Umweltjournal.de | Politik und Wirtschaft  | Artikel Nr.: 16392

Gefahr durch Weihnachtslichterketten





Brüssel, 03.12.2009: Die UN-Klimaschutzkonferenz vom 7. bis 18. Dezember in Kopenhagen muss zu einem globalen und umfassenden Klimaschutzübereinkommen mit hochgesteckten Zielen führen. Kurz vor Kopenhagen wies die EU-Kommission erneut nachdrücklich darauf hin, wie wichtig ein Abkommen ist, um den gefährlichen Klimawandel abzuwenden. EU-Kommissionspräsident José Manual Barroso rief die führenden Politiker der Welt zu mutigen Entscheidungen auf:


"Mit ihrer einseitigen Verpflichtung, die Emissionen bis 2020 um 20 Prozent zu senken, und mit den Vorschlägen für die Finanzierung des Klimaschutzes in Entwicklungsländern hat die Europäische Union das Tempo vorgegeben. Wir sind sogar bereit, unser Emissionsminderungsziel auf 30 Prozent zu erhöhen, wenn auch unsere Partner in den Industrie- und den Entwicklungsländern ihren fairen Anteil an den globalen Bemühungen übernehmen.“

Die Europäische Union wird sich dafür einsetzen, auf dem Weg zu einem ehrgeizigen und rechtsverbindlichen globalen Klimaschutzübereinkommen (das ab 2013 das Kyoto-Protokoll ersetzt), so weit wie möglich voranzukommen. Auf der Konferenz müssen die wichtigsten politischen Elemente des Vertrags festgelegt werden. Außerdem müssen sich die Teilnehmer auf ein Verfahren für die Ausarbeitung des vollständigen Textes bis Mitte 2010 einigen. Das Übereinkommen von Kopenhagen sollte auch ein „Schnellstart“-Programm umfassen, damit bestimmte Maßnahmen, darunter finanzielle Hilfe für die am wenigsten entwickelten Länder, sofort umgesetzt oder ausgearbeitet werden können.

EU-Umweltkommissar Stavros Dimas ergänzte: „Ich bin sehr froh, dass mehrere wichtige Partner, darunter die USA und China, nun konkrete Emissionsziele oder Maßnahmen vorgelegt haben. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Industrieländer ihre Emissionen bis 2020 gegenüber dem Stand von 1990 um 25 bis 40 Prozent senken und die Entwicklungsländer ihren Emissionsanstieg auf etwa 15 bis 30 Prozent unter den für 2020 prognostizierten Werten begrenzen müssen, wenn der globale Temperaturanstieg unter 2 °C gehalten werden soll. Aber das, was die Industrieländer zusammen anbieten, reicht bei Weitem nicht aus, um dieses Ziel zu erreichen. Deshalb rufe ich alle Länder, deren Ziele nicht ehrgeizig genug sind, auf, noch nachzubessern. Außerdem würden mehrere Bestimmungen in den derzeitigen Verhandlungstexten zu niedrigeren Zielen für die Industrieländer führen. Deshalb müssen diese Bestimmungen in Kopenhagen verschärft werden. Die Gewährleistung der Umweltintegrität des künftigen Klimaübereinkommens ist von größter Bedeutung für die EU.“
Autor: Europäische Kommission in Deutschland
1108 Aufrufe
Stand: 3. Dezember 2009
Erstellt: 3. Dezember 2009

Weiterführende Informationen:

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