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Berlin, 04.06.2002: "Umweltschutz und Nachhaltigkeit in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen sind ja kein Selbstzweck. Es geht darum, die Bedürfnisse der Gegenwart so zu erfüllen, dass die Entwicklung künftiger Generationen nicht gefährdet wird. Das muss der Maßstab unseres Handelns sein."Mit diesen Worten eröffnete am 3. Juni in Berlin Bundespräsident Johannes Rau die erste "Woche der Umwelt", die auf seine Initiative hin gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (Osnabrück) organisiert wurde. Im Park des Schlosses Bellevue zeigten am 3. und 4. Juni erstmalig 160 Aussteller mehr als 8.000 geladenen Gästen Spitzenprodukte deutscher Umwelttechnik und -forschung und luden zu 44 hochkarätig besetzten Einzelveranstaltungen ein.
Umweltschutz kein Thema der AskeseRau betonte bei seiner Eröffnungsrede,
Mit Beginn der staatlichen Umweltpolitik ca. 1970 geprägter Begriff für Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und damit der Lebensgrundlagen von Organismen einschließlich des Menschen, wobei bedingt durch die anthropozentrische Sichtweise die Eigenrechte der Natur zu wenig Berücksichtigung finden. Umweltschutz sei kein Thema der Askese. Es gehe nicht um "immer weniger" und "immer teurer". Es gehe um mehr Lebensqualität für alle in einer intakten
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt. Es gehe darum, den Umweltverbrauch mit moderner Technik zu vermindern. Rau: "Wir brauchen mehr technische Innovation, damit wir mit weniger
Als Energie wird die Fähigkeit eines Systems bezeichnet, Arbeit zu leisten. Verschiedene Formen von Energie sind: Wärme, chemische, mechanische und elektrische Energie, die sich ineinander umwandeln lassen.Energie und weniger Rohstoffen erfolgreich wirtschaften und besser leben können."
Ganz harte ökonomische FaktenDabei gehe es um ganz harte ökonomische Fakten, betonte Deutschlands Staatsoberhaupt. Heute hingen mehr als eine Million Arbeitsplätze in Deutschland von der Umweltwirtschaft ab. Dazu gehörten zahlreiche High-Tech-Berufe, die es ohne den Umweltschutz nicht gebe. Rau: "Das können noch viel mehr werden. Darum dürfen wir uns auf unseren Lorbeeren nicht ausruhen."
Weltmarkt für moderne Umwelttechnik fast unbegrenztWer sich die Schwellenländer ansehe, wisse, dass der Weltmarkt für moderne Umwelttechnik fast unbegrenzt sei. Er werde weiter boomen und daran müsse Deutschland seinen Anteil haben. In vielen Feldern von Umwelttechnik und -forschung sei Deutschland führend, dieser Vorsprung müsse gehalten und ausgebaut werden. Darum dürften aber auch nicht alte Diskussionen neu geführt werden, die Ökonomie und Ökologie gegeneinander stellten. Auf Dauer könnten nämlich Produkte und Produktionstechniken ökonomisch nicht vernünftig sein, die ökologisch nicht verantwortbar seien. Zwar könnten Politik und öffentliche Verwaltung ihren Beitrag zum
Mit Beginn der staatlichen Umweltpolitik ca. 1970 geprägter Begriff für Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und damit der Lebensgrundlagen von Organismen einschließlich des Menschen, wobei bedingt durch die anthropozentrische Sichtweise die Eigenrechte der Natur zu wenig Berücksichtigung finden. Umweltschutz leisten, doch von Unternehmen erwarteten die Menschen zu Recht, dass sie neben dem wirtschaftlichen Erfolg zunehmend auch schlüssige Antworten geben würden auf soziale und ökologische Fragen.
Damit der Globus nicht quietscht und eiertMit Blick auf den am 26. August in Johannesburg beginnenden Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung betonte Rau, er hoffe auf möglichst konkrete Empfehlungen für das, was im eigenen Land und weltweit ganz praktisch zu tun sei, "damit der Globus in einigen Jahrzehnten nicht quietscht und eiert", wie es in einem alten Volkslied heiße. Dabei hätten die Vorgängerkonferenzen von Johannesburg durchaus Meilensteine auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung gesetzt.
Die guten Ergebnisse machen Mut und HoffnungDer Energieverbrauch im Lande sei zwischen 1990 und 2000 um fünf Prozent gesunken, während das Bruttoinlandsprodukt um elf Prozent gewachsen sei. Der
Farbloses, unbrennbares, schwach säuerliches riechendes und schmeckendes Gas. In freiem Zustand natürlicher Bestandteil von Luft (0,03 0,036 Vol.-Prozent) und Mineralquellen.Kohlendioxid-Ausstoß der privaten Haushalte sei im gleichen Zeitraum um rund elfeinhalb Prozent gesunken. Der industrielle
siehe Trinkwasserverbrauch.Wasserverbrauch sei in den letzten 20 Jahren um rund ein Drittel geringer geworden und die Verwertungsquote von privaten Haushalten sei von 25 Prozent Anfang der 90er Jahre auf 50 Prozent im Jahr 2000 gestiegen. Städte und Gemeinden hätten zusammen mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern, mit Verbänden, Kirchen und Wirtschaft konkrete Nachhaltigkeitsstrategien entwickelt: In der Städtebaupolitik, im Umgang mit dem Rohstoff
Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.Wasser, in der Verkehrs- und Finanzpolitik und vielen anderen Bereichen. Rau: "Die guten Ergebnisse machen Mut und Hoffnung und spornen an, diesen Weg weiter zu gehen. Dazu möchte ich alle Bürgerinnen und Bürger ermuntern und dafür möchte ich all jenen danken, die sich mir Rat und Tat schon in den vergangenen Jahren beteiligt haben."
Leider manche Rückschläge gegebenLeider habe es allerdings manche Rückschläge gegeben, speziell nach der Konferenz von Rio vor zehn Jahren. Die wachsende Arbeitslosigkeit in den neunziger Jahren habe das Thema
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt in den Hintergrund gedrängt. Rau: "Das war ein Fehler." Er hielte es für richtig, wenn die verschiedenen Umweltprogramme und die vielen Sekretariate der Vereinten Nationen zu einer kraftvollen Umweltorganisation zusammen gefasst würden. Rau: "Sie hätte mehr Gewicht innerhalb der Vereinten Nationen, und sie würde die Durchsetzungsfähigkeit der Vereinten Nationen in Umweltfragen erheblich steigern."