Umweltjournal.de | Ernaehrung und Landwirtschaft  | Artikel Nr.: 359

Profit mit Bio-Äpfel - Höherer Gewinn für Esser und Bauern





Äpfel aus Bio-Anbau schmecken dem Käufer nicht nur besser, sondern bringen dem Bauern auch mehr Gewinn und schonen die Umwelt. Das zeigten jetzt John Reganold von der Washington State University und Kollegen (Nature, Band 410, Seite 926, 2001). Im US-Staat Washington lieferten Apfelbäume den Biobauern im Zeitraum 1994 bis 1999 ähnlich gute Ernten wie ihren Kollegen, die Kunstdünger und Pestizide einsetzten. Auch der integrierte Landbau, der mit möglichst wenig Agrarchemikalien auskommen will, schneidet kaum anders ab.

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Die biologische Schädlingsbekämpfung ist zwar teurer als die chemische. Da die Bio-Äpfel aber auf den Markt viel teurer verkauft werden, machen die Ökobauern das bessere Geschäft. Bereits nach neun Jahren rentiert sich für die Biobauern die im EU kostenintensive Anlage eines Obstgartens. Bei konventionell arbeitenden Landwirten dauert dies dagegen 15 Jahre, bei integriertem Landbau sogar 17 Jahre. Die Wissenschaftler bestätigten auch die Behauptung der Ökoverbände, dass ihre Methode die Qualität des Bodens verbessert und die verwendete Energie effizienter einsetzt. Die Bio-Äpfel erweisen sich obendrein nicht nur bei biochemischen Tests als außerordentlich süß, sondern schmecken auch Testpersonen nach einer (durchaus üblichen) sechsmonatiger Lagerung süßer.

Auf der Sonnenseite von Franz Alt finden Sie täglich kommentierte
NEWS: DIE SONNENSEITE
Autor: Franz Alt
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Stand: 24. März 2003
Erstellt: 30. April 2001
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