Schutz der Nordsee mangelhaft
Frankfurt, 25.03.2009: Europas Schutzbemühungen für seine Meere sind noch immer mangelhaft, sagt WWF-Experte Stephan Lutter anlässlich der Veröffentlichung einer aktuellen Studie der Umweltschutzorganisation zur Ausweisung von Schutzgebieten in der Nordsee. Mit der Flora-Fauna-Habitatrichtlinie (FFH) sind die EU-Mitgliedsstaaten die Verpflichtung eingegangen, Lebensräume und Arten auch auf See zu schützen und Meeresgebiete in das Natura 2000 Netzwerk aufzunehmen.Doch nach WWF-Angaben hinken die meisten Staaten den Zielvorgaben für Nordsee und Atlantik hinterher und das, obwohl die Frist zur Umsetzung Ende 2008 verstrichen ist. Derzeit wird die Ausweisung von Meeresschutzgebieten der EU-Mitgliedsstaaten im irischen Galway auf den Prüfstand gestellt. Der Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF fordert, endlich die nach der FFH-Richtlinie definierten Gebiete in der Die internationale Nordseeschutzpolitik hat bis heute keine entscheidenden Fortschritte für die Nordsee gebracht, da Nutzungsinteressen meist Vorrang vor wirksamen Umweltschutzkonzepten bekommenNordsee unter Schutz zu stellen. Die EU-Staaten müssen ihren vertraglich geregelten Verpflichtungen nachkommen, sagt Stephan Lutter, der für die Umweltstiftung an der Konferenz teilnimmt. Außerdem sei es höchste Zeit, auch in anderen Regionen - wie der Die O., eines der am stärksten verschmutzten Meere der Welt, wird von den Anrainerstaaten Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland und Dänemark fast vollständig umschlossen. Ostsee oder dem Das M. mit einer Fläche von rund 3 Mio km2 wird von Südeuropa, Vorderasien und Nordafrika fast vollständig umschlossen. Mittelmeer - ein umfassendes Netz an Meeresschutzgebieten auszuweisen.
Die aktuelle WWF-Studie macht schädliche Fischereipraktiken, etwa den Einsatz von Grundschleppnetzen, Offshore-Anlagen, Sand- und Kiesabbau und intensiven Der S. ist v.a. bedeutsam für den Gütertransport. Der Personenverkehr mit Schiffen spielt mengenmäßig kaum eine Rolle.Schiffsverkehr als größte Gefahren für das Ökosystem Nordsee aus. Der Bericht benennt außerdem all jene Gebiete, die nach den Anforderungen der FFH-Richtlinie dringend geschützt und bewahrt werden müssten. Mit Ausnahme der Bundesrepublik Deutschland, die rund 30 Prozent von Nord- und Ostsee unter Schutz gestellt hat, verfehlen alle weiteren europäischen Staaten die Natura 2000-Ziele. Vielen Ländern fehlt offensichtlich der politische Wille oder sie geben dem wachsenden Druck der Fischerei- oder Offshore-Lobby nach, sagt WWF-Experte Stephan Lutter.
So sind etwa in den ausschließlichen Wirtschaftszonen (200 Seemeilen ab der Küste) von Dänemark und Niederlande zahlreiche Abhängig von ihrer Form, der Entfernung zur Küste und ihrer Entstehungsgeschichte können Korallenriffe verschiedenen Rifftypen zugeordnet werden:Riffe noch immer von den Grundschleppnetzen der europäischen Fischereiflotte bedroht. Ähnliches gilt für die britischen Gewässer, wo nur viel zu kleine Riff-Parzellen unter Schutz gestellt werden sollen. Außerdem weigert sich die britische Regierung entgegen der FFH-Richtlinie, dringend notwendige Gebiete für Delfine und Schweinswale auszuweisen. Bedroht sind nach wie vor auch weite Teile der Dogger Bank, ein submarines Hochplateau in der zentralen Die internationale Nordseeschutzpolitik hat bis heute keine entscheidenden Fortschritte für die Nordsee gebracht, da Nutzungsinteressen meist Vorrang vor wirksamen Umweltschutzkonzepten bekommenNordsee. Zwar haben Deutschland und die Niederlande Teile der Dogger Bank unter Schutz gestellt, doch England und Dänemark weigerten sich bisher ihren Verpflichtungen nachzukommen.
Autor: WWF Deutschland
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Stand: 25. Maerz 2009
Erstellt: 25. Maerz 2009
Erstellt: 25. Maerz 2009




















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