Rettungsplan für Wale und Delfine
München, 08.08.2009: Vor wenigen Tagen ging die zweite Vertragsstaatenkonferenz des Abkommens zum Schutz von Walen und Delfinen im Pazifik zu Ende. Im Jahr 2006 feierten wir, nach jahrelanger, intensiver Arbeit, den Beschluss dieses Abkommens. Seither stehen Experten der WDCS den Regierungen der pazifischen Inselstaaten mit Rat und Tat zur Seite, um die Prioritäten für die Entwicklung von Schutz-, aber auch Forschungsinitiativen in der Region zu entwickeln.Zentraler Diskussionspunkt der Tagung war ein von der WDCS verfasstes Dokument über die zahlreichen Gefahren für Wale und Delfine im Abkommensgebiet. Die Reaktion war der Beschluss eines umfassenden Aktionsplanes für die kommenden Jahre.
Die ambitionierte Zielsetzung des Aktionsplanes sieht Schutzmaßnahmen vor, die versuchen, sämtlichen Gefahren, insbesondere die Auswirkungen der Fischereiaktivitäten, Lärmverschmutzung und Zerstörung des Lebensraumes zu adressieren sagt Cara Miller, Leiterin des pazifischen Walschutzprogramms der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS vor Ort.
Wir erachten es auch als Auszeichnung und zusätzliche Motivation, dass die 12 Vertragsstaaten die WDCS dafür bestimmt haben, die technische und wissenschaftliche Arbeitsgruppe des Abkommens zu leiten. Trotz der nahezu ausschließlich positiven Nachrichten gilt auch für diese Region, dass Schutzmaßnahmen erst von den einzelnen Staaten in die Praxis umgesetzt werden müssen.
Doch zweifellos ist es ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.
Hintergrundinformationen über das Abkommen erhalten Sie hier.
Diese offizielle Webseite des Abkommens wurde ebenfalls von der WDCS entwickelt und zur Beschleunigung des Informationsaustausches den Staaten zur Verfügung gestellt.
Ihr

Nicolas Entrup
WDCS Deutschland/Österreich
Geschäftsführer

PS: WalhelferInnen gesucht! Haben Sie Lust und Zeit, in den kommenden Wochen Informationskundgebungen der WDCS aktiv mitzubetreuen, dann melden Sie sich bitte, bei meiner Kollegin Ulla Ludewig: kontakt@wdcs.org
Autor: WDCS, Whale and Dolphin Conservation Society gGmbH
Weiterführende Informationen:
Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Wale, Delfine":
Vergiftung und Impotenz auf den europäischen Färöer-Inseln durch kontaminiertes WalfleischFäröer-Inseln/Deutschland, 01.09.2010: Auf den zum Reichsverband Dänemark gehörenden Färöer Inseln im Nordost-Atlantik kommen Tod und Zivilisationskrankheiten durch den Verzehr von kontaminiertem Walfleisch schleichend.
Japan: Jagd auf Delfine geht wieder losMünchen, 30.08.2010: Tierschützer befürchten das Schlimmste: Am Mittwoch, dem 1. September, startet vor der japanischen Küste wieder die Treibjagd auf Delfine und Kleinwale. Alljährlich werden dort bis zu 15.000 der kleinen Meeressäuger grausam abgeschlachtet.
Aktivisten decken Walfangskandale auf den Färöer-Inseln aufFäröer/Hagen/Radolfzel, 10.08.2010: Auf den europäischen Färöer-Inseln im Nordatlantik, welche zwischen den schottischen Shetlandinseln und Island auf der Höhe von Norwegen liegen, findet jedes Jahr ein blutiges Abschlachten von bis zu tausend Grindwalen und anderen Delfinarten statt.
Stoppt das Massaker an Grindwalen auf den Färöer-InselnWädenswil, 03.08.2010: Mit erschütternden Bildern hat der Film The Cove (Die Bucht) die skrupellose Jagd auf Delphine und das blutige Massaker dokumentiert, das japanische Fischer alljährlich im Dorf Taiji veranstalten. Der Film wurde mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Doch während die Welt empört und erschüttert nach Japan schaut, spielt sich im europäischen Nordatlantik von der Öffentlichkeit weit gehend unbeachtet eine Tragödie ab, die durchaus mit dem japanischen Blutbad vergleichbar ist.
Walschützer gehen in die „Höhle des Löwen“ auf den Färöer-InselnHagen-Westf., 28.07.2010: Der Oscar-prämierte Film Die Bucht mit Richard OBarry brachte die grausamen Delfintreibjagden in Japan mit jährlich rund 20.000 abgeschlachteten Delfinen an das Licht der Weltöffentlichkeit. Jetzt wollen Wal- und Delfinschützer der blutigen Waljagd auf den europäischen Färöer-Inseln ein Ende setzen.
Walweibchen begeht Selbstmord-VersuchTokyo / Gerlingen, 14.07.2010: Vor den Augen schockierter Zuschauer sprang Walweibchen Kuru am 4. Juli während einer Show aus dem Wasserbecken und versuchte, Selbstmord zu begehen (Video). Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. fordert das Management des japanischen Okinawa Churaumi Aquariums jetzt zur Freilassung des verzweifelten Schwertwals auf.
Walfang weiterhin außer KontrolleHamburg, 25.06.2010: Kein Konsens in Sachen Walfang und Walschutz. Die Verhandlungen über einen Kompromissvorschlag zum Walfang bei der Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission IWC in Agadir haben zu keinem Ergebnis geführt. Der WWF kritisiert das Scheitern der Bemühungen.
Kompromissloses internationales Verbot des Walfangs gefordertHagen-Westfalen, 20.06.2010: Die deutsche Meeres-Umweltschutz-Organisation Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) fordert die IWC anlässlich ihrer Tagung ab 21.6. in Marokko auf, sich nicht nur wie bisher in bürokratischen Absichtserklärungen zu verlieren, sondern endlich die Fakten der tödlichen Bedrohung der Meeressäuger anzuerkennen und den Walfang generell zu verbieten.
Rohstofflieferant WAL: Von Futtermittel bis BiodieselAgadir, 15.06.2010: Wenige Tage vor der Entscheidung, ob das derzeitig international gültige kommerzielle Walfangverbot für 10 Jahre aufgehoben werden soll, veröffentlicht die internationale Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS einen Bericht, der die Bestrebungen der Walfangstaaten - Norwegen, Island und Japan dokumentiert, neue Walprodukte zu entwickeln und diese für den internationalen Handel vorzubereiten.
TUI stoppt nach Kritik von Delfinschützern sämtliche Delfinarien-Unterhaltungsangebote an der türkischen RivieraHagen/Westf., 09.04.2010: Nachdem das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) gegenüber der TUI nachgewiesen hat, dass Delfine in türkischen Delfinarien aus der blutigen Treibjagd in Japan stammen, macht der Reiseveranstalter jetzt zumindest einen vorübergehenden Rückzieher.
Stand: 8. August 2009
Erstellt: 8. August 2009
Erstellt: 8. August 2009




















Druckansicht