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Prinzessin Stephanie von Monaco ist Präsidentin der „Federation Mondiale du Cirque“. Diese Organisation setzt sich vehement für den Erhalt des klassischen Zirkus und damit für Wildtiere im Zirkus ein.


Der Staatspräsident der Malediven, Mohamed Nasheed, und Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen haben in Berlin eine intensivere Zusammenarbeit vereinbart.


Wirtschaftskrise führt zum stärksten Emissionsrückgang seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland.


Der Schauspieler Thomas Kretschmann engagiert sich jetzt erstmals für eine Anti-Pelz-Kampagne der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V.



13 TierschützerInnen auf der Anklagebank in Wien.





Kinderarbeit und katastrophale Arbeitsbedingungen sind die Schattenseiten unserer Billigschokolade. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Die dunkle Seite der Schokolade“ des SÜDWIND-Instituts.


Am Brandenburger Tor gehen am 27.03 genauso die Lichter aus wie im Empire State Building und im höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa.



Erneuter Todesfall einer Trainerin in einem Sea World Tierpark.



Umweltjournal.de | Artikel Nr.: 16388

Europa kann in Kopenhagen 40-prozentige CO2-Minderung anbieten

Berlin, 02.12.2009: BUND/FoEE-Studie zu ungenutzten Potentialen beim Klimaschutz. Die Staaten der Europäischen Union können ihr bisher bis 2020 zugesagtes Ziel einer 20prozentigen Minderung der Treibhausgase deutlich erweitern. Die CO2-Emissionen in der EU ließen sich um bis zu 40 Prozent verringern, wenn beispielsweise die erneuerbaren Energien stärker ausgebaut und die vorhandenen Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz entschlossener genutzt würden.

Das ist das Ergebnis einer Studie des Stockholm Environment Institutes mit dem Titel „Europe’s Share of the Climate Challenge“, die im Auftrag von Friends of the Earth Europe (FoEE), der europäischen Dachorganisation des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erstellt wurde. Die Studie, eine Woche vor Beginn der Klimaverhandlungen in Kopenhagen heute veröffentlicht, zeigt auch, wie die 27 EU-Staaten bis 2050 im Vergleich zu 1990 rund 90 Prozent ihrer CO2-Emissionen reduzieren könnten.



Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: „Die Europäische Union kann und muss einen angemessenen Anteil an der weltweit notwendigen Emissionsminderung übernehmen. Eine 40prozentige Reduktion der Treibhausgase ist bezahlbar und machbar, riskante oder fragwürdige Technologien wie die Atomenergie oder angeblich emissionsfreie Kohlekraftwerke sind dabei überflüssig und kontraproduktiv. Die EU kann in Kopenhagen mehr anbieten als bisher und ihre Klimaziele deutlich erweitern. Deutschland als größter Mitgliedsstaat hat die Aufgabe, die anderen Länder der EU dafür zu gewinnen. Ambitionierter Klimaschutz steigert die Lebensqualität und trägt zugleich dazu bei, die Entwicklung ärmerer Länder zu ermöglichen.“



Die Studie „Europe’s Share of the Climate Challenge“ basiert auf einem Szenario, in dem die Energieeffizienz radikal gesteigert, erneuerbare Energien ambitioniert ausgebaut und der Ausstieg aus fossilen Energieträgern beschleunigt wird. Hinzu kommen wesentliche Änderungen im Lebensstil, hier vor allem im Mobilitätsverhalten der Menschen. Dazu gehört, dass 2050 weit weniger als die Hälfte der Entfernungen mit dem Pkw zurückgelegt werden. Derzeit nutzen die Europäer im Durchschnitt bei dreiviertel ihrer Fahrten das Auto.



Weiger: „Die Studie zeigt auch, dass ehrgeizige europäische Klimaziele mit einer Unterstützung der Entwicklungsländer beim Kampf gegen den Klimawandel einher gehen können. Vor dem Hintergrund ihrer historischen Verantwortung für den Klimawandel und ihrer wirtschaftlichen Kapazitäten müssen die Industrieländer einen gerechten Anteil zur Unterstützung der armen Länder übernehmen.“



Laut Studie entstehen in der EU zwischen 2010 und 2020 durch ehrgeizige Zielsetzungen Kosten von etwa zwei Prozent von den in diesem Zeitraum über 100 Billionen Euro des Bruttoinlandsprodukts. Das bedeutet pro Person und Tag gerechnet rund zwei Euro Klimaschutzkosten. Einen angemessenen Anteil der EU an den Kosten für Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel in den ärmeren Ländern der Welt veranschlagt die Studie bis 2020 noch einmal mit 150 bis 450 Milliarden Euro pro Jahr. Das sind ein bis drei Prozent des europäischen Bruttoinlandsproduktes bzw. weniger als drei Euro pro Person und Tag.



Charles Heaps vom Stockholm Environment Institute und Hauptautor der Studie: „Unsere Analyse zeigt, dass drastische Emissionsreduktionen in Europa bis 2050 zu vernünftigen Kosten machbar sind und dies sogar bei eher konservativen Annahmen was den technologischen Fortschritt betrifft. Umfang und Tempo des notwendigen Wandels mögen gewaltig erscheinen und werden tatsächlich alle Kräfte der europäischen Wirtschaft in Anspruch nehmen. Aber die möglichen Kosten des Nicht-Handelns sind so riesig, dass nichts zu tun eine weitaus gefährlichere und unverantwortlichere Option wäre.“



Die Studie „Europe’s Share of the Climate Challenge“ von FoEE finden Sie im Internet (Volltext in englischer Sprache) unter: www.sei-international.org/climateshareeurope
Autor: BUND Freunde der Erde

Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Kopenhagen":
Nach Kopenhagen: Staaten melden wenig ambitionierte Klimaziele
Berlin, 27.01.2010: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat kurz vor Ablauf der bei der Kopenhagener Weltklimakonferenz vereinbarten Meldefrist für nationale CO2-Reduktionsziele (31. Januar) von Bundeskanzlerin Angela Merkel mehr Engagement beim Klimaschutz gefordert. Einen Monat nach dem Kopenhagener Weltklimagipfel müsse endlich wieder Bewegung in die stockenden Verhandlungen zum globalen Klimaschutz kommen.
Mindestgebot: 30 Prozent
Berlin, 20.01.2010: Wenn die EU bei den Klimaverhandlungen wieder die gern und viel zitierte Vorreiterrolle einnehmen will, muss sie ihr Emissions-Reduktionsziel für 2020 umgehend von 20 auf mindestens 30 Prozent erhöhen, erklärt der WWF kurz vor dem Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten (COREPER). In Brüssel wollen sich die EU-Vertreter am Mittwoch darüber verständigen, mit welchem Minderungsziel sie die Klimaverhandlungen nach Kopenhagen weiterführen.
Bürger gegen Lobbyisten - Unglaubliche Reaktion
New York, 28.12.2009: Mit dem Scheitern in Kopenhagen wurden die Hoffnungen der Welt bitter enttäuscht. Doch eine Gruppe ließ die Korken knallen: die Lobbyisten der Verschmutzer-Industrien, die mitverantwortlich sind, dass unsere Politiker versagt haben. Jetzt haben die Verschmutzer nur noch eine Sorge: Uns.
Der Schwarze Peter von Kopenhagen
Baden-Baden, 27.12.2009: Es war absehbar, dass der Klimagipfel in Kopenhagen scheitern muss. Aus Hopenhagen wurde Flopenhagen. Seit beinahe 20 Jahren verlaufen alle Klimakonferenzen der UNO immer so, dass der langsamste der 190 Mitgliedstaaten das Tempo bestimmt. Und solange Klimaschutz als Last und nicht als Chance für Innovation, Arbeitsplätze und Modernisierung empfunden wird, fehlt der Impetus für eine Klimaschutzpolitik, die diesen Namen auch verdient.
Halbgare Verpflichtungen zu nichts
Frankfurt a. M., 21.12.2009: Klimagipfel in Kopenhagen endet enttäuschend. Der Klimagipfel in Kopenhagen endete für den WWF mit einer herben Enttäuschung. Die angereisten Staats- und Regierungschefs hatten zwar teilweise vollmundige Erklärungen im Gepäck, sie schafften es jedoch nicht, ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen auf den Weg zu bringen.
Waldschutz: Mehr Glanz als Substanz
München, 21.12.2009: Bäume wachsen und binden CO2. Durch diese einfache Formel kommt Wald im Klimaschutz eine wichtige Rolle zu. Manchmal die eines Feigenblattes. Am letzten Tag der Klimaverhandlungen in Kopenhagen warnte die Hilfsorganisation CARE, dass ein Abkommen zum Waldschutz (REDD: Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation) ein allgemein eher schwaches Klimaabkommen verschleiern könnte.
Klimaschutz mit Messer und Gabel
Baden-Baden, 19.12.2009: Das Thema wurde auf dem Klimagipfel in Kopenhagen ausgeklammert, ja geradezu tabuisiert: Unser täglicher Fleischkonsum! Das weltweit zunehmende Fleischessen und die dafür notwendige Tierzucht verursachen schon heute mehr Treibhausgase als alle Autos dieser Welt zusammen. Schon der heilige Benedikt von Nursia warnte vor 1.500 Jahren vor zu viel Fleischgenuss. Übertriebener Fleischkonsum mache aus jeder Gesellschaft ein Massenkrankenhaus.
Kopenhagen-Ergebnis ist "Ohrfeige für das Weltklima und die ärmsten Staaten der Erde"
Kopenhagen/Berlin, 19.12.2009: "Die Welt hat auf Kopenhagen geschaut. Die Welt wurde bitter enttäuscht", sagte der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger, zu den Ergebnissen des Klimagipfels. Es sei eine Bankrotterklärung der Staats- und Regierungschefs, dass nach jahrelangen Vorverhandlungen am Ende der Kopenhagen-Konferenz keine ausreichenden Beschlüsse stünden, die der Dramatik des Klimawandels angemessen seien.
Kopenhagen-Teilnahme für Nichtregierungs-organisationen
Kopenhagen, 17.12.2009: Verhandlungen hinter verschlossenen Türen gefährden Weltklimagipfel. Der Kopenhagen-Delegation des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und seiner Dachorganisation Friends of the Earth International (FOEI), wurde am Mittwoch der Zugang zum Bella Center komplett verwehrt.
Kopenhagen vor dem Aus
New York, 17.12.2009: 48 Stunden vor dem Ende des entscheidenden Kopenhagener Klimagipfels stehen die Verhandlungen vor dem Scheitern. Morgen treffen Staats- und Regierungschefs zur heißen Schlussphase ein, 60 Stunden Direktverhandlungen. Experten sind sich einig: ohne massiven öffentlichen Druck für ein echtes Abkommen, kann die katastrophale Erwärmung nicht auf 2 Grad begrenzt werden.

Stand: 2. Dezember 2009
Erstellt: 2. Dezember 2009