Umweltjournal.de | Politik und Wirtschaft  | Artikel Nr.: 15859

Roland Koch hat die Wähler betrogen





Baden-Baden, 12.07.2009: 66 Flächen für Windenergie waren ursprünglich vom Planungsverband Frankfurt/Main vorgesehen. Das waren 0,7% der Fläche in der Region. Doch selbst dieses Minimalziel hat jetzt das hessische Wirtschaftsministerium noch einmal zusammengestrichen.


Es sollen nach dem Willen der CDU/FDP-Landesregierung – vor allem auf Betreiben der FDP – nur acht Windparks geben, auf 0.24 % der Fläche.

Hauptargument der Windkraftgegner in Hessen: Keine Belastung des Landschaftsbildes. Die Klimakatstrophe ist den windigen Protestlern ziemlich schnuppe. Was aber wird dann mit dem schönen Landschaftsbild? Voraussetzung für Landschaftsschutz ist Klimaschutz. Roland Koch hat noch vor gerade einem Jahr, als er die Grünen umwarb, getönt: „ Hessen wird zum Vorzeigeland der Erneuerbaren Energien.“ Er hat damit die Wähler betrogen. Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus als das große Versprechen.

Hessen gewinnt zurzeit etwa 1 Prozent seines Stroms über Windkraft, Sachsen-Anhalt – mit ähnlichen Windverhältnissen wie Hessen – in diesem Sommer 36% Windstrom. Die rasche Verbreitung der Erneuerbaren Energien ist primär eine Frage des politischen Willens oder Unwillens.
Autor: Franz Alt
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Stand: 12. Juli 2009
Erstellt: 12. Juli 2009

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