Umweltjournal.de | Ernaehrung und Landwirtschaft  | Artikel Nr.: 369

Renate Künast wird Schirmherrin der Aktion "Mahlzeit"





Rückenwind aus Berlin für „Brot für die Welt“ Ernährungskampagne.

(Stuttgart, 9. Mai 2001) Die Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, übernimmt die Schirmherrschaft der Aktion "Mahlzeit" von "Brot für die Welt". Mit dieser Kampagne möchte das evangelische Hilfswerk deutlich machen, wie eng die Ernährungssituation von Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika mit dem Konsumverhalten in den Industrieländern zusammenhängt.

Dieses Projekt stehe im Einklang mit der von ihr beabsichtigten Wende in der Agrar- und Verbraucherpolitik, betonte Ministerin Künast: „Ich bin sicher, dass das Projekt seinen Beitrag dazu leisten kann, die Menschen in Deutschland zu einem sozialverantwortlichen, ökologischen und fairen Konsum zu motivieren.“

<Die Template wurde nicht gefunden>
Der Anteil der landwirtschaftlichen Produktion in den Ländern des Südens, der vornehmlich Konsumwünsche der Verbraucher in den Industrieländern befriedigt, geht häufig auf Kosten der Menschen und der Umwelt in Entwicklungsländern. Auf fruchtbaren Böden werden dort vielfach in Monokulturen Futtermittel für unsere Masttiere und Lebensmittel für den Export angebaut – und stehen damit für den Anbau von Grundnahrungsmittel für die eigene Bevölkerung nicht mehr zur Verfügung. Es muss auch die Frage gestellt werden, wie notwendig der Anbau von beispielsweise Erdbeeren für unsere Märkte im Winter ist.

Mit dem Projekt „Mahlzeit“ will „Brot für die Welt“ Alternativen aufzeigen und ein neues Qualitätsbewusstsein bei den Verbrauchern fördern. Damit ist nicht nur gemeint, dass Lebensmittel gesund sein und gut schmecken müssen. Qualität bedeutet auch, dass beim Anbau, bei der Verarbeitung und beim Handel soziale und ökologische Mindeststandards berücksichtigt werden. „Brot für die Welt“ möchte alle Verbraucherinnen und Verbraucher dazu ermutigen, ihre Ernährungsgewohnheiten umzustellen und sich beim Einkauf möglichst für regionale, ökologisch angebaute bzw. für fair gehandelte Produkte zu entscheiden.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.projekt-mahlzeit.de oder bei der Mahlzeit-Service-Stelle, Franziska Krisch c/o FAKT, Fax: 0711 – 21095-55, e-Mail: Mahlzeit@fakt-consult.de
Autor: Andreas Greiner
1154 Aufrufe
Stand: 24. März 2003
Erstellt: 10. Mai 2001
Die letzten 5 Meldungen zum Thema "Brot+Essen":