Umweltjournal.de | Politik und Wirtschaft  | Artikel Nr.: 11276

Franz Alt im Parlament in Südkorea





Baden-Baden, 28.10.2006: Bei einer Veranstaltung über die Atomenergie in Südkorea sprach im Parlament von Seoul auch der deutsche Fernsehjournalist Franz Alt. Eingeladen hatten koreanische Umweltverbände und atomkritische Parlamentsabgeordnete. Franz Alt sagte: "Obwohl Südkorea mit 40 Prozent Atomstrom noch mehr von der Atomwirtschaft abhängig ist als Deutschland, ist auch bei Ihnen der Atomausstieg möglich.


Ein Land mit so viel Möglichkeiten zur Nutzung von Energie aus Sonne, Wind, Erdwärme, Biomasse und Wasserkraft wie Südkorea kann seine gesamte Energie künftig aus heimischen Quellen gewinnen.

Ein erneuerbarer Energiemix könne für Korea in etwa 40 Jahren so aussehen: 30 bis 40 Prozent direkte solare Energie, 20 Prozent Biomasse, 15 Prozent Windkraft sowie 10 Prozent Energie aus Wasserkraft und eine Menge zusätzlicher Energie aus geothermischen Quellen sowie Wellenenergie der Ozeane."

Auf derselben Veranstaltung sagte der renommierte südkoreanische Energieexperte Professor Lee Pil Ryul: "Leider ist die Bevölkerung in Südkorea über die Gefahren der Atomkraft zu wenig aufgeklärt. Tschernobyl ist fast vergessen und verdrängt. Ich stimme meinem Freund Franz Alt zu: Wir wollen ganz Korea nicht nur Atomwaffen frei, sondern auch AKW-frei. Deutschland zeigt, dass die solare Energiewende möglich ist."

Franz Alt machte in seiner Rede im Parlament von Seoul auch auf den engen Zusammenhang zwischen der so genannten friedlichen Nutzung der Atomenergie und dem Bau von Atombomben aufmerksam. "Ohne AKWs keine Atombomben. Schauen Sie auf Nordkorea und auf die dramatische Entwicklung im Iran. Eine friedliche Welt gibt es erst, wenn das letzte AKW vom Netz ist."

Zum Thema: "Sonne und Wind schicken keine Rechnung - Korea ist erneuerbar" hielt Franz Alt auch einen Vortrag an der Universität in Seoul.
Autor: Franz Alt
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Stand: 28. Oktober 2006
Erstellt: 28. Oktober 2006

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