Top-News
Täglich frisch auf den Tisch:
Unser Tagesrückblick erreicht Sie stets früh morgens mit den aktuellsten Meldungen vom Vortag. Bestellen Sie jetzt Ihren kostenlosen Tagesrückblick!.
Umweltlexikon
Inserate
Prinzessin Stephanie von Monaco ist Präsidentin der „Federation Mondiale du Cirque“. Diese Organisation setzt sich vehement für den Erhalt des klassischen Zirkus und damit für Wildtiere im Zirkus ein.


Der Staatspräsident der Malediven, Mohamed Nasheed, und Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen haben in Berlin eine intensivere Zusammenarbeit vereinbart.


Wirtschaftskrise führt zum stärksten Emissionsrückgang seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland.


Der Schauspieler Thomas Kretschmann engagiert sich jetzt erstmals für eine Anti-Pelz-Kampagne der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V.



13 TierschützerInnen auf der Anklagebank in Wien.





Kinderarbeit und katastrophale Arbeitsbedingungen sind die Schattenseiten unserer Billigschokolade. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Die dunkle Seite der Schokolade“ des SÜDWIND-Instituts.


Am Brandenburger Tor gehen am 27.03 genauso die Lichter aus wie im Empire State Building und im höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa.



Erneuter Todesfall einer Trainerin in einem Sea World Tierpark.



Umweltjournal.de | Artikel Nr.: 12605

Neues Urheberrecht: Privatkopierer weiterhin ohne Rechte

Berlin, 07.07.2007: Auch künftig werden die Verbraucher im Urheberrecht weitgehend ohne Rechte bleiben. Dies ist das Fazit des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) nach der abschließenden Lesung und Zustimmung des Bundestages zum so genannten 2. Korb der Urheberrechtsnovelle. "Leider sind einige Rechteinhaber und Entscheidungsträger, was das Urheberrecht betrifft, im 20. Jahrhundert stehen geblieben", so vzbv-Vizevorstand Patrick von Braunmühl.


Der vzbv kritisiert vor allem, dass gelegentliche Privatkopierer auch nach dem neuen Gesetz mit gewerblichen Kopierern in einen Topf geworfen werden. Das Gesetz soll nach Zustimmung des Bundesrates schon in der nächsten Woche in Kraft treten.

Um der wachsenden Bedeutung digitaler Medien gerecht zu werden, fordert der vzbv eine umfassende verbraucherpolitische Konzeption und die Formulierung klarer Verbraucherrechte für die Nutzung digitaler Dienste. "Die im März 2007 vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz initiierte Charta digitaler Verbraucherrechte muss mit Leben gefüllt werden", so von Braunmühl.

Wer digitale Inhalte kopieren will, ist auch künftig dem Belieben der Rechteinhaber ausgeliefert. "Der Anspruch, eine eigens gekaufte Musik-CD auf seinen MP3 Player zu übertragen oder eine Sicherungskopie anzufertigen, wird weiter eine Illusion bleiben. Die wenig praktikable Praxis: Vor dem Download einer Datei muss der Nutzer in Zukunft stets prüfen, ob die Datei im Internet legal angeboten wird. Wie der Nutzer beurteilen soll, welche Angebote "offensichtlich rechtswidrig" sind, bleibt schleierhaft.

Der vzbv kritisiert das Fehlen rechtlicher Rahmenbedingungen für den Einsatz von Kopierschutzsystemen. "Die Nutzung von Kopierschutzsystemen, insbesondere DRM-Systemen, ist mit zahllosen Problemen verbunden. so von Braunmühl. Diese würden nach wie vor ungelöst bei den Nutzern abgeladen.

Darüber hinaus sieht der vzbv in dem Votum eine Gefahr für die Wissensgesellschaft. "Bildung, Forschung und Unterricht werden vom digitalen Wissen abgeschnitten", sagte von Braunmühl. So soll der elektronische Dokumentenversand durch Bibliotheken nur noch dann erlaubt sein, wenn die Verlage kein eigenes elektronisches Angebot vorhalten. Für Schulen ist das Recht zum Einsatz digitaler Kopien im Unterricht lediglich bis Ende 2008 zulässig.

An die Rechteinhaber appellierte der vzbv, einzusehen, dass ein gerechter Ausgleich der Interessen zwischen Urhebern und Nutzern nur funktionieren wird, wenn auch die legitimen Interessen der Nutzer berücksichtigt werden. "Anstatt sich mit immer neuen Vorschriften und Techniken aufzurüsten, sollten die Anbieter auf ihre Kunden hören", kritisierte von Braunmühl. Hoffnungsvoll stimmt den vzbv, dass viele der Urheber selbst und auch einige der Platten- und Filmlabels sich bereits von zu restriktiven Kopierschutzsystemen und scharfen Sanktionen bei Zuwiderhandlung distanzieren.
Autor: Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

Weiterführende Informationen:


Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Urheberrecht":
Haben wir vielleicht alle schon im Netz geklaut?
Frankfurt am Main, 09.10.2009: Das Urheberrecht befindet sich im laufenden Veränderungsprozess. Die Politik will die Rechte der Künstler stärken. Doch welche Konsequenzen hat dies in einer globalisierten Welt mit einer sich ständig weiterentwickelnden Internettechnologie? Wie kann man die Interessen der Rechteinhaber und der Musikindustrie schützen, ohne den Verbraucher zu überfordern und das Netz überzuregulieren?
Beschlagnahmte Produktfälschungen
Brüssel, 10.07.2009: Der Zoll hat an den EU-Außengrenzen erneut deutlich mehr vermutlich gefälschte Produkte beschlagnahmt. Im vergangenen Jahr wurden in 49.000 Fällen Waren sichergestellt - ein Plus von 13 Prozent verglichen mit 43.000 Fällen 2007. Damit zeigt die von der EU-Kommission vorgelegte Zollstatistik über Waren, die geistige ...
Photopatrol: Copyright-Recherche statt Bilderklau
Darmstadt, 20.07.2008: Bildrechte sind im Internet schwer zu überwachen. Zu groß ist das Web, zu einfach der Diebstahl, um noch effektiv gegen Bilderdiebe vorgehen zu können. Das soll jetzt anders werden. Am 19. Mai 2008 startete der Hamburger Onlinedienst www.photopatrol.eu. Mit ihm können sich Fotografen, Grafiker, Agenturen, Websitebetreiber und Markeninhaber gegen die unerlaubte Verwendung ihrer Bilder im ...
Musik ohne Kopierschutz muss nicht schutzlos sein
Darmstadt, 02.06.2008: EMI, Apple, Universal Music, Warner, Sony - immer mehr und immer wichtigere Anbieter am Markt für Online-Unterhaltungsmusik verzichten auf verbraucherfeindliche Rechtemanagementverfahren, abgekürzt DRM (Digital Rights Management). Der Experte für Multimedia-Sicherheit beim Fraunhofer-Institut für Sichere Informations-Technologie, Dr. Martin Steinebach, begrüßt diese Entwicklung:
Kostenlos getauscht – teuer bezahlt
Leipzig, 02.04.2008: Tauschbörsen im Internet, über die Musik, Filme, Computerspiele und andere Unterhaltungsangebote zum "Null-Tarif" zu haben sind, erfreuen sich nach wie vor einer großen Beliebtheit. Und das, obwohl inzwischen den meisten Nutzern aufgrund einer immer breiteren öffentlichen Diskussion bewusst ist, dass der Tausch solcher Dateien zwischen den Nutzern gegen urheberrechtliche Bestimmungen verstößt.
Neuer Schub für Online-Inhalte
Brüssel, 04.01.2008: Die EU-Kommission will einen stärkeren und verbraucherfreundlicheren Binnenmarkt für Online-Musik, -Filme und -Spiele. Dafür hat sie Industrie, Telekom-Unternehmen und Internet-Diensteanbieter zu einer engeren Zusammenarbeit aufgefordert, um mehr Inhalte online zur Verfügung zu stellen und ...
Geistiges Eigentum schützen
Leipzig, 04.10.2007: Nachdem am 21. September 2007 der Bundestag dem neuen Urhebergesetz zugestimmt hat, tritt in Kürze die Neufassung in Kraft. Darin ist unter anderem eine noch strengere Verantwortlichkeit von Surfern für die Nutzung von Musiktauschbörsen vorgesehen. Insbesondere ist nunmehr bereits der Zugriff auf Titel in Tauschbörsen, also das Herunterladen, in der Regel ein Verstoß gegen das Urheberrecht.
Neues Urheberrecht: Privatkopierer weiterhin ohne Rechte
Berlin, 07.07.2007: Auch künftig werden die Verbraucher im Urheberrecht weitgehend ohne Rechte bleiben. Dies ist das Fazit des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) nach der abschließenden Lesung und Zustimmung des Bundestages zum so genannten 2. Korb der Urheberrechtsnovelle. "Leider sind einige Rechteinhaber und Entscheidungsträger, was das Urheberrecht betrifft, im 20. Jahrhundert stehen ...
Urheberrecht: Firmen sollen Einblick in private Internetdaten bekommen
Berlin, 21.06.2007: Unternehmen sollen künftig das Recht bekommen, die Verbindungsdaten privater Internetnutzer zu bekommen. Dies sieht ein Gesetzentwurf zur Durchsetzung des geistigen Eigentums vor. In einer Anhörung vor dem Rechtsausschuss des Bundestags übte der Verbraucherzentrale Bundesverband scharfe Kritik an dem Bestreben, diesen Datenzugriff künftig auch ...
"Privat kopieren ist kein Verbrechen!"
Berlin, 09.10.2006: Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), das Online-Netzwerk Campact, die Kampagne fairsharing und das Netzwerk freies Wissen haben heute die gemeinsame Kampagne "Privat kopieren ist kein Verbrechen" gestartet. Die Organisationen fordern, die Novellierung des Urheberrechts zu nutzen, um die drohende Kriminalisierung von Internetnutzern zu beenden.

Stand: 7. Juli 2007
Erstellt: 7. Juli 2007