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Artikel Nr.: 16330
CSU baut Hürden für Laufzeitverlängerung auf
München, 18.11.2009: Der CSU-Bundestagsabgeordnete Josef Göppel sieht noch zahlreiche Hürden auf dem Weg zu einer Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken. In der Generaldebatte des Bundestages zur Umweltpolitik der schwarz-gelben Regierung forderte er Gegenleistungen, wenn die Begrenzung der Laufzeiten fällt:"Wenn die Begrenzung der Laufzeiten fällt, dann müssen auch die Gegenleistungen im Ausstiegsvertrag der damaligen rot-grünen Koalition vom Juni 2000 fallen, nämlich die steuerliche Begünstigung der Rücklagen, die Begrenzung der Versicherungspflicht für Reaktoren, die bis zu zehn Jahre langen Prüfungsintervalle und die Begünstigung im Wettbewerb mit anderen Formen der Stromerzeugung."
Der zusätzliche Atomstrom dürfe nicht zu einer Zementierung der heutigen Energieerzeugungsstruktur führen. Der Wandel weg von zentralen Großkraftwerken hin zu einer dezentralen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung sei entscheidend für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.
Göppel forderte in seiner Rede auch eine neue ethische Verankerung der
U. als eigenständigen Politikbereich gibt es in der BRD seit Beginn der 70er Jahre. Umweltpolitik. Es sei an der Zeit "eine neue kulturell-geistige Diskussion zu führen, die das Überstülpen von ökonomischen Kategorien auf alle Lebensvorgänge überwindet." Die Umweltpolitik der nächsten vier Jahre stehe deshalb unter einem starken Werteanspruch.
Die Forderung, die der CSU-Abgeordnete hier aufgestellt hat, ist letztlich nicht neu: die Risiken den Betreibern anzulasten. Aber: weil beispielsweise keine Versicherung bereit ist, einen möglichen
Größter Unfall in einer kerntechnischen Anlage (Kernkraftwerk, Wiederaufarbeitungsanlage), der von den Sicherheitssystemen nicht mehr beherrschbar ist. Super-GAU, wie er in
Am 26.4.1986 ereignete sich in einem der vier russischen Druckröhrenreaktoren (Kernkraftwerk) in Tschernobyl der bislang größte Unfall in einem Kernkraftwerk. Tschernobyl passiert war zu versichern, sind Atomkraftwerke praktisch nicht versicherbar. Würde die Forderung ernst genommen, wäre möglicherweise kein
Abkürzung für Atomkraftwerk.AKW-Betreiber bereit, ein
Kernkraftwerke gewinnen die zur Stromerzeugung notwendige Prozesswärme nicht durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe oder durch Sonnenenergie, sondern durch Kernspaltung. Kernkraftwerk länger am Netz zu lassen als bislang vorgesehen.
Bild: Der Stern der Atomlobby sinkt - das hat auch die CSU entdeckt. (Fotolia)
Autor: Natur + Kosmos
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Stand: 20. November 2009
Erstellt: 18. November 2009
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