Umweltjournal.de | Ernaehrung und Landwirtschaft  | Artikel Nr.: 555

Lebensmittel auf Reisen - Lebensmittel auf Flugreisen





Moderne Transportmittel sorgen dafür, dass kein Punkt der Erde weiter als eine Tagesreise vom nächsten Flughafen entfernt liegt und Lebensmittel gehen wie selbstverständlich auf Weltreisen.

{b1l}Der Konsument wird - häufig unbewusst - zum „Kilometerfresser“. Für den Lebensmittelhandel lohnt es sich wegen der meist niedrigen Erzeugerpreise in den Überseeländern, diese „Delikatessen“ mit hohen Gewinnspannen anzubieten. So legen Erdbeeren aus Israel eine Flugreise von etwa 3.100 Kilometer nach Deutschland zurück und verbrauchen je Kilogramm 1,3 Liter Kerosin. Ein Kilogramm Weintrauben aus Südafrika „vernichtet“ auf der 10.000 kilometerlangen Reise sogar 4,3 Liter Kerosin und entläßt 11 Kilogramm Kohlendioxid und 74 Gramm Stickoxide in die Atomsphäre. Müßten die Flugfrachtgesellschaften Mineralölsteuer zahlen und für die entstandenen Umweltschäden aufkommen, würde das Kilogramm Spargel aus Südafrika nicht 12 DM sondern 20 DM kosten. Frachttarife werden jedoch fast überall durch billiges Flugbenzin und öffentliche Förderung von Flughäfen subventioniert. Als Folge der günstigen Marktbedingungen sind in den letzten Jahren in ganz Europa neue Flugfrachtzentren entstanden.

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Autor: KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung
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Stand: 24. März 2003
Erstellt: 20. September 2001
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