Kanada, obwohl dort mehr als die Hälfte der Eisbärbestände rückläufig sind. Grönland hat zwar 2008 die Ausfuhr von Eisbärfellen ausgesetzt, plant aber, den Handel wieder aufzunehmen und hat alleine dieses Jahr 130 Tiere zum Abschuss frei gegeben. Alle übrigen Herkunftsstaaten (USA, Russland und Norwegen) verbieten bereits, dass Eisbärenfelle zu kommerziellen Zwecken ausgeführt werden.

USA beantragt Handelsverbot
Um diesem Aderlass ein Ende zu setzen, hat die USA nun beantragt, den Eisbären unter den strengsten Schutz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens zu stellen. Stimmt die Staatengemeinschaft dem zu, wird jeglicher kommerzieller Handel mit Eisbären verboten. „Die Eisbären sind durch den Klimawandel akut gefährdet“, so die Pro Wildlife Sprecherin. „Jedes zusätzlich abgeschossene Tier bedeutet einen unverantwortlichen Blutzoll. Das muss ein Ende haben.“

Die Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens findet vom 13. bis 25. März 2010 in Doha, Katar statt.
Autor: Prowildlife

Weiterführende Informationen:


Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Artenschutz":
Roter Thunfisch: Endstation Sushi
München, 05.03.2010: Kurz vor Beginn der Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) in Doha (Katar) am 13. März spaltet der Antrag Monacos, den Roten Thunfisch unter ein weltweites Handelsverbot zu stellen, noch immer die EU: Ein neuer Vorschlag der EU Kommission droht den Schutz des vom Aussterben bedrohten Speisefischs zu unterminieren.
Gewilderte Elefanten, leere Meere
München, 22.02.2010: Artenschutzkonferenz entscheidet über Schutz von Thunfisch, Haien, Elefanten und Eisbären. Ein regelrechtes Tauziehen um kommerziell genutzte marine Arten erwarten Artenschützer auf der Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens vom 13.-25. März in Katar.
Keine „grüne Welle“ für den Natur- und Artenschutz
Berlin 18.02.2010: 2007 hatte die Bundesregierung mit der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt ein Paket mit 330 Zielen und rund 430 Maßnahmen für den Erhalt der Artenvielfalt verabschiedet. Große Verantwortung für deren Umsetzung haben die Bundesländer.
Strengere Schutzmaßnahmen für Meeresräuber - Hunger auf Schillerlocke & Co rottet Haie aus
Berlin/Hamburg, 31.01.2010. Im Vorfeld zur 15. Konferenz zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) vom 13. bis 25. März in Doha/Katar fordert der NABU strenge Schutzmaßnahmen für durch Überfischung bedrohte Haiarten wie Dorn-, Herings- und Hammerhaie sowie den atlantischen Blauflossenthun (Roter Thun).
Neuer Anlauf zum Stopp des Artensterbens
Berlin/Madrid, 27.01.2010: Der NABU hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen aufgefordert, sich auf der Konferenz der spanischen Ratspräsidentschaft (26.-27.1.) für ein ambitioniertes Biodiversitätsziel einzusetzen. „Alle bisherigen Forschungsberichte haben belegt, dass die Europäische Union ihr selbst gestecktes Ziel, das Artensterben bis zum Ende des Jahres 2010 zu stoppen, mit ihrer bisherigen Politik nicht erreichen kann.
Countdown 2010: Die Zeit läuft ab
Berlin, 09.01.2010: Den Kampf gegen das Artensterben nicht weiter verschleppen. Zum Beginn des Internationalen Jahres der biologischen Vielfalt fordert der NABU von der Bundesregierung mehr Anstrengungen zum konsequenten Schutz von natürlichen Lebensräumen für Pflanzen und Tiere. Um den Artenverlust zu stoppen, müssten vor allem die Gefährdungsursachen stärker bekämpft werden wie zum Beispiel die Vernichtung wertvoller Lebensräume durch den Umbruch von Grünland zu Äckern oder der Flächenfraß durch Verkehrs- und Bauprojekte.
80 Prozent der Bestände überfischt - Pro Wildlife fordert radikalen Umbau der Fischereipolitik
München, 06.01.2010. In diesem Jahr will die Europäische Union (EU) die Weichen für eine neue Fischereipolitik stellen. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife hat der EU hierfür einen 10-Punkte-Plan vorgelegt, der die Überfischung der Meere beenden soll. Der Plan enthält unter anderem die Forderungen, den Beifang zu reduzieren und strengere Kontrollen auf See durchzuführen.
Eisbär, Tiger & Co: Gewinner und Verlierer 2009
Frankfurt a. M., 29.12.2009: Menschenverursachtes Artensterben schreitet auch 2009 ungebremst voran. WWF: Bundesregierung verfehlt Biodiversitäts-Ziel. Die Umweltstiftung WWF zieht unter Artenschutzgesichtspunkten eine durchwachsene Jahresbilanz. Während sich die Lage von Tiger, Eisbär oder Nashorn in 2009 weiter verschlechtert habe, können Elbebiber, Luchs und Amur-Leopard etwas optimistischer in die Zukunft blicken.
2010 wird entscheidend für den Artenschutz. Hunderttausende Pflanzen- und Tierarten gefährdet
Berlin, 28.12.2009: Eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre sieht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) darin, den Schwund der biologischen Vielfalt zu stoppen. Das Ziel, bis 2010 den Verlust der Biodiversität aufzuhalten, werde leider verfehlt. Unzähligen Tier- und Pflanzenarten drohe nach wie vor die Ausrottung.
Neuer Coltan-Boom bedroht Gorillas im Kongo
München, 22.12.2009: Blutige Geschäfte mit Rohstoffen – die dunkle Seite der glitzernden High-Tech-Welt. Für die Gorillas im Kongo wird es eng: Das sel­tene Roherz Coltan wird wieder verstärkt in den letzten Rückzugsgebieten der Gorillas im Kongo abgebaut. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife befürchtet verheerende Folgen für die Gorillas: Die Minenarbeiten zerstören den Lebensraum der Tiere, und für die Fleischversorgung der Arbei­ter werden die Menschenaffen im großen Stil gewildert.

Stand: 6. Dezember 2009
Erstellt: 6. Dezember 2009