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Prinzessin Stephanie von Monaco ist Präsidentin der „Federation Mondiale du Cirque“. Diese Organisation setzt sich vehement für den Erhalt des klassischen Zirkus und damit für Wildtiere im Zirkus ein.


Der Staatspräsident der Malediven, Mohamed Nasheed, und Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen haben in Berlin eine intensivere Zusammenarbeit vereinbart.


Wirtschaftskrise führt zum stärksten Emissionsrückgang seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland.


Der Schauspieler Thomas Kretschmann engagiert sich jetzt erstmals für eine Anti-Pelz-Kampagne der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V.



13 TierschützerInnen auf der Anklagebank in Wien.





Kinderarbeit und katastrophale Arbeitsbedingungen sind die Schattenseiten unserer Billigschokolade. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Die dunkle Seite der Schokolade“ des SÜDWIND-Instituts.


Am Brandenburger Tor gehen am 27.03 genauso die Lichter aus wie im Empire State Building und im höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa.



Erneuter Todesfall einer Trainerin in einem Sea World Tierpark.



Umweltjournal.de | Artikel Nr.: 13345

Rußfilterskandal

Berlin, 26.11.2007: Die Bundesregierung muss gegenüber der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) Messdaten über die Wirksamkeit von Feinstaubfiltern zur Nachrüstung von Diesel-Pkw offen legen. Das entschied heute die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts Dessau, nachdem die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation das dem Bundesumweltministerium (BMU) unterstellte Umweltbundesamt (UBA) seit Anfang November 2006 vergeblich zur Herausgabe der Messergebnisse auf Grundlage des Umweltinformationsgesetzes aufgefordert hatte (AZ: 1 A 156/07 DE).


Die DUH erwartet, dass aus den Messergebnissen eines vom Umweltbundesamt beauftragten Schweizerischen Prüflabors zweifelsfrei hervorgeht, dass die Bundesregierung bereits im Herbst 2006 über alarmierende Fehlfunktionen der Nachrüstfilter der Firma GAT unterrichtet war.

Das Bundesumweltministerium hatte nicht nur der DUH die Einsicht in das Gutachten verwehrt, sondern offensichtlich auch das für die Kontrolle von Partikelminderungssystemen zuständige Kraftfahrtbundesamt (KBA) nicht über die Untersuchungsergebnisse informiert. Bei rechtzeitiger Reaktion der verantwortlichen Behörden hätten die nun erst seit wenigen Tagen vorliegenden Nachprüf-Ergebnisse des KBA in der Substanz bereits im Oktober 2006 bekannt sein können. So hätte verhindert werden können, dass etwa 60.000 mangelhafte Betrugsfilter in die Diesel-Pkw ahnungsloser Autohalter eingebaut werden. Die Nachrüstung von Dieselfiltern wird seit April 2007 mit einem Steuerabschlag von 330 Euro belohnt, außerdem erhalten nachgerüstete Diesel-Pkw eine günstigere Feinstaubplakette, die das Einfahren in künftige Umweltzonen zahlreicher deutscher Großstädte ermöglicht.

Aus den massiven Problemen bezüglich der Wirksamkeit von Filtern der Firmen GAT, Bosal und Tenneko/Walker waren wegen der Untätigkeit der Bundesregierung schließlich erst mit monatelanger Verzögerung Konsequenzen gezogen worden. Seit Oktober 2007 wurden die Betriebserlaubnisse für die mangelhaften Filter vom KBA schrittweise gelöscht. Mit der Überprüfung der Betrugsfilter begann das dem Bundesverkehrsministerium unterstellte KBA erst, nachdem die DUH die Ergebnisse von Vergleichsuntersuchungen anderer Prüflabors im August 2007 veröffentlicht hatte.

„Wir fordern die rückhaltlose Aufklärung des Rußfilterskandals. Die Verantwortlichen für die fast einjährige Vertuschung zentraler Untersuchungsdaten müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Sie sitzen im Bundesumweltministerium. Es kann nicht sein, dass jetzt ausgerechnet im Umweltbundesamt die Schuld für das eingetretene Desaster gesucht wird. Die dortigen Verantwortlichen wollten die Bevölkerung ausweislich der Gerichtsakten frühzeitig informieren und wurden aus der Leitungsebene des Ministeriums daran gehindert“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

Um den Schaden für die Luftreinhaltepolitik in Deutschland nicht noch größer zu machen, sei es unumgänglich, jetzt alle „funktionsuntüchtigen Filter zurückzurufen und den betroffenen Autohaltern einen kostenlosen Austausch gegen seriöse Systeme zu garantieren.“ Nur unter dieser Voraussetzung könne die Steuerbefreiung und die Höherstufung bei den Feinstaubplaketten für die Betroffenen Bestand haben.

Um darüber hinaus für die Zukunft ein ähnliches Desaster auszuschließen, forderte Resch Bundesverkehrsminister Tiefensee und Bundesumweltminister Gabriel auf, umgehend ein sachgerechtes Kontrollsystem für die Wirksamkeit von Nachrüstfiltern zu installieren. Dazu sei es nötig, dass das Kraftfahrtbundesamt sofort einen „Schnelltest“ zur Überprüfung aller zur Zulassung angemeldeten Filtersysteme entwickelt. Außerdem müsse die Wirksamkeit im Rahmen der periodischen Abgasuntersuchung (AU) aller Pkw geprüft werden, was bisher nicht der Fall ist. „Wir brauchen jetzt einen glaubwürdigen Neustart der Rußfilter-Nachrüstung mit Systemen, die die zuständige Bundesbehörde auf ihre Funktionstüchtigkeit kontrolliert. Und wir brauchen ein aktives Eintreten der zuständigen Politiker für eine schnelle Reduktion der Feinstaubwerte in den hoch belasteten Ballungszentren“, appellierte Resch an die Minister Gabriel und Tiefensee.

Das Umweltbundesamt, das die Untersuchungen eines schweizerischen Labors im Auftrag des Bundesumweltministeriums veranlasst hatte, hatte der DUH im Frühjahr 2007 mehrfach – auch schriftlich – die Einsicht in das entsprechende Gutachten zugesagt. Nach einer Intervention des Bundesumweltministeriums hatte das Amt die Zusage zurückgezogen, woraufhin die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation beim Verwaltungsgericht Dessau (dem Sitz des Umweltbundesamts) eine „Untätigkeitsklage“ gegen die Bundesregierung einreichte, der das Gericht heute stattgegeben hat.
Autor: Deutsche Umwelthilfe e.V.

Weiterführende Informationen:


Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Partikelfilter":
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Kulanzregelung zum Austausch mangelhafter Dieselruß-Filter
Berlin, 29.11.2007: Zur Nachrüstung von Diesel-Pkw mit Partikelfiltersystemen erklärt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: "Ich begrüße es, dass der Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA) und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) heute eine 'Gemeinsame Erklärung' abgegeben haben, mit der im ...
Billigfilter - was nun?
Radolfzell, 27.11.2007: In den vergangenen Wochen hat die Deutsche Umwelthilfe immer wieder auf die bei verschiedenen Test als mangelhaft aufgefallene Filterleistung von Rußfiltern der Marken GAT, Bosal und Tenneco/Walker hingewiesen. Im Rahmen von Nachprüfungen des Kraftfahrbundesamt wurden laut KBA bereits mehr als zehn Allgemeine Betriebserlaubnisse für Filter dieser Hersteller beim Kraftfahrtbundesamt gelöscht.
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Berlin, 26.11.2007: Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Matthias Machnig, weist den Vorwurf der Deutschen Umwelthilfe, nicht rechtzeitig über vorhandene Erkenntnisse zur Unwirksamkeit einzelner Dieselrussfilter-Nachrüstsysteme informiert zu haben, zurück:
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Mit sauberen Fahrzeugen sicher in die Umweltzonen
Berlin, 07.09.2007: Auf Initiative von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel wird ab sofort die Anschaffung leichter Nutzfahrzeuge (bis 12 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht) im Rahmen des ERP- Umwelt- und Energiesparprogramms gefördert. Die Fahrzeuge müssen mindestens die neue Abgasnorm EURO V erfüllen.
Auch Pkw mit älteren Katalysatoren bekommen grüne Plakette
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Berlin, 19.05.2007: Daimler bleibt sich treu: Auch nach der teuren Scheidung von Sorgenkind Chrysler will der Stuttgarter Konzern die neue Dieselversion seiner Kleinstwagen-Tochter Smart ab diesem Monat ohne vollwertigen Rußpartikelfilter ausliefern.
Bundesrat gibt „Grünes Licht“ für Nachrüstung von Nutzfahrzeugen mit Dieselpartikelfiltern
Berlin, 14.05.2007: Nach der im Februar 2007 endlich in Bundestag und Bundesrat beschlossenen Nachrüst-Förderung von Dieselpartikelfiltern für Pkw drängt die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) die Bundesregierung, sehr schnell eine vergleichbare Regelung für Busse und andere Nutzfahrzeuge zu verabschieden.
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Berlin, 10.03.2007: Die Botschaft lautet: "Jetzt Rußfilter nachrüsten". Nach über vierjährigen Auseinandersetzungen um den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor tödlichem Feinstaub segnete der Bundesrat heute die steuerliche Förderung der Nachrüstung von Dieselstinkern mit Partikelfiltern ab.

Stand: 26. November 2007
Erstellt: 26. November 2007