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Politik und Wirtschaft
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Artikel Nr.: 3422
Ein Konservativer fragt Edmund Stoiber
Baden-Baden, 07.08.2002:
Lieber Edmund Stoiber,
soeben haben die Chefmathematiker der Münchner Rückversicherung diese Zahlen publiziert: Wenn der Schadensverlauf witterungsbedingter Naturkatastrophen - wie zum Beispiel vor kurzem in Berlin und Brandenburg - weiter so steigt wie in den letzten 20 Jahren, dann werden in 60 Jahren die klimabedingten Schäden global höher sein als das gesamte weltweite Bruttosozialprodukt.Der größte Rückversicherer der Welt bringt die dramatische Klimaveränderung und ihre katastrophalen ökonomischen Folgen eindrucksvoller auf den Punkt als jedes Ökoinstitut.
Millionen Wähler in Deutschland spüren: Sowohl der Kanzler wie auch Sie als Herausforderer haben ihr Thema noch nicht gefunden. Dieser Wahlkampf ist deshalb zum Gähnen langweilig und im Angesicht der weltweiten ökonomischen, ökologischen und sozialen Herausforderungen beschämend provinziell, weil eine rot-grüne Bundesregierung in ihren Schwerpunkten weder rot (= sozial) noch grün (= ökologisch) ist und die Opposition inhaltlich in wesentlichen Fragen ein Totalausfall. Noch nie seit 1949 war ein Bundestagswahlkampf so fad und inhaltsleer wie dieser. Es stoibert und schrödert - und sonst gar nichts!
In der Schule Ludwig Erhards hätten Konservative, die diesen Namen verdienen, heute alle Voraussetzung, die zweite Stufe eines Wirtschaftswunders zu organisieren, nämlich ein ökologisches Wirtschaftswunder. Haben Sie dafür Konzepte und Personen?
Sagen Sie es laut und deutlich, damit in Deutschland wieder Lust auf Politik und Vorfreude auf Wahlen wächst,
Ihr Franz Alt
Den ganzen Brief können Sie hier lesen
Autor: Franz Alt
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Stand: 24. März 2003
Erstellt: 7. August 2002
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