Umweltjournal.de | Ernaehrung und Landwirtschaft  | Artikel Nr.: 9992

Vogelgrippe kommt aus Massentierhaltung





Gerlingen, 23.02.2006: Allen Beteuerungen der Politiker zum Trotz, dass der Verzehr von Geflügel und Eiern keine Gefahr darstelle: die Vogelgrippe wird auch virulent durch die nicht nur tierquälerischen, sondern auch katastrophalen hygienischen Bedingungen der Massentierhaltung weltweit. Während derzeit Aufregung wegen infizierter Wildvögel herrscht, werden die tausenden täglich in der Intensivtierhaltung sterbenden Hühner, Puten, Enten und Gänse einfach nicht getestet (Eine Sterberate von bis zu 10% ist in der Massentierhaltung, wo nach Kilogramm statt Einzelindividuen gerechnet wird, bereits einkalkuliert.)


Wie soll also festgestellt werden, ob sich infiziertes Fleisch bereits in der Nahrungskette befindet?

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden, WHO und UNO kann sich der Virus einfach durch nicht ganz durchgekochtes Fleisch oder Eier, durch Essen, das auf demselben Brett wie infiziertes Fleisch oder Eier zubereitet wurde oder sogar durch Berühren von infizierten Eierschalen übertragen. Es ist also nicht weit hergeholt, dass nur eine vegetarische Ernährung diese tödliche Krankheit wirklich verhindern kann.

„Die Tierfabrik-Industrie arbeitete förmlich auf eine Seuche hin, indem sie die Tiere schlimmer als Dreck behandelt. Das könnte in einer Art auf uns zurückfallen, die unsere schlimmsten Albträume übertrifft. Wer Tiere als reine Produktionsmittel sieht, muss mit massiven Auswirkungen auf den Menschen rechnen. Überbesetzte Ställe und drangvolle Enge sind ein guter Nährboden für Viren“, so Jürgen Faulmann von PETA.

PETA fordert in einem Schreiben Bundeskanzlerin Merkel auf, in jedem Fall bei Tötungsmaßnahmen zumindest auf die strikte Umsetzung humaner Tötungsmethoden mit Gas zu achten, damit nicht so grausame Bilder, wo lebende Tiere rücksichtslos in Säcke oder Mülleimer gestopft und angezündet oder lebendig begraben werden, auch bei uns Realität werden.

Wie PETA berichtet, werden in den Ställen der Massentierhaltung zehntausende von Hühnern oder Puten ständig in ihren eigenen Exkrementen eingepfercht gehalten. Auch Hühner in Legebatterien hält man in übereinander gestapelten Käfigen, so dass die Exkremente auf die Hühner darunter fallen. Und das Problem besteht nicht nur bei Geflügel. Schweine und Rinder, die unter ähnlich intensiven und unhygienischen Massentierhaltungen leben müssen, können ähnliche Viren (Stichworte: Schweinepest, BSE) genauso verbreiten.

PETA ist mit über 1 Million Unterstützern weltweit die größte Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei und Aufklärung der Öffentlichkeit, jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.
Autor: PETA Deutschland e.V.
4511 Aufrufe
Stand: 23. Februar 2006
Erstellt: 23. Februar 2006

Weiterführende Informationen:

Weitere Meldungen zum Thema "Massentierhaltung":

Achtung: Umweltjournal.de übernimmt keine Haftung für veröffentlichtes Textmaterial der Autoren. Die Artikel unterliegen dem Urheberrecht der Autoren und sind nur nach ausdrücklicher Genehmigung frei zum weiterverarbeiten!

Webmaster: André Sepeur
© 1999 - by André Sepeur Medienberatung
plan-verde.de



Social Bookmarks
Newsletter bestellen
Seien Sie immer bestens informiert! Hier können Sie den Tagesrückblick bestellen >
Folgen Sie uns nach Facebook


Inserate
Top-News Ernährung und Landwirtschaft
Trinkwasser: Note Trinkwasser: Note "sehr gut" für deutsches Trinkwasser
Trinkwasser: Note
Bonn, 02.02.2012 (aid): In Deutschland hat das Trinkwasser eine sehr gute Qualität. Das hat ein aktueller Bericht des Bundesministeriums für Gesundheit und des Umweltbundesamts bestätigt.
Weiterlesen
Josef Ackermann bricht sein Versprechen: Keine Entscheidung über den Ausstieg aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln Josef Ackermann bricht sein Versprechen: Keine Entscheidung über den Ausstieg aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln
Josef Ackermann bricht sein Versprechen: Keine Entscheidung über den Ausstieg aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln
Berlin, 31.01.2012: Entgegen ihrer Ankündigung entscheidet die Deutsche Bank nicht bis Ende Januar über den Ausstieg aus der Nahrungsmittel-Spekulation.
Weiterlesen
Legehennen: Kommission greift durchLegehennen: Kommission greift durch
Legehennen: Kommission greift durch
Die Europäische Kommission greift bei der mangelnden Umsetzung des Käfigverbots für Legehennen durch.
Weiterlesen
Trügerische Landidylle bei Teekanne & CoTrügerische Landidylle bei Teekanne & Co
Trügerische Landidylle bei Teekanne & Co
Berlin, 27.01.2012: Land-Bockwurst, Land-Gurken und Landlust-Tee: Immer mehr Produkte werden als "Land"-Lebensmittel beworben. Tatsächlich steckt dahinter in der Regel nur Standard-Industrieware aus billigen Zutaten und Aromastoffen.
Weiterlesen
Fischen ohne Grenzen: Ein Drittel der Weltmeere durch Fischerei geschädigtFischen ohne Grenzen: Ein Drittel der Weltmeere durch Fischerei geschädigt
Fischen ohne Grenzen: Ein Drittel der Weltmeere durch Fischerei geschädigt
Hamburg, 25.01.2012: Die Fangflotten der Weltfischerei breiten sich über den gesamten Globus aus und hinterlassen dabei Spuren. Seit 1950 haben sie ihren zerstörerischen Aktionsradius verzehnfacht: 100 Millionen Quadratkilometer werden so intensiv befischt, dass die Ökosysteme bereits stark geschädigt sind. Das entspricht einem Drittel der Oberfläche des gesamten Weltmeeres.
Weiterlesen
Demonstration „Wir haben es satt!“ – 23000 verlangen von Merkel Neuausrichtung der AgrarpolitikDemonstration „Wir haben es satt!“ – 23000 verlangen von Merkel Neuausrichtung der Agrarpolitik
Demonstration „Wir haben es satt!“ – 23000 verlangen von Merkel Neuausrichtung der Agrarpolitik
Berlin, 22.01.2012: 23000 Menschen haben heute in Berlin gegen Lebensmittelskandale, Gentechnik im Essen und Tierquälerei in Megaställen und für eine bäuerliche, ökologische und zukunftsfähige Landwirtschaft demonstriert.
Weiterlesen
Grüne Gentechnik und Grüne Woche: Regierung fördert mit 400 Millionen EuroGrüne Gentechnik und Grüne Woche: Regierung fördert mit 400 Millionen Euro
Grüne Gentechnik und Grüne Woche: Regierung fördert mit 400 Millionen Euro
Berlin, 21.01.2012: Zum Start der „Grünen Woche“ und der geplanten Großdemonstration unter dem Motto „Wir haben es satt!“ am Samstag in Berlin, kritisiert der WWF die Förderpolitik der Bundesregierung.
Weiterlesen
Gentechnik-Industrie will umstrittenen Gentechnik-Industrie will umstrittenen "Goldenen Reis" ohne ausreichende Prüfung der Risiken einführen
Gentechnik-Industrie will umstrittenen
Berlon, 19.01.2012: Das Vorzeigeprojekt der Gentechnik-Industrie, der umstrittene "Goldene Reis", soll nach mehr als zehn Jahren der Produktentwicklung 2013 auf den Markt kommen.
Weiterlesen
Sonntagsbraten für die MülltonneSonntagsbraten für die Mülltonne
Sonntagsbraten für die Mülltonne
Berlin, 18.01.2012: WWF-Expertin: „Als würden wir die Ernte eines Ackers von der Größe Mecklenburg-Vorpommerns einfach wegwerfen.“ Pro Person und Jahr landen in Deutschland rund 80 Kilogramm Nahrungsmittel auf dem Müll.
Weiterlesen
Landesregierung NRW startet Datenbank für Einsatz von Antibiotika in der Hähnchenmast – Kritik an Bundesministerin AignerLandesregierung NRW startet Datenbank für Einsatz von Antibiotika in der Hähnchenmast – Kritik an Bundesministerin Aigner
Landesregierung NRW startet Datenbank für Einsatz von Antibiotika in der Hähnchenmast – Kritik an Bundesministerin Aigner
Düsseldorf, 12.01.2012: Nordrhein-Westfalen zieht weitere Konsequenzen aus den Ergebnissen der Antibiotika-Studie. Als erstes Bundesland hat NRW heute die deutschlandweit erste Datenbank zum Einsatz von antimikrobiellen Substanzen in der Hähnchenmast gestartet.
Weiterlesen
Inserate
Inserate
Jobbörse