Bundesländer sollen fragwürdiges Gesetz zur "Abscheidung, Transport und Lagerung von Kohlendioxid" (CCS-Gesetz) ablehnen: Risiken zu groß
Berlin, 18.05.2009: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Ministerpräsidenten der Länder aufgefordert, im Bundesrat gegen das "Gesetz zur Abscheidung, Transport und Lagerung von CO2" (CCS-Gesetz) zu stimmen. Die CCS-Technologie stehe für ein 'Weiter so' der Stromkonzerne, die Klimaerwärmung erfordere hingegen eine grundlegende Wende in der Energiepolitik.In der CCS-Technologie sieht der Der BUND ist mit über 365.000 Mitgliedern der größte deutsche Umweltverband und Mitglied im FriendsOfTheEarth.BUND lediglich ein Feigenblatt, mit dem sich die Energiekonzerne vor ihrer Verantwortung für mehr Klimaschutz bezeichnet Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegen wirken sollen. Im Mittelpunkt steht derzeit die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen.Klimaschutz drücken wollten. In der letzten Woche hatte auch der Sachverständigenrat für Umweltfragen die Bundesregierung aufgefordert, das umstrittene CCS-Gesetz zu kassieren.
Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, eröffneten Der BUND ist mit über 365.000 Mitgliedern der größte deutsche Umweltverband und Mitglied im FriendsOfTheEarth.BUND-Mitarbeiter mit Steinmeier- und Merkel-Masken neben dem Bundesratsgebäude in Berlin eine Kohlehandlung mit Namen "Steinmeier, Merkel & Co2 Kohlehandel seit 2005". Dort wurden "klimafreundliche" und "natürlich-reine" Briketts feilgeboten, die mit grünen Schleifen dekoriert und grün angemalt waren. "CCS-Gesetz ist Feigenblatt für Energiekonzerne", "Wir lassen uns nicht verkohlen!", "Schiffe versenken statt CO2" und "K. ist ein fossiler Brennstoff, der sich in Jahrmillionen aus abgestorbenen Pflanzen unter Luftabschluß und dem Druck darüberliegender Gesteinsschichten gebildet hat, und zwar in der Reihenfolge Holz, Torf, Braun-, Steinkohle, Anthrazit.Kohle-Dealer stoppen!" stand auf Transparenten, die von weiteren Der BUND ist mit über 365.000 Mitgliedern der größte deutsche Umweltverband und Mitglied im FriendsOfTheEarth.BUND-Aktivisten gehalten wurden.
"Das CCS-Gesetz soll dem schmutzigen Brennstoff K. ist ein fossiler Brennstoff, der sich in Jahrmillionen aus abgestorbenen Pflanzen unter Luftabschluß und dem Druck darüberliegender Gesteinsschichten gebildet hat, und zwar in der Reihenfolge Holz, Torf, Braun-, Steinkohle, Anthrazit.Kohle ein ökologisches Image verschaffen", sagte Thorben Becker, Energieexperte des Der BUND ist mit über 365.000 Mitgliedern der größte deutsche Umweltverband und Mitglied im FriendsOfTheEarth.BUND. "Ob die Versenkung des Kohlendioxids in die Erde funktioniert und ob sie sicher ist, weiß niemand. Diese Technologie ist eine teure Sackgasse, deren Risiken vor allem die Bundesländer tragen sollen." Unklar sei auch, ob es genügend Lagerstätten für das Klimagift CO2 gebe. Sicher sei jedoch, dass CCS den Der W. einer Anlage gibt an, wieviel Prozent der eingesetzten Energie in Strom umgewandelt wird. Bei der Umwandlung verschiedener Energieformen entsteht Wärme, die entweder als Prozess- oder Heizenergie verwendet wird oder bei alten Anlagen in die Umwelt gelangt. Wirkungsgrad der Kraftwerke um mindestens zehn Prozentpunkte verschlechtere. Für die gleiche Menge erzeugten Stroms müsse folglich deutlich mehr K. ist ein fossiler Brennstoff, der sich in Jahrmillionen aus abgestorbenen Pflanzen unter Luftabschluß und dem Druck darüberliegender Gesteinsschichten gebildet hat, und zwar in der Reihenfolge Holz, Torf, Braun-, Steinkohle, Anthrazit.Kohle verbrannt werden. Zudem eigneten sich mit CCS ausgerüstete Großkraftwerke nicht als flexible Regelkraftwerke zur Ergänzung erneuerbarer Energien. Der Umweltverband kritisierte außerdem, dass die Allgemeinheit auf den Risiken der CCS-Technologie (engl. "Carbon Capture and Storage") sitzen bleibe. 30 Jahre nach Beendigung der CO2-Versenkung werde es den Energiekonzernen erlaubt, die Haftungsrisiken auf die Bundesländer zu übertragen.
"Ein CCS-Gesetz, das keine Sicherheit für künftige CO2-Lagerstätten gewährleisten kann und das die Betreiber nach relativ kurzer Zeit aus der Haftung entlässt, darf nicht verabschiedet werden", sagte Becker. Erforderlich sei, dass ein öffentlich rechtlicher Haftungsfonds eingerichtet werde, der von den Kohlekraftwerksbetreibern zu finanzieren sei und sämtliche Risiken abzudecken habe.
Der BUND ist mit über 365.000 Mitgliedern der größte deutsche Umweltverband und Mitglied im FriendsOfTheEarth.BUND-Aktion: Schicken Sie dem Ministerpräsidenten Ihres Bundeslandes online einen Protestbrief und fordern Sie unter dem Motto "Keine Steuergelder für riskante CO2-siehe Atommüll, Abfall, kommunale Abfallbeseitigung, Abwässerreinigung
Entsorgung!", dass er das fragwürdige CCS-Gesetz im Bundesrat stoppt!
Autor: BUND Freunde der Erde
Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Energiepolitik":
Klimaanlage der Erde läuft heißBerlin, 17.07.2010: Neue Daten zur Erhöhung der globalen Temperatur vom Goddard Institute for Space Studies der NASA zeigen, dass die erste Hälfte des Jahres 2010 das wärmste Halbjahr der letzten 130 Jahre war. Die Temperatur lag 0,7 Grad Celsius über dem Durchschnittswert. Nur weil der Klimawandel auf der politischen Tagesordnung augenblicklich nicht ganz oben steht, hat er nicht aufgehört, zu existieren erklärt Regine Günther, Leiterin Klima- und Energiepolitik des WWF Deutschland.
Energiesparen kann sechs Atomkraftwerke überflüssig machenBerlin, 25.06.2010: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat der Bundesregierung vorgeworfen, in den von ihr beauftragten Szenarien für ein energiepolitisches Gesamtkonzept keine Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz vorzusehen. Es gehe ihr vor allem darum, politisch gewollte Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke zu legitimieren.
Energiedienstleistungsgesetz - Kabinett verabschiedet faulen KompromissBerlin, 21.04.2010: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat den heute vom Bundeskabinett verabschiedeten Entwurf des Energiedienstleistungsgesetzes als vorläufigen Tiefpunkt der schwarz-gelben Energiepolitik bezeichnet.
BUND warnt: Bundesregierung darf nicht zur Kumpanin der Atomkonzerne werdenBerlin, 21.01.2010: Anlässlich des heute Abend im Kanzleramt stattfindenden Gesprächs zwischen Bundesregierung und Stromkonzernen über mögliche AKW-Laufzeitverlängerungen hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Regierungskoalition davor gewarnt, ihre Energiepolitik einseitig an den Interessen der großen Stromkonzerne auszurichten. Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: Die Bundesregierung riskiert nicht nur den nächsten Atommüll-Gau, wie wir ihn gerade in der Asse erleben.
Bundesländer sollen fragwürdiges Gesetz zur "Abscheidung, Transport und Lagerung von Kohlendioxid" (CCS-Gesetz) ablehnen: Risiken zu großBerlin, 18.05.2009: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Ministerpräsidenten der Länder aufgefordert, im Bundesrat gegen das "Gesetz zur Abscheidung, Transport und Lagerung von CO2" (CCS-Gesetz) zu stimmen. Die CCS-Technologie stehe für ein 'Weiter so' der Stromkonzerne, die Klimaerwärmung erfordere hingegen eine grundlegende Wende in der Energiepolitik.
Klimaalptraum im arktischen EisFrankfurt, 25.04.2008: Der Klimawandel schlägt in der Arktis noch schneller zu als in den ohnehin dramatischen Modellrechnungen erwartet. Ein neuer WWF-Report fasst die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den klimatischen Veränderungen in der Region zusammen. "Die schlimmsten Befürchtungen werden von der Realität noch überholt", so Regine Günther, Leiterin des Bereichs Klimaschutz und Energiepolitik ...
Das Biosprit-Debakel - Energiepflanzen sind KlimakillerBonn/Langenhagen, 16.04.2008: Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hatten im vergangenen Jahr ihre Strategie zur Klima- und Energiepolitik im Biokraftstoffsektor der Öffentlichkeit vorgestellt und sie als wichtigen Beitrag zur Klima- und Energiepolitik sowie zur Entwicklung der ländlichen Räume gepriesen.
Hamburger KraftwerkspokerHamburg, 20.03.2008: Heute diskutieren CDU und GAL in Hamburg im Rahmen der Koalitionsverhandlungen über die Zukunft des geplanten Kohlekraftwerks Moorburg an der Elbe. Die Streichung des Vorhabens ist kein Opfer, sondern eine klimapolitische Notwendigkeit, so die Einschätzung von Regine Günther, Leiterin des Bereichs Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland.
Der Klimawandel bedroht Europas SicherheitBaden-Baden, 16.03.2008: Europas EU- und Regierungschefs haben eine neue Sicherheitsdoktrin für Europa beschlossen. Danach gilt ab sofort der Klimawandel als ein Sicherheitsproblem wie der Terrorismus, Massenvernichtungswaffen oder die organisierte Kriminalität. Bislang war der Klimawandel eine Frage der Umwelt-und Energiepolitiker, jetzt müssen sich auch Außen-, Wirtschafts-, Verkehrs- und ...
Zu wenige Lichtblicke in energiepolitischer WundertüteBerlin/Brüssel, 25.01.2008: Die EU-Kommission hat heute ihre Vorschläge für ein europäisches Energiepaket vorgestellt. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen in der Union bis 2020 um 20 Prozent unter das Niveau von 1990 zu drücken. Der WWF hält das Paket für zu wenig ehrgeizig. Ausgehend von den Zahlen von 2005 ...
Stand: 18. Mai 2009
Erstellt: 18. Mai 2009
Erstellt: 18. Mai 2009




















Druckansicht